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Reiseroute Island

Die Insel aus Feuer und Eis

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  • Reiseroute Island
  • Von Keflavík nach Seljalandsfoss
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  • Von Vík í Mýrdal nach Skaftafell
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Reiseroute Island:
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Reiseroute Island

Reiseroute Island © OEAMTC Reiseroute Island

Spektakuläre Landschaften, aktive Vulkane, heiße Quellen und riesige Gletscher - das sind nur einige der zahlreichen Gründe weshalb man Island unbedingt einmal besucht haben sollte. Während der nicht untergehenden Mitternachtssonne im Sommer oder im Schein der tanzenden Polarlichter in den Wintermonaten - der nordische Inselstaat verspricht ein unvergessliches Abenteuer zu werden. Die 11-tägige Reiseroute führt entlang der Ringstraße einmal um die Insel. Hier wird man in eine Welt entführt, die von den Urgewalten der Erde bestimmt ist.

In der folgenden Reiseroute werden zahlreiche Möglichkeiten gezeigt, wie man das Land und die Regionen besser kennen lernen kann. Der ÖAMTC wünscht viel Spaß beim Entdecken!

  • Dauer:  11 Tage
  • Entfernung: ~  2.300 km

Hier können Sie die gesamte Reiseroute als PDF downloaden: Reiseroute Island

Tag 1

Von Keflavík nach Seljalandsfoss

Schon der Anflug auf die Insel im Atlantik ist beeindruckend - wer Glück hat, und nicht von einer dichten Wolkendecke begrüßt wird, kann schon erste Blicke auf die schneebedeckten Vulkanspitzen und schwarzen Strände Islands erhaschen. Am ersten Tag heißt es sonst aber vor allem erstmal eines: Ankommen. 

  • Entfernung: ~ 195 km
  • Fahrtzeit: ~ 3.45 h
Keflavík Flughafen © OEAMTC

Keflavík Flughafen

Der größte Flughafen Islands befindet sich etwa 50 Kilometer westlich von Reykjavík. Meist führt der Weg vom Flughafen direkt zu den nahegelegenen Autovermietern - gerade in den Sommermonaten ist es wichtig, frühzeitig ein Fahrzeug zu reservieren. Da Island eher dünn besiedelt ist und Einkaufsmöglichkeiten nicht immer so zahlreich vorhanden sind, sollte man unbedingt einen ausgiebigen Einkauf bei einem der großen Einkaufsketten in der Nähe des Flughafens einplanen. 

Stokkseyri © OEAMTC

Stokkseyri

Vorbei an Reykjavík, das man sich für den Schluss der Reise aufheben sollte, beginnt die Fahrt entlang der Ringstraße Richtung Osten. Schon nach wenigen Kilometern wird die Insel ihrem Ruf gerecht: Auf der Höhe von Hellisheiði sieht man dicke Rauchsäulen aus der Erde aufsteigen. Durch die aktiven Vulkansysteme Islands findet man an vielen Stellen der Insel heiße Quellen. Ein besonderes Augenmerk hat die Insel daher auf die Geothermie, also der Gewinnung von Erdwärme, gesetzt. In ganz Island gibt es fünf geothermale Kraftwerke, die auch besichtigt werden können. Wer sich für die Gewinnung der "Green-Energy" interessiert, kann im Hellisheiði-Kraftwerk an geführten Touren teilnehmen. Ansonsten geht die Fahrt weiter Richtung Stokkseyri - hier kann man an einem der zahlreichen kleinen Straßen-Einkehrungen anhalten und zum ersten Mal den tiefschwarzen Vulkansand, sowie den rauen Atlantik genießen.

Seljalandsfoss © OEAMTC

Seljalandsfoss

Als krönender Abschluss des ersten Tages steht am Abend noch der Besuch des Wasserfalls Seljalandsfoss an. Bei der Fahrt auf der Ringstraße sieht man ihn schon von weitem die etwa 200 Meter hohe Felswand hinunterstürzen. Vor allem bei Sonnenuntergang ist es besonders empfehlenswert den Weg hinter den Wasserfall zu wählen, und die Umgebung durch den beeindruckenden Wasserschleier zu betrachten. Man sollte aber darauf gefasst sein, selbst eine kleine Dusche abzubekommen. Nur wenige Gehminuten entfernt versteckt sich ein weiterer kleiner Wasserfall, der bei einem gemütlichen Spaziergang entdeckt werden kann. 

