Rund um den Valentinstag rückt die Liebe in den Mittelpunkt – und mit ihr die Frage, was man bereit ist, für einen geliebten Menschen zu verändern. Manche wechseln dafür Gewohnheiten, andere ihre Adresse. Und manche sogar das Bundesland – aber nicht den Arbeitgeber. So wie Stephan Radkowsky und Matthias Schwarz. Beide zog es von Vorarlberg nach Tirol. Beide aus demselben Grund: der Liebe. Und beide sind dem ÖAMTC dabei treu geblieben.

Stephan & Beate
Kennengelernt haben sich Stephan und Beate Anfang 2024 über eine Dating-App. Da Beate ihren Suchradius eigentlich auf maximal 100 Kilometer begrenzt hatte, hätte ihr Stephan eigentlich gar nicht angezeigt werden sollen. Und doch tauchte er gleich zweimal auf ihrem Bildschirm auf. „Irgendeinen Grund wird es schon haben“, dachte sich Beate und schrieb ihm einfach. Nach vielen Nachrichten und langen Telefonaten folgte ein erstes Treffen in Tirol. „Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass er wirklich vorbeikommt“, erinnert sich Beate. Immerhin lagen rund 150 Kilometer zwischen ihnen. „Dann bin i dagstandn afzmol“, erzählt Stephan lachend. Von da an verbrachte er jede freie Minute in Tirol, bis schließlich die alles entscheidende Frage im Raum stand: „Magst du nicht zu mir nach Tirol kommen? Beim ÖAMTC könntest du doch auch hier arbeiten.“ Stephan hörte auf sein Gefühl, bewarb sich beim ÖAMTC Tirol und nach einem kurzen Gespräch in der Landeszentrale Innsbruck war klar: Pfüate Vorarlberr, Griaß di Tirol.
Im Oktober 2024 übersiedelte er schließlich nach Kematen und arbeitet seither als Abschleppfahrer am dortigen ÖAMTC-Stützpunkt. Fachlich blieb vieles gleich, nur das Umfeld war neu. „Die Berge sind jetzt näher und der Schnee ist mehr“, sagt Stephan schmunzelnd. Die größte Umstellung sei das Innsbrucker Stadtgebiet gewesen: „Mit Straßenbahnen hatte ich davor nie zu tun. Ganz am Anfang habe ich wohl das eine oder andere Mal kurz ein Gleis blockiert“, lacht er.
Ich wurde total unkompliziert und herzlich aufgenommen. Das hat mir gezeigt, dass die Entscheidung richtig war.

Matthias & Susanne
Auch Matthias und Susanne lernten sich online kennen, Ende 2022. Nach längerer Zeit des Schreibens und Telefonierens folgte ein erstes Treffen in Landeck. Anders als bei Stephan ließ sich Matthias mit dem Umzug bewusst Zeit. „Ich wollte mir wirklich sicher sein. Man gibt viel auf und wagt einen großen Schritt. So sportlich bin ich das nicht angegangen“, sagt der KFZ-Techniker mit einem Augenzwinkern. Nach über einem Jahr Pendeln war allerdings klar: Tirol sollte das neue Zuhause werden. Dass der ÖAMTC auch dort sein Arbeitgeber bleiben würde, stand nach einem kurzen Bewerbungsprozess rasch fest. Im Dezember 2024 wechselte Matthias zum Stützpunkt Telfs. „Die Arbeit macht mir Spaß und ich bin froh, weiterhin für unsere Mitglieder da sein zu können.“
Im neuen Team fühlte er sich schnell wohl. Besonders positiv empfand er die offene Aufnahme und die, trotz seiner Vorerfahrung, gründliche Einschulung. „Das gibt Sicherheit und zeigt, dass man unterstützt wird“, so der Neo-Tiroler. Besonders schätz Matthias den respektvollen Umgang im Team.
Der Abschied von Vorarlberg fiel allerdings trotzdem nicht leicht: „Man geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Man verliert etwas und gewinnt etwas Neues. Für mich hat das Positive überwogen“, denkt er zurück. „Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört. Und was macht man nicht alles für die Liebe?“
Miteinander reden und gemeinsam Lösungen finden – das ist mir wichtig.
Happy End
Liebe bringt Bewegung ins Leben. Manchmal nur ein paar Schritte, manchmal bis ins nächste Bundesland. Dafür braucht es Menschen, die an unserer Seite bleiben und manchmal eben auch einen Arbeitgeber, der mitgeht, wenn das Leben neue Richtungen einschlägt.
In diesem Sinne: Happy Valentine’s Day.
