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Heuer bereits 91 Prozent mehr Wohnmobile neu zugelassen – wie man Fahrräder richtig transportiert

Camping und Radfahren verbinden – bei Transport auf Deichsel, Heck oder Dach auf Gewicht und korrekte Montage achten

Dem Urlaub im "Hotel auf vier Rädern" konnten heuer deutlich mehr Reisende etwas abgewinnen, wie aktuelle Zahlen bestätigen: 2021 wurden bereits 3.125 Wohnmobile neu zugelassen – was einer Steigerung von rund 91 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Bei den Wohnanhängern gab es 918 Neuzulassungen – und damit knapp 19 Prozent mehr als im Vorjahr (Jänner bis Juli 2021, Quelle: Statistik Austria). Besonders im Spätsommer und Herbst bieten sich Campingausflüge, kombiniert mit ausgedehnten Fahrradtouren an. "Wer die eigenen Fahrräder oder E-Bikes mit dem Campingfahrzeug transportieren möchte, sollte nicht nur die verschiedenen Möglichkeiten kennen, sondern unbedingt auf eine korrekte Montage und das erlaubte Gewicht achten", rät Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC). "Besonders mit E-Bikes kommt man schnell an die Belastungs- und Beladungsgrenze der Trägersysteme."

Der Experte liefert einen Überblick, worauf es beim Transport zu achten gilt:

  •  Deichselträger: Die Trägersysteme werden auf der Anhängerdeichsel montiert und können zwei bis drei Fahrräder transportieren. "Die Verladung der Fahrräder ist einfach und der Mehrverbrauch an Kraftstoff hält sich in Grenzen", weiß Mehlmauer. Nachteil ist, dass das Öffnen der Bugklappe bzw. die Zugänglichkeit erschwert ist. "Um die zulässige maximale Stützlast durch das zusätzliche Gewicht nicht zu überschreiten, muss mit Hilfe einer Stützlastwaage kontrolliert werden", rät der ÖCC-Experte. "Beim Rangieren darauf achten, dass beim starken Einknicken des Gespannes die Fahrräder oder das Fahrzeug nicht beschädigt werden."
  • Heckträger: Diese werden mittels spezieller Halterungen am Wohnmobil- oder Anhängerheck bzw. auf der Anhängerkupplung montiert. Durch das zusätzliche Gewicht am Heck kann der Wohnwagen jedoch zum Pendeln neigen. Auch hier sollte die Stützlast überprüft werden, damit das Fahrverhalten nicht negativ beeinflusst wird. Die zusätzliche und dauerhafte Belastung kann unter Umständen auch undichte Stellen hervorrufen. Bei an der Anhängerkupplung befestigten Trägern ist wiederum die zulässige Traglast zu berücksichtigen – gerade beim Transport der relativ schweren E-Bikes. "Wichtig ist, dass das Kennzeichen und die Beleuchtung des Fahrzeuges nicht vom Heckträger verdeckt werden – außer der Träger verfügt über eigene Beleuchtungseinrichtungen", sagt der ÖCC-Präsident. Der Experte empfiehlt primär die Verwendung von Heckträgern, die das Kennzeichen nicht verdecken oder das Umstecken des "normalen", weißen Kennzeichens. Möglich ist auch eine rote Kennzeichentafel, die dauerhaft am Radträger verbleibt. Wer eine solche neu beantragt, erhält sie seit April mit internationalem Unterscheidungszeichen, was die Verwendung im Ausland erleichtert.
  • Dachträger: Dachträger sind oft kostengünstig und die Montage der Räder erfolgt in Längsrichtung. "Vor der Montage muss man einen Blick in die Betriebsanleitung oder den Typenschein des Fahrzeugs werfen – dort sind die genauen Befestigungspunkte und die höchstzulässige Dachlast angegeben", sagt Mehlmauer. Die Montage ist jedoch durch die Fahrzeughöhe mühsam und die Räderanzahl durch die maximale Dachlast (50 bis 100 kg) eingeschränkt. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, muss der Träger fest am Dach sitzen und darf keinerlei Spiel haben. Das Fahren mit Dachlast verändert den Fahrzeugschwerpunkt – Fahrweise und Geschwindigkeit müssen darauf abgestimmt werden, besonders bei Seitenwind und in Kurven. Außerdem steigt der Spritverbrauch durch den erhöhten Luftwiderstand.

Achtung bei Reisen ins Ausland: Bei allen Trägersystemen ist es wichtig, die länderspezifischen Regeln zur Befestigung des Rades zu kennen.

Montage nach Anleitung – ÖCC hat Rad-Routen für Camper parat

Unabhängig vom System sollte man die Montage immer sorgfältig und genau nach Anleitung der vom Hersteller angegeben Richtlinien durchführen. Vor Beginn der Fahrt sind außerdem kleine bzw. nicht fixierte Teile wie z. B. Klemmleuchten oder Luftpumpe vom Rad zu lösen. "Auch während der Fahrt ist es sinnvoll, zwischendurch anzuhalten und die Ladung regelmäßig zu überprüfen", rät Mehlmauer. "Im Sinne einer sparsamen Fahrweise sollten die Träger abmontiert werden, wenn man sie länger nicht braucht."

Der ÖCC hat die schönsten Radrouten für Camper in Österreich parat – inklusive Campingplätze entlang der Strecke, Details: www.campingclub.at/rad-touren_in_oesterreich. ÖCC-Mitglieder erhalten bei vielen Plätzen attraktive Rabatte.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
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