Tag 2

Von Seljalandsfoss nach Vík í Mýrdal

Der zweite Tag der Reise steckt voller Vielfalt und Abwechslung: Von Vulkansystemen, Gletscherzungen und Mondlandschaften bis hin zu Wasserfällen und Naturparadiesen. Auch diesen Tag verbringt man - wie die meiste Zeit der Reiseroute - unter freiem Himmel. Wettertechnisch kann eigentlich nichts schief gehen, da die Reiseziele der heutigen Route sowohl bei Sonnenschein als auch bei Regenwetter ihren ganz eigenen Charme entwickeln und BesucherInnen in ihren Bann ziehen.   

  • Entfernung: ~ 100 km
  • Fahrtzeit: ~ 2.30 h
Eyjafjallajökull © OEAMTC

Eyjafjallajökull

Der Eyjafjallajökull ist wohl der bekannteste Gletscher Islands. Der Ausbruch des darunter liegenden Vulkansystems im Jahr 2010 hielt ganz Europa in Atem - durch die ausgetretene Vulkanasche kam es zu einer bis dahin beispiellosen Beeinträchtigung des Flugverkehrs in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas. 

Skógarfoss © OEAMTC

Skógarfoss

Unterhalb des Eyjafjallajökulls stürzt der Skóga mit einer Breite von über 20 Metern in die Tiefe, bevor er anschließend in den Atlantik mündet. Hier hat man die Möglichkeit, am Fuß des Felsens ganz nah an den enormen Wasserfall heranzukommen. Wer sich nach dem lauten Getöse nach etwas Ruhigerem sehnt, sollte über die Treppen links vom Wasserfall hinaufgehen und dort entlang des Flusses die Gegend erkunden.   

Sólheimasandur © OEAMTC

Sólheimasandur

Eine Sehenswürdigkeit der ganz besonderen Art findet man in Sóhlheimasandur. Etwa 4 Kilometer lang führt ein Weg durch die schier endlos wirkende, schwarze Sand- und Geröllwüste, die den Anschein erweckt, als befände man sich auf einem anderen Planeten. Diesen Eindruck musste auch die US-Navy Crew der Douglas C117-D haben, als sie 1973 aufgrund einer Maschinenvereisung hinter der Küstenlinie in der Sólheimasandur notlanden mussten. Glücklicherweise überlebten alle Insassen - das Wrack blieb in der schwarzen Vulkanlandschaft zurück, und bietet heute ein beliebtes Fotomotiv.

Sólheimajökull © OEAMTC

Sólheimajökull

Über eine rund 6 Kilometer lange Schotterpiste gelangt man zum Sólheimajökull, einem Ausläufer des großen Gletschermassivs Mýrdalsjökull. Nach einem kurzen Fußweg erreicht man das Gletschertal, in das sich die rund 8 Kilometer lange Gletscherzunge erstreckt. Aus der Nähe sieht man die schwarzen Ablagerungen, die den Gletscher durchziehen - ein Überbleibsel des letzten Vulkanausbruchs. Beeindruckend und erschreckend zugleich ist der Hinweis auf den Rückgang des Eises. Ragte die Gletscherzunge im Jahr 2010 noch bis an das aufgestellte Schild heran, muss man nun einen deutlich längeren Weg zum Eis zurücklegen. Aufgrund der rutschigen und teils brüchigen Oberfläche sollte man einen Spaziergang auf dem Eis jedoch auf keinen Fall auf eigene Faust unternehmen. Verschiedene Organisatoren bieten hier geführte Touren mit passender Ausrüstung an. 

Dyrhólaós © OEAMTC

Dyrhólaós

Kurz vor Vík í Mýrdal erstreckt sich das Dyrhólaós Naturreservat, das durch seine Wattlandschaft eine wichtige Rolle in Islands Ökosystem spielt. Von der Halbinsel hat man eine schöne Aussicht auf die schwarzen Strände und den alten Leuchtturm. Mit etwas Glück kann man hier unter den zahlreichen Vogelarten auch die berühmten Papageientaucher Islands beobachten. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Berghöhle Loftsalahellir, deren Inneres man über einen kurzen Anstieg erreichen kann. In dieser Höhle fanden bis Anfang des 20. Jahrhunderts Treffen der lokalen Bauern statt. Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält aber nie bestätigt wurde, besagt, dass früher in der Höhle auch Verbrecher exekutiert wurden.

