Verkehrsstrafen im Ausland

Ein Wochenendtrip mit dem Auto ins benachbarte Ausland oder eine längere Autoreise in andere europäische Länder: Wer mit dem Auto ins europäische Ausland reist, sollte sich vor der Abfahrt über die vor Ort geltenden Verkehrsbestimmungen informieren. Die Strafen für Verstöße im Ausland können stark von denen in Österreich abweichen. 

Verkehrsstrafen © iStock
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Alkohol am Steuer

Streng bestraft werden vor allem Fahrten unter Alkoholeinfluss. Hat der Fahrer etwa in Italien eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,5 Promille, kann das Fahrzeug sogar enteignet werden, sofern der Fahrer auch der Eigentümer ist. Dänemark sieht eine ähnliche Regelung ab 2,0 Promille vor. In Schweden droht bereits ab 1,0 Promille eine Freiheitsstrafe von einem Monat, in Spanien ab 1,2 Promille drei Monate. Am teuersten kann Alkohol am Steuer in Großbritannien werden – hier können bis zu umgerechnet 5.710 Euro fällig werden. In Malta wird Alkohol am Steuer mit einem Strafgeld ab 1.200 Euro geahndet.

Telefonieren am Steuer

Wer ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt telefoniert, muss mit saftigen Strafen rechnen. So sind in Italien 160 Euro, in Dänemark 200 Euro und in den Niederlanden sogar 230 Euro fällig.

Überhöhte Geschwindigkeit

Verstöße gegen Tempolimits fallen ebenfalls oft sehr teuer aus. Überschreitungen von 20 km/h kosten in Norwegen mindestens 395 Euro, in Schweden 250 Euro, in Italien 170 Euro, in den Niederlanden 167 Euro sowie in der Schweiz 165 Euro.

Falschparken

Wer sein Fahrzeug nicht ordnungsgemäß parkt, kommt in einigen Ländern nicht billig davon. Am teuersten ist Falschparken mit Strafen ab 95 Euro in den Niederlanden und ab 80 Euro in Norwegen. In Spanien zahlen Parksünder bis zu 200 Euro und in Dänemark bis zu 70 Euro.

Nachlass bei sofortiger Bezahlung

Bei sofortiger Bezahlung der Strafe gewähren einige Länder erhebliche Rabatte. In Spanien z. B. sind bei Bezahlung des Strafgeldes innerhalb von 20 Tagen nur 50 Prozent des Betrages fällig. In Italien gibt es einen Nachlass in Höhe von 30 Prozent bei Begleichung binnen fünf Tagen ab Zustellung. Frankreich gewährt ebenfalls Ermäßigungen bei Zahlung innerhalb von 15 Tagen.  

Wer den Strafbescheid aus dem Ausland jedoch lange liegen lässt, muss mit Konsequenzen rechnen. In Italien bspw. verdoppelt sich die Strafe, wenn sie nicht innerhalb von 60 Tagen bezahlt wird.

Strafen aus dem Ausland vollstreckbar

Offene Strafen aus dem EU-Ausland können auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Daher sollten ausländische Strafzettel keinesfalls ignoriert werden. Auch bei der Wiedereinreise in das Urlaubsland ist die Einforderung der Strafe möglich. Wer einen ausländischen Strafzettel erhält, kann sich zur Klärung der Zahlungsverpflichtung an die ÖAMTC Rechtsberatung wenden.

Verkehrsregeln – unbedingt vorab informieren

Mehr Infos zu Verkehrsbestimmungen im Ausland – wie Tempolimits, Promillegrenzen, Mitführpflichten u.v.m. – finden Sie in der weltweiten ÖAMTC Länder-Info.

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