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Einsatzrekord bei Pannenhilfe - Tipps für frostige Tage

Eisige Kälte ist für Kraftfahrzeuge und Lenker eine Herausforderung. Damit sind auch Autofahrer gefordert. Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps zusammengefasst.

Winter Pannenhilfe 2018 © ÖAMTC/Gurtner
Winter Pannenhilfe 2018 © ÖAMTC/Gurtner

Kältewelle sorgte für Rekordzahlen

Der Start in die aktuelle Woche (KW 9) hatte erstmals in diesem Winter für Eiseskälte gesorgt. Bei extremen Wettersituationen steigen die Einsatzzahlen der ÖAMTC Pannenhilfe erfahrungsgemäß sprunghaft an. Die Folge: Allein am Montag, 26.02.2018, erreichten12.827 Anrufe dieÖAMTC-Nothilfezentralen und 8.405 Einsätze von Pannenhilfe und Abschleppdienst wurden österreichweit geleistet. Zum Vergleich: Genau ein Monat vorher, am 26. Jänner 2018 gab es 1.811 Einsätze.

Die Kältewelle begann am Sonntag, 25.02.2018, und hielt mehrere Tage an. Am Dienstag, 27.02.2018, brachten die tiefwinterlichen Temperaturen dem Club 6.234, am Mittwoch, 28.02.2018, 7.082 Einsätze in ganz Österreich. Die Zahl der Anrufe von Montag, 26.02.2018, bis Donnerstag, 02.03.2018, (40.631) war rund dreimal so hoch wie in einer durchschnittlichen Woche. "Der Großteil unserer Einsätze betrifft Autobatterien, denen bei der Kälte der Saft ausgeht. Aber auch Probleme mit verstopften Kraftstofffiltern bei Dieselfahrzeugen waren ein häufiger Pannengrund", hält Samek fest. Für die nächsten Tage stellt die Wettervorhersage zwar Besserung in Aussicht, dennoch bleibt der ÖAMTC in erhöhter Bereitschaft. "Wir haben unsere Mannschaften verstärkt, die Lager gefüllt und auch unser Callcenter ist voll besetzt", sagt Samek. "Wenn es also wieder kälter werden sollte, sind wir bereit."

Die ÖAMTC Pannenhilfe erreichen Sie rund um die Uhr unter der Telefonnummer 120.
Sie können Ihre Pannenhilfe aber auch ganz einfach online oder über die ÖAMTC APP auf Ihrem Smartphone anfordern.

Die ÖAMTC-Einsatzzahlen von 25. Februar bis 1. März 2018
  Pannenhilfe

Abschleppdienst

Burgenland 906 57
Kärnten 2.133 109
Niederösterreich 5.739 336
Oberösterreich 5.615 269
Salzburg 2.233 116
Steiermark 4.672 198
Tirol 2.770 144
Vorarlberg 933 62
Wien 6.175 546

Kälte und Autofahren - unsere Tipps

Für freie Sicht sorgen

Wer sein Fahrzeug in Betrieb nehmen möchte, sollte vor dem Wegfahren ausreichend Zeit einkalkulieren, um das Auto schnee- und eisfrei zu machen. Wer aus Zeitgründen lediglich ein Sichtfenster an der Windschutzscheibe frei macht, riskiert nicht nur seine eigene Sicherheit und die von anderen Verkehrsteilnehmern, sondern auch eine Strafe. Die kann theoretisch mit bis zu 5.000 Euro ausfallen. Fällt Schnee oder Eis vom Fahrzeug und trifft oder behindert andere Verkehrsteilnehmer, können außerdem empfindliche Schadenersatzforderungen die Folge sein.

Eiskratzer und Schneebesen

Der klassische Eiskratzer und Schneebesen sind nach wie vor die beste Methode, um Scheiben eis- und schneefrei zu bekommen. Damit es nicht zur Kletterübung wird, besorgt man sich am besten ein Modell mit einem längeren Stiel. Vorsicht beim Kratzen: Wird die an der rechten oberen Ecke der Windschutzscheibe angebrachte § 57a-Überprüfungsplaktte beschädigt, muss unter Vorlage des Gutachtens auf eigene Kosten ein neues Pickerl besorgt werden

Enteisungssprays

Der Einsatz von Enteisungssprays kann als echte Alternative zum Eiskratzer gesehen werden. Bei starkem Eis wirkt eine Kombination aus Eiskratzer und Enteisungsspray am besten. Dabei sollte aber aus Rücksicht auf die Umwelt unbedingt ein Pumpspray verwendet werden.

Vorsicht: Türschloss-Enteiser unbedingt in die Tasche stecken und nicht im Auto lassen!

Wischer hochklappen

Bei angefrorenen Scheibenwischern sollte man keinesfalls mit Gewalt vorgehen. Am besten die Scheibenwischer vorsorglich beim Abstellen des Fahrzeugs hochklappen – dann können sie gar nicht erst anfrieren.

Motor nicht am Stand laufen lassen

Viele Autofahrer sind der Meinung, ein laufender Motor würde helfen, rascher zu eisfreien Scheiben zu kommen. Dem ist allerdingsnicht so. Dieses Verhalten ist uneffektiv, verboten, strafbar und umweltschädlich.

Für Frostsicherheit sorgen

Gerade im Winter braucht man die Scheibenwischer sehr oft. Da die Düsen der Scheibenwischanlage schon bei geringen Minustemperaturen zufrieren, ist die Verwendung von Frostschutzmittel unbedingt erforderlich. Bei großer Kälte sollte das Mittel zumindest auf minus 25 Grad ausgerichtet sein.

Beschlagene Scheiben

Ist die Sicht durch ein Beschlagen der Scheiben, beeinträchtigt, hilft ein Trockentuch wesentlich besser als die noch kalte Lüftung. Darüber hinaus kann man ein Beschlagen der Scheibe durch einfache Maßnahmen gering halten indem man den Innenraumfilter regelmäßig tauschen lässt, die Scheiben innen reinigt und den Innenraum möglichst trocken hält.

Was tun, wenn die Batterie streikt?

Besonders für die Autobatterie sind Minusgrade eine starke Belastung und nicht wenige Batterien verweigern bei eisigen Temperaturen ihren Dienst. Wie Sie Ihrer Autobatterie mittels Starthilfe wieder auf die Sprünge helfen können, erfahren Sie HIER.

Was tun, wenn der Diesel streikt?

Was Sie tun können wenn der Diesel aufgrund extremer Kälte nicht anspringt, erfahren Sie HIER.

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