Als der 72-jährige Rudi Pfoser am 10. Dezember 2024 am Hochficht einen Herzstillstand erlitt, war es der rasche Notruf von Markus Mittermüller, der die Rettungskette in Gang gesetzt. Mit seinem Handy setzte er über die Nummer 144 einen Notruf ab, blieb mit der Leitstelle in Verbindung und überbrückte gemeinsam mit anderen Ersthelfern die ersten kritischen Minuten, bis das Rote Kreuz und der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 10 eintrafen. Dieser Einsatz rettete Pfosers Leben.

Sichtbares Zeichen für Zivilcourage
Mehr als ein Jahr später erinnert heute am Hochficht ein sichtbares Zeichen an diesen Einsatz: Die Mobilfunkstation beim Gasthaus mit dem treffenden Namen "Zum Überleben", über die der Notruf damals abgesetzt wurde, trägt heute den Namen von Markus Mittermüller.
Bei der Übergabe der Widmungsurkunde durch das Forum Mobilkommunikation kam es auch zu einem herzlichen Wiedersehen zwischen dem Geretteten und seinem Ersthelfer. Mit dabei waren neben Freund:innen und Beteiligten auch Einsatzkräfte des Roten Kreuzes sowie Pilot Johannes Schöffl von der ÖAMTC-Flugrettung.
Mobilfunk hält die gesamte Rettungskette zusammen, vom Notruf bis zur Übergabe der Patient:innen im Krankenhaus.
Mobilfunk als stiller Partner im Notfall
Ein zentraler Faktor in der Rettungskette war der Notruf selbst und damit auch die funktionierende Mobilfunkverbindung vor Ort. Mobilfunk wird heutzutage oftmals auf die Erreichbarkeit im Alltag reduziert. Im Einsatzfall erfüllt er aber auch eine andere, entscheidende Funktion: Er ermöglicht nicht nur das rasche Absetzen eines Notrufs, sondern auch die laufende Abstimmung mit der Leitstelle und die Koordination der weiteren Versorgung, darunter die Auswahl eines passenden Krankenhauses.
Zivilcourage kann jede:r
Die Geschichte vom Hochficht zeigt vor allem auch eines: Es braucht nicht nur Profis, um Leben zu retten. Es braucht Menschen, die handeln. Markus Mittermüller hat genau das getan und damit den ersten, entscheidenden Schritt gesetzt. Ein Erste-Hilfe-Kurs, ein bisschen Mut und die Bereitschaft, nicht wegzusehen – mehr ist es oft nicht. Der Rest kommt Schritt für Schritt: durch Anleitung, durch Zusammenarbeit, durch eingespielte Abläufe. Und manchmal führt genau das dazu, dass ein Mensch weiterleben kann.

Bereits die dritte "Lebensretter‑Station" in Österreich
Nach Matteo Eichinger (2024) und Tristan Trigler (2025) ist Markus Mittermüller der dritte Österreicher, dem eine Mobilfunkstation gewidmet wurde, weil er mit seinem Notruf ein Leben gerettet hat.

Autor
Ralph Schüller mag Hubschrauber – zumindest im beruflichen Kontext als Teil des Teams der ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit. Im privaten Bereich geht er es etwas leiser an, mit dem Rad oder gerne auch per pedes. Laut nur dann, wenn er zur Posaune greift.
