Es ist Ende März. Maria und Max sitzen am Küchentisch, der Laptop glüht, zwölf Tabs mit Ferienwohnungen in Italien sind offen — und irgendwo dazwischen blinkt ein Frühbucherrabatt, der eindeutig jetzt sofort geklickt werden will. Nach einem erneuten Preisvergleich auf dem Smartphone wird gebucht. Heuer wollen sie wieder La dolce vita genießen. Klingt vertraut?
Der ÖAMTC hat Ende März 1.000 Österreicher:innen zu ihren Sommerurlaubsplänen befragt — und das Ergebnis liest sich wie eine kollektive Sehnsucht nach Salzwasser, Sonnencreme und endlich einmal tief durchatmen. Trotz Teuerung und geopolitischen Krisen wollen 94 Prozent im Sommer verreisen. Wie genau die Österreicher:innen ihren Urlaub verbringen, erzählen am besten Maria Musterfrau und Max Mustermann selbst.

Eine Reise mit Herrn und Frau Österreich
Endlich geht es los – Der Kofferraum des Familien-SUV ist bis zur Hutablage vollgepackt. Ich, Maria Musterfrau, habe die Snacks für die Fahrt schon eingepackt (man weiß ja nie) und mein Partner Max Mustermann hat die Route dreimal im Routenplaner gecheckt. Ziel: die Adria. Natürlich. Wohin denn sonst? Das Meer ruft — und zwar laut, salzig und unwiderstehlich.
Auch die meisten unsere Freund:innen und Bekannte wollen Urlaub am Meer. Mein Plan: Sonne tanken, entspannen, Energie aufladen und Zeit mit den Liebsten verbringen. An Digital Detox oder Weiterbildung denken weder Max noch ich, wir haben ja schließlich Urlaub.
Die Unterkunft? Auf Hotelkomfort wollte ich nicht verzichten, aber wir haben uns heuer für ein kleineres und somit auch günstigeres Zimmer als letztes Jahr entschieden. Nicht weil man es sich nicht leisten könnte, sondern weil wir unsere Kosten vorab ganz einfach durchgerechnet haben. Restaurantbesuche werden gezählt, Ausflüge sorgfältig abgewogen, und bei der Reisedauer gilt: Lieber eine Woche gut gehen lassen, als zwei Wochen rechnen müssen.
Mit der Urlaubsplanung haben wir natürlich schon vor mehreren Wochen begonnen. Vor der Buchung hieß es Kassensturz – unser Budget: 1.189 Euro pro Kopf. Für uns bedeutet das ganz klar: sparen ja, aber auf den Urlaub verzichten ist keine Option. Hauptsache raus. Hauptsache Tapetenwechsel.
Und weil einmal bekanntlich keinmal ist, möchten wir sogar ein zweites Mal verreisen – da bleiben wir aber in Österreich. Urlaub daheim kann nämlich auch wahnsinnig schön sein und unser kleines Land hat tatsächlich mehr zu bieten als man im Alltag wahrnimmt. Am liebsten würden wir in der Nebensaison – für mehr Ruhe und ein etwas entspannteres Budget – nach Kärnten oder in die Steiermark. Gebucht ist das allerdings noch nicht. Erstmal Bella Italia und dann wird der Österreichurlaub geplant. Schritt für Schritt. Und garantiert nicht ohne Preisvergleich.
Die Rahmenbedingungen sind herausfordernd, der Wunsch nach Urlaub ist jedoch ungebrochen.
Reiselust trotz Teuerung hoch – Ergebnisse Reisemonitoring 2026
Maria Musterfrau und Max Mustermann spiegeln hier die:den Durchschnittsösterreicher:in wieder. Genauso verreisen natürlich nicht alle aber laut ÖAMTC Reisemonitoring kommen die Urlaubspläne von Herrn und Frau Österreich recht nah an die Realität der meisten: 94 Prozent wollen im Sommer 2026 verreisen. Vier von zehn hatten zum Befragungszeitpunkt bereits gebucht, 45 Prozent planten noch zu buchen. Die Reiselaune ist also ungebrochen — aber dieses Jahr ist ein Koffer voller Kompromisse mit im Gepäck.
Mehr zum Reisemonitoring des ÖAMTC sowie alle Detailergebnisse finden sich hier: ÖAMTC Reisemonitoring: Sommerurlaub 2026 | ÖAMTC