Vík í Mýrdal © OEAMTC

Vík í Mýrdal

Die letzte Station des heutigen Tages ist der kleine Ort Vík í Mýrdal. Wer noch Lust auf einen Spaziergang hat, sollte die Kirche auf dem kleinen Hügel besuchen. Von dort oben bekommt man schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die berühmten Felsklippen von Reynisdrangar, die am nächsten Tag auf dem Programm stehen.

Tag 3

Von Vík í Mýrdal nach Skaftafell

Am dritten Tag dreht sich fast alles um die vulkanischen Aktivitäten der Insel. Betrachtet man am Morgen noch die tiefschwarzen Strände und bizarren Felsformationen vor der Küste von Vík ý Mýrdal, geht es am Nachmittag zu den wilden Flusslandschaften Skeiðarársandurs, die durch große Gletscherläufe der letzten Vulkanausbrüche geprägt sind. 

  • Entfernung: ~ 170 km
  • Fahrtzeit: ~ 3 h
Reynisdrangar © OEAMTC

Reynisdrangar

Vor der Küste von Vík í Mýrdal befinden sich die Basaltspitzen Reynisdrangar, gleich unterhalb des Bergs Reynisfjall. Einer Legende nach sollen die Basaltformationen einst Trolle gewesen sein, die bei dem Versuch ein Segelschiff an Land zu ziehen ins anbrechende Tageslicht gerieten und zu Stein erstarrten. Über den tiefschwarzen Sand kann man entlang des Meeres in Richtung der Felsformationen spazieren. Man sollte jedoch davon absehen zu nah ans Meer zu gehen - auch wenn die Wasseroberfläche ruhig erscheint, kann die teilweise starke Strömung unerwartet hohe Wellen hervorbringen. 

Hálsanefshellir © OEAMTC

Hálsanefshellir

Am Anfang des Reynisfjara Strandes befindet sich die Basalthöhle Hálsanefshellir. Auch wenn die Höhle selbst eher klein ist, bleibt sie durch ihre tiefschwarzen, hexagonalen Bruchkanten der Basaltsteine in Erinnerung. Die markante Form der Steinsäulen hat ihren Ursprung in den verzögerten Abkühlungsprozessen der heißen Lava. Durch das Zusammenziehen der erkaltenden Masse entstehen dabei oft meterlange, sechseckige Basaltsäulen, die sich senkrecht zur Abkühlungsfläche bilden. Ein wirklich beeindruckender Anblick!

Laufskálavarða © OEAMTC

Laufskálavarða

Auf der Weiterfahrt entlang der Ringstraße bekommt man zum ersten Mal einen wirklichen Eindruck von der menschenleeren Landschaft Islands. Zwar ist die Insel generell eher dünn besiedelt, östlich von Vík í Mýrdal wird man sich dessen aber besonders gewusst. Eine eigenartige Atmosphäre strahlen in dieser Einsamkeit die Steinmännchen von Laufskálavarða aus. Auch wenn man es sonst in Island zum Wohle der Natur unterlassen sollte Steinmännchen zu bauen, ist es an diesem Ort ausdrücklich erlaubt - der Grund dafür geht bis ins Jahr 870 zurück, als sich hier das beachtlich große Gut Laufskógar befand. Was die Siedler damals nicht wussten: Unterhalb der Eiskappe des angrenzenden Gletschers Mýrdalsjökull befand sich einer der bis heute aktivsten Vulkane Islands. Durch den Ausbruch des Katla wurde das Gut vollständig zerstört, zurück blieben lediglich die noch heute zu sehenden, bizarren Lavafelsen. Im Laufe der Jahre hat sich hier eine Tradition entwickelt: Jeder Reisende, der zum ersten Mal an dieser Stelle vorbeikommt, sollte ein Steinmännchen errichten um Glück für seine weitere Reise zu erhalten. 

Fjaðrárgljúfur © OEAMTC

Fjaðrárgljúfur

Kurz vor Kirkjubæjarklaustur befindet sich die etwa 2 Kilometer lange und an manchen Stellen bis zu 100 Meter tiefe Schlucht Fjaðrárgljúfur. Entstanden ist der Canyon durch die Jahrhunderte andauernde Erosion des Flusses Fjaðrá, der weiter Land auswärts bis in den Atlantik fließt. Vor Ort kann man sich je nach Wasserstand entscheiden, ob man die Schlucht am Flussbett erkundet, oder den Weg oberhalb der Klippen wählt. 

