Man sagt ja, wer beim ÖAMTC arbeitet, trägt ein besonderes „Helfer-Gen“ in sich. Bei Günter Jenewein, Peter Rinner und Martin Eder ist dieses Gen so ausgeprägt, dass sie weit über ihre beruflichen Aufgaben hinaus Verantwortung für andere übernehmen – freiwillig, ehrenamtlich und mit großer Leidenschaft.
Wenn am Berg wer um Hilfe ruft
Günter Jenewein ist seit vielen Jahren beim ÖAMTC Tirol tätig. Als Pannenfahrer hat er unzähligen Autofahrer:innen in schwierigen Situationen geholfen, heute begleitet er als Lehrlingsverantwortlicher in der ÖAMTC Lehrwerkstätte junge Menschen beim Start ins Berufsleben.
Seine zweite große Leidenschaft gilt den Bergen. Wer Günter kennt, weiß: Der Begriff „Bergfex“ trifft es ziemlich gut. Umso naheliegender war sein Engagement bei der Bergrettung.
„Das Faszinierende beginnt für mich schon bei der fundierten Ausbildung“, erzählt er. „Jedes Mitglied wird intensiv geschult – von Erster Hilfe über Sanitätsausbildung bis hin zur sicheren Bewegung im alpinen Gelände.“ Allein die Grundausbildung dauert gute zwei Wochen.
Seit 25 Jahren ist Günter Teil der Bergrettung und bildet sich bis heute regelmäßig weiter. Helfen ist für ihn mehr als ein Ehrenamt – es ist eine Haltung. Zusätzlich ist er auch bei der Feuerwehr aktiv, inzwischen verstärkt in der Nachwuchsausbildung. Dass sein Sohn inzwischen ebenfalls bei der Feuerwehr ist, macht ihn besonders stolz. Dieses Weitergeben von Wissen und Begeisterung funktioniert bei ihm nicht nur in der Lehrlingsausbildung sondern wie man sieht auch in der Familie.

Ich bin ruhiger geworden und gebe mein Wissen gern weiter.
Technik, Teamwork & Tanklöschfahrzeug
Peter Rinner ist Techniker am ÖAMTC Stützpunkt in Kematen. Beruflich wie privat ist er dort aktiv, wo technisches Know-how und der Einsatz für andere gefragt sind. Sein Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr ergänzt seine Tätigkeit beim Club auf natürliche Weise.
Besonders wichtig ist ihm das Zusammenspiel im Team. Bei Übungen mit realen Nothilfedarsteller:innen erlebt er immer wieder, wie entscheidend strukturierte Abläufe und gegenseitiges Vertrauen sind. Wenn alle Hand in Hand arbeiten, kann Hilfe schnell und wirksam geleistet werden.
Auch außerhalb von Einsätzen ist Zusammenhalt für Peter selbstverständlich. In seiner Dorfgemeinschaft unterstützt man einander – unabhängig von Uniform oder Funktion.

Ich bin gern für Menschen da und habe außerdem ein Faible für technische Geräte. Das ist beim Club so und auch bei der Feuerwehr.
Qualitätsmanager und Wasserretter
Uneigennütziges und ehrenamtliches Helfen stand für Martin Eder im Vordergrund, als er sich vor einigen Jahren entschloss, Mitglied der Österreichischen Wasserrettung, Landesverband Tirol, zu werden. Der Einstieg führte über sein Hobby: das Tauchen.
Beim ÖAMTC Tirol ist Martin für das Qualitätsmanagement verantwortlich. Dabei geht es für ihn darum, Anliegen ernst zu nehmen, Rückmeldungen auszuwerten und daraus nachhaltige Verbesserungen abzuleiten – stets im Sinne der Clubmitglieder.
Seit vielen Jahren engagiert er sich auch bei der Tiroler Wasserrettung, ist Träger des bronzenen Ehrenzeichens und mittlerweile als Landesreferent für Wildwasser tätig. In dieser Funktion verantwortet er Ausbildungen, Trainings sowie die Wartung der Ausrüstung.
Ich habe angefangen zu tauchen und dann wollte ich dieses Hobby mit etwas Ehrenamtlichem verbinden.
Ein gemeinsamer Appell
So unterschiedlich ihre Einsatzgebiete auch sind – in einem Punkt sind sich alle drei einig: Für Gaffer:innen und Handyvideos bei Einsätzen fehlt ihnen jedes Verständnis.

Wir setzen Sichtschutzwände ein, um Betroffene konsequent vor neugierigen Blicken zu schützen.

Feuerwehr und Polizei halten uns meist den Rücken frei. Trotzdem war es befremdlich, als Touristinnen nach einer Rettung klatschnass ins Wasser ein Selfie wollten.

Was das Gesetz nicht verbietet, gebietet oft der Anstand.
Was bleibt
So unterschiedlich ihre Aufgaben und Einsatzorte auch sein mögen, eines verbindet die drei ÖAMTC‑Mitarbeiter ganz besonders: der starke Zusammenhalt und ein respektvoller Umgang – innerhalb ihrer Organisationen ebenso wie darüber hinaus. Denn bei Einsätzen zählt vor allem Vertrauen und die Gewissheit, sich blind aufeinander verlassen zu können. Am Ende steht für alle dasselbe im Mittelpunkt: Menschen zu helfen. Mit Engagement, Verantwortung und Herz – ob beruflich oder ehrenamtlich.
