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Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr 2019

Mit Beginn 2019 sowie im Laufe des Jahres kommen auf die Verkehrsteilnehmer einige Neuerungen zu.

ÖAMTC-Experten geben einen Überblick, was schon jetzt bekannt oder absehbar ist.

Automatisiertes Fahren-Verordnung

Die Verordnung erlaubt automatisches Einparken mit Einparkassistent und freihändig fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit "Autobahnpilot". 

Mehr Infos

Rechts abbiegen bei Rot

Voraussichtlich ab 1. April 2019 startet ein einjähriger Probebetrieb für "rechts abbiegen bei Rot" in Linz und Wels, weitere Orte sind möglich.

140 km/h auf der Autobahn

Ein Jahr nach dem Start des 140 km/h-Betriebs auf der Autobahn könnte es zur Freigabe weiterer Strecken kommen.

Neues Vormerkdelikt

Das Befahren der Rettungsgasse wird zum Vormerkdelikt.

Mehr zum Führerschein-Vormerksystem

Änderungen bei Fahrradregeln, Moped- und Führerschein-Prüfung

Für Radfahrer gilt am Ende eines Radfahr- oder Mehrzweckstreifens nun – neu – das Reißverschlusssystem (bisher hatten Radfahrer Nachrang). Außerdem neu für Radfahrer: Der Geradausfahrende hat Vorrang, auch wenn er vom Rechtsabbieger gekreuzt wird.

Mehr zum Thema Fahrrad

Die Mopedprüfung ist voraussichtlich ab 1. April am Computer zu absolvieren. Das Schummeln bei der Führerschein-Prüfung führt zu einer Wartefrist von neun Monaten.

Mehr zum Mopedführerschein

Verwaltungsstrafgesetz-Novelle u.a.

Ab 1. Jänner 2019 ist das Zurückziehen auch eines vollen Einspruchs möglich, bisher war das nur bei Einsprüchen der Höhe nach möglich. Außerdem wird die Möglichkeit einheitlicher Strafenkataloge durch Verordnung geschaffen, diese dürfen frühestens mit 1. Jänner 2019 in Kraft gesetzt werden.

Mehr zu den Verwaltungsstrafverfahren

Digitale Vignette ohne Wartefrist

Kauft man online eine digitale Vignette, ist diese erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig. Wer jetzt eine (Jahres)-Vignette braucht, die sofort gültig ist, hat nun auch die Möglichkeit, diese an den ÖAMTC-Stützpunkten oder allen Vertriebstellen der ASFINAG zu kaufen und damit gleich die Autobahn zu nutzen.

Mehr zur Digitalen Vignette

Preiserhöhungen Vignette

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife angepasst und für 2019 um 2,2 Prozent angehoben. Somit kostet die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 89,20 Euro und jene für Motorräder 35,50 Euro.

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Sachbezug für Dienstwagennutzer

Ab 2019 darf ein neuer Dienstwagen nur mehr maximal 121 Gramm CO2 je Kilometer emittieren, damit der geringere Sachbezugswert von monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten bei uneingeschränkter privater Kilometerleistung zu versteuern ist. Andernfalls sind es monatlich 2 Prozent. Hierbei sind auch im kommenden Jahr die NEFZ-Werte heranzuziehen.

Mehr zum Firmenauto zur Privatnutzung

Normverbrauch-Messungen WLTP / NEFZ

Das neue Testverfahren zur Ermittlung der Normverbräuche WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) ist zwar schon seit 1. September 2018 für alle neuzugelassenen Pkw verpflichtend, allerdings wird laut geltender Verordnung auch im kommenden Jahr nur der NEFZ (Neue Europäische Fahrzyklus) in den Schauräumen und Prospekten ausgewiesen. Erfreut zeigt sich der ÖAMTC über die Ankündigung der österreichischen Automobilimporteure, dass ab Anfang 2019 die WLTP-Werte auf freiwilliger Basis zumindest auf www.autoverbrauch.at zu sehen sein werden. Solange die Angabe der WLTP-Werte rechtlich nicht verbindlich ist, empfiehlt der ÖAMTC Autokäufern, auch aktiv nach den realitätsnäheren Normverbräuchen zu fragen, und setzt darauf, dass die Händler auch konsumentenfreundlich Auskunft erteilen.

Mehr zum Testverfahren WLTP

E-Mobilität 2019

Ausnahmen bei Tempolimits, verpflichtende Geräusche, Modelle mit bis zu 600 Kilometer Reichweite

Ausnahme von IG-L Tempolimits für E-Fahrzeuge

Für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, die entsprechend gekennzeichnet sind, gelten auf Autobahnen oder Schnellstraßen Ausnahmen von den Geschwindigkeitsbeschränkungen des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L). Voraussetzung ist, dass auf Hinweisschildern ausreichend darauf aufmerksam gemacht wird.

Verpflichtende Geräusche bei E-Fahrzeugen

Ab Juli 2019 müssen neu genehmigte E-Fahrzeuge mit einem akustischen Fahrzeugwarnsystem ausgerüstet sein. Dieses muss mindestens im Geschwindigkeitsbereich zwischen dem Anfahren und einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h sowie beim Rückwärtsfahren automatisch ein Schallzeichen erzeugen. Eine Nachrüstung für bestehende Elektrofahrzeuge ist nicht vorgesehen.

Neue E-Autos und -Modelle

2019 kommen etliche neue E-Autos mit Reichweiten zwischen 300 bis zu 600 Kilometer auf den Markt, z. B. Rivian, ein E-Pickup Truck mit 644 km Reichweite, VW Neo, das erste reine Elektroauto von Volkswagen mit 400 km Reichweite, BMW Mini Electric 2019 (300 km Reichweite), Audi e-tron (400 km Reichweite), KIA Niro EV (485 km Reichweite), Nissan Leaf E-Plus, außerdem der chinesische BYD, der Honda Urban EV und der Citroen DS3 Crossback. TESLA bringt sein Model 3 nach Österreich. Und das Elektro Startup Future Mobility (FMC) hat sein erstes Serien E-Auto unter der Marke BYTON präsentiert. Prototypen in Europa soll es 2019 / 2020 geben.

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Thema Vorschriften & Strafen

Neben Parksünden zählen akoholisiertes und zu schnelles Fahren, das Missachten von Vorrangregeln und Telefonieren am Steuer zu den häufigsten Verkehrsübertretungen. Die Clubjuristen informieren über Delikte, Vorschriften und ihre Rechtsfolgen in Österreich und im Ausland.

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