Skeiðarársandur © OEAMTC

Skeiðarársandur

Die Weiterfahrt bis zum Tagesziel Skaftafell gehört ganz der faszinierenden Einsamkeit Islands. Bereits kurz hinter Kirkjubæjarklaustur fängt die Schwemmlandebene Skeiðarársandur an, deren Gewässer zu den verwilderten Flüssen der Insel gehören. Auch wenn die zerklüftete Flusslandschaft wunderschön anzusehen ist, hat sie für die Fertigstellung der Ringstraße einige Probleme bedeutet. Ausgelöst durch einen Vulkanausbruch kam es 1996 zu einem Gletscherlauf, bei dem große Mengen Gletscherwasser und Geröll die fast ein Kilometer lange Brücke über den Skeiðará zerstörten. Generell stellen solche unvorhersehbaren Ereignisse eine Herausforderung für die Straßenführung in diesem Gebiet dar - einen Weg über den Sander findet man laut den Einheimischen aber immer.

Tag 4 & 5

Von Skaftafell nach Höfn

Die nächsten beiden Tage stehen ganz im Zeichen des Vatnajökulls. Mit seinen rund 8.100 km² Fläche ist er nicht nur der größte Gletscher Islands, sondern außerhalb des Polargebiets auch der größte Europas. Rund um die zahlreichen Gletscherzungen bieten sich etliche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten und atemberaubende Fotomotive. Am Tagesziel Höfn können noch einmal die Vorräte für die nächsten Tage aufgefüllt werden. 

  • Entfernung: ~ 145 km
  • Fahrtzeit: ~ 2.35 h
Skaftafell Nationalpark © OEAMTC

Skaftafell Nationalpark

Der Skaftafell Nationalpark gehört seit 2008 zum übergeordneten Vatnajökull-Nationalpark und liegt zwischen den Gletscherzungen Skeiðarárjökull und Skaftafell. Im Nationalpark gibt es verschiedene Wanderrouten, die in Länge und Schwierigkeitsgrad variieren. Empfehlenswert für eine ausgedehnte Wanderung ist der Weg über den Wasserfall Svartifoss bis zum etwa 1000 Meter hohen Kristínartindar und hinunter oberhalb des Gletschers zum Aussichtspunkt Sjónarnípa. Hier wechselt das Landschaftsbild zwischen zart begrünten Hügeln, schroffen Steinhalden und eisigen Gletscherseen. Startpunkt jeder Route ist das Visitor Center des Parks. Hier kann man sich über die verschiedenen Routen informieren und mehr über die Geschichte des Nationalparks erfahren.

Fjallsárlón © OEAMTC

Fjallsárlón

Durch das Schmelzwasser der Gletscher bilden sich Gletscherseen zu Füßen der Eiszungen. Der größte und mit 248 Metern zugleich tiefste Gletschersee ist der Jökulsárlón, der sich am Fuße des Breiðamerkurjökulls auf einer Fläche von etwa 18 km² erstreckt. Besonders berühmt ist der See für die großen Eisberge, die sich immer wieder vom Gletscher ablösen und durch den See ins Meer treiben. Rund um Jökulsárlón gibt es zahlreiche Wanderrouten, auch der See selbst kann mit Booten erkundet werden. Wer dieses Naturschauspiel etwas abseits des Trubels erleben möchte, sollte zu einem der kleineren Gletscherseen Fjallsárlón, Breiðárlón oder Fláajökull fahren. 

Heinabergslón © OEAMTC

Heinabergslón

Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Kajaktour auf einem der vielen Gletscherseen. Hier hat man die Möglichkeit das Jahrtausende alte Eis aus der Nähe zu betrachten und den Gletscher aus einer anderen Perspektive zu erleben. Viele Anbieter organisieren mehrstündige Touren, bei denen man durch das Labyrinth aus Eisschollen fährt, tiefblaue Eishöhlen entdeckt und sogar die Möglichkeit hat, einen Spaziergang auf den Eisbergen zu machen. 

Tag 6

Von Höfn nach Mývatn

Am sechsten Tag der Rundreise führt der Weg entlang der Ostküste Islands. Die Hügel und Einbuchtungen der Küstenlinie werden hier langsam steiler und tiefer - man erreicht die ersten, wunderschönen Fjorde der Insel. Hoch hinauf geht es anschließend über den Öxi-Pass, dessen Straße einen nicht nur in ein kleines Abenteuer, sondern auch in die absolute Einsamkeit Islands führen. Über Egilsstaðir, die größte Stadt im Osten der Insel, geht es weiter in die Lavaregion des Mývatn. Für Küsten- und WalfreundInnen bietet es sich hier an, einen weiteren Tag einzuplanen und nach Húsavík zu fahren.

  • Entfernung: ~ 360 km (~ 490 km)
  • Fahrtzeit: ~ 6 h (~ 8.50 h)
Öxi Pass © OEAMTC

Öxi Pass

Von Höfen geht es entlang der Küstenlinie bis nach Djúpivogur. Nach einer kurzen Fahrt mit Aussicht auf den Fjord Berufjörður hat man die Möglichkeit, eine kleine Abkürzung einzuschlagen und ein wenig Hochlandluft zu schnuppern. Der Öxi-Pass hat eine Scheitelhöhe von etwa 500 Metern und verkürzt die Strecke der Ringstraße um fast 60 Kilometer. Dort oben wirkt die Landschaft schaurig schön, selbst im Sommer finden sich hier noch vereinzelt Schneereste des letzten Winters wieder. Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Haltemöglichkeiten, bei denen man die einsame und karge Landschaft auf sich wirken lassen kann.

Islands Schafe © OEAMTC

Islands Schafe

Wem es bisher noch nicht allzu sehr aufgefallen ist, der wird spätestens in den einsamen Gegenden des Hochlands kaum um einen Gedanken herum kommen: Schafe sind in Island einfach überall! Die Schafzucht hat in Island eine lange Tradition, vor etwa 1200 Jahren brachten Wikingern die robusten Tiere auf die Insel. Den Sommer verbringen die etwa 500.000 Schafe mit ihren Lämmern im Gebirge - durch ihre dicke Wolle sind sie dabei vor Wind und Wetter geschützt. Im frühen Herbst feiern die Isländer ihr traditionell wichtigstes Fest: Beim "Rettir" werden die Schafe aus allen Winkeln der Insel zusammengetrieben um sie für den kalten Winter ins Tal zu bringen, zu scheren und zu schlachten. Die Wolle der isländischen Schafe ist vor allem dafür bekannt, dass sie besonders warm hält und, bei guter Verarbeitung, auch angenehm weich ist.  

Egilsstaðir  © OEAMTC

Egilsstaðir

Auf der Weiterfahrt nach Egilsstaðir merkt man wie sich die Landschaft verändert. Die Umgebung wird flacher, die Wiesen grüner und vereinzelt tauchen bewaldete Flächen auf. Dass Bäume und Wälder ein eher seltener Anblick in Island sind, liegt vor allem an der jahrzehntelangen Arbeit der Schafsherden - durch ihre kontinuierlichen Tritt- und Verbissschäden wurde die Insel zum größten Wüstengebiet Europas. Um der zunehmenden Verwüstung entgegenzusteuern, erließ das isländische Parlament zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ein Forstgesetz, dass sich der Wiederaufforstung des Landes annahm. 

Húsavík © OEAMTC

Húsavík

Wer es sich zeitlich erlauben kann sollte zwischen Egilsstaðir und Mývatn einen Abstecher nach Húsavík machen und dafür einen zusätzlichen Tag einplanen. Húsavík ist ein hübsches kleines Fischerdorf, das vor allem als perfekter Ausgangspunkt für Wal- und Delfinbeobachtungen bekannt ist. Mehrmals täglich bieten hier unterschiedliche Organisationen Walbeobachtungsfahrten vor der Küste von Húsavík an. Wer sich die Wale nicht nur anschauen, sondern etwas mehr über sie erfahren möchte, sollte sich das Walmuseum in der Nähe des Hafens nicht entgehen lassen. Auf dem Weg nach Húsavík kommt man außerdem am imposanten Wasserfall Dettifoss und an der hufeisenförmigen Schlucht Ásbyrgi vorbei. 

Mývatn © OEAMTC

Mývatn

Ob mit oder ohne Abstecher, kommt man schlussendlich in die lieblich grüne Landschaft rund um den Mývatn. So schön der See anzusehen ist, macht er seinem Namen "Mückensee" vor allem im Sommer alle Ehre - man tut also gut daran, sich dementsprechend vorzubereiten. Je nach Lust und Laune empfiehlt sich abends noch ein Besuch des nahgelegenen Mývatn Nature Bath. In dem Geothermalen Solebecken mitten im Schwefelgebiet lässt sich wunderbar entspannen und dabei ein toller Ausblick auf die Region genießen.      

Tag 7

Mývatn Region

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der vulkanischen Aktivitäten des Landes. In der Region rund um den Mývatn ist sie in verschiedenen Erscheinungsformen noch immer allgegenwärtig. Ob erkaltete Lavafelder, heiße Quellen, brodelnde Schlammtöpfe oder imposante Energiegewinnung - hier dreht sich alles um die heiße Urgewalt der Natur. Diese beeindruckenden Naturschauplätze blieben auch von der Filmindustrie nicht unbemerkt: Wer die weltberühmte Serie "Game of Thrones" kennt, wird sich hier an einige Szenen erinnern können.

  • Entfernung: ~ 55 km
  • Fahrtzeit: ~ 1.20 h
Grjótagjá © OEAMTC

Grjótagjá

Grjótagjá, auf deutsch "Felsspalte", ist eine kleine, mit tiefblauem Wasser gespeiste Höhle. Das Besondere an dieser Grotte: Sie befindet sich über einem unterirdischen Lavastrom, der das Wasser je nach geothermaler Aktivität auf über 60°C erhitzt. Aufgrund der derzeit hohen Temperaturen ist es leider verboten, hier ein Bad zu nehmen -  ein Besuch lohnt sich aber dennoch. Für Game of Thrones Fans sei gesagt: Dies ist der Drehort der berühmten Liebesszene zwischen Jon Snow und Ygritte.

Námaskarð © OEAMTC

Námaskarð

Das dampfende und stark nach Schwefel riechende Solfatarenfeld Námaskarð befindet sich nur wenige Kilometer abseits des Sees. Am Fuß des emporragenden Berges Námafjall findet man hier unzählige brodelnde Schlammtöpfe, die man entlang abgesteckter Pfade genauer betrachten kann. Je näher man an die rauchenden Dampfbecken kommt, desto stärker wird der beißende Schwefelgeruch, den man so schnell nicht mehr vergisst. Den Gipfel des Namafjall erreicht man über einen kleinen, teilweise recht steilen Pfad. Oben angekommen hat man eine herrliche Aussicht auf die umliegende Region. Der Blick hinunter auf die wilden Dampfsäulen bestätigt ein wiederkehrendes Gefühl in Island: diese Insel lebt!

Víti © OEAMTC

Víti

In der Nachbarschaft befindet sich der vulkanische See Víti, der mit einem Durchmesser von 320 Metern und einer Tiefe von etwa 33 Metern einen beeindruckenden Anblick bietet. Übersetzt bedeutete Víti "Hölle" - man kann also bereits erahnen, wie der Krater zu seinem Namen gekommen ist. Zu Beginn der circa fünfjährigen Ausbruchsserie des isländischen Zentralvulkans Krafla kam es an dieser Stelle zu einer riesigen Dampfexplosion, die den Krater formte. Die Magmakammer des Krafla liegt hier in etwa 3000 Meter Tiefe und ist immer noch aktiv. Seit 1975 wird die enorme, geothermale Energie durch das nahegelegene Kraftwerk Kröflustöð erschlossen. Im Besucherzentrum des Kraftwerks kann man sich über die Energiegewinnung und auch die Hindernisse bei der Inbetriebnahme der Turbinen genauer informieren. Wer einmal etwas Außergewöhnliches machen möchte: Unterhalb des Kraftwerks, gleich neben der Straße, ist eine kleine Outdoor-Dusche aufgestellt, die selbst bei frostigen Temperaturen wohlig warmes Wasser bereitstellt - gespeist aus dem thermalen Fluss nebenan.

Hverfjall © OEAMTC

Hverfjall

Der Tuffring Hverfjall verdankt sein heutiges Erscheinungsbild der Urgewalt der Natur. Vor etwa 2500 Jahren stieß das heiße Magma des Krafla-Vulkansystems auf Grundwasser und löste gewaltige Dampfexplosionen aus. Die dabei entstandenen Lavapartikel (Tuff) rieselten am Rande der mächtigen Wasserdampfsäule hinab und bildeten den fast einen Kilometer breiten Ring. Ein schmaler Wanderweg führt auf den Tuffring hinauf und einmal um den Krater herum. Auch wenn der Höhenunterschied nur knapp 150 Meter beträgt, bläst hier teilweise ein starker Wind, auf den man sich kleidungstechnisch vorbereiten sollte. Auf der Hälfte des Weges führt ein abgesteckter Pfad hinunter zu den Lavafeldern von Dimmuborgir.

Dimmuborgir © OEAMTC

Dimmuborgir

Das weitläufige Lavafeld Dimmuborgir stellt die Überreste eines kollabierten Lavasees dar und ist vor über 2300 Jahren entstanden. Durch die Eruption der Kraterreihen Þrengslaborgir und Lúdentsborgir sammelte sich die ausströmende Lava über einem See, der sich damals an der heutigen Stelle des Lavafeldes befand. Der entstandene Wasserdampf stieg durch enorme Schlote an die Oberfläche, die nach dem Erkalten noch heute in den Felsformationen zu erkennen sind. Durch den Dschungel aus Lavafelsen führen gut markierte Wanderwege. Auf dem Weg sieht man immer wieder Formationen, die an Ruinen von Burgen und Türmen erinnern - da wundert es nicht, dass dieser Ort in der isländischen Mythologie als Unterkunft von Elfen und Trollen gesehen wird. 

Mývatn © OEAMTC

Mývatn

Auch der See selbst lockt mit vielen schönen Spaziermöglichkeiten im Grünen. Wer noch eine kleine Herausforderung sucht, kann sich der Wanderung auf den Vindbelgjarfjall annehmen. Vom Ausgangspunkt nahe des Bauernhofes Vagnbrekka folgt man etwa 45 Minuten einem gut markierten Wanderweg. Ganz oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Region. 

Tag 8

Von Mývatn nach Vatnsnes

Am achten Tag der Rundreise führt die Strecke vorbei am beeindruckenden Wasserfall Goðafoss zur drittgrößten Stadt Islands. In Akureyri kann man nach den vielen landschaftlichen Eindrücken fast schon wieder Großstadtluft schnuppern, bevor es weiter zur wunderschönen Halbinsel Vatnsnes geht. Wem die knapp 400 Kilometer lange Strecke zu anstrengend für einen Tag ist, kann auch einen Zwischenhalt in der Küstenstadt Sauðárkrókur einlegen und den Rest des Weges am nächsten Tag fortsetzen.

  • Entfernung: ~ 400 km
  • Fahrtzeit: ~ 7.20 h
Goðafoss © OEAMTC

Goðafoss

Der Goðafoss gehört zu einem der bekanntesten Wasserfälle Islands. Unweit der Ringstraße stürzt der Fluss Skjálfandafljót in einer Breite von über 150 Metern in die Tiefe. Der Anblick lädt zu einer Rast ein und bietet ein wunderschönes Fotomotiv. Folgt man dem Fluss bis zur Straße, bekommt man eine weitere Stromschnelle und einige Basaltsäulen zu sehen. Den Namen "Götterwasserfall" verdankt dieser Ort einer isländischen Sage: Nach der Übernahme des Christentums als Staatsreligion im Jahr 1000 sollen die letzten heidnischen Götterbilder der Insel den Wasserfall hinuntergeworfen worden sein. 

Akureyri © OEAMTC

Akureyri

Akureyri, auch "Perle des Nordens" genannt, ist die drittgrößte Stadt Islands. Hier finden sich viele bunte Häuser und nette Läden, die zu einem Stadtbummel einladen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt sollte man beim botanischen Garten vorbeischauen und weiter zur Akureyrarkirkja gehen. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und auf den Fjord Eyjafjördur.

Vatnsnes © OEAMTC

Vatnsnes

Für den Besuch der kleinen Halbinsel muss man die geteerte Ringstraße verlassen und sich auf einer geschotterten Straße den Weg um die Insel bahnen. Begleitet von Wasser zur linken und hügeligen Wiesen zur rechten Seite fährt man durch die einsame Landschaft. Immer wieder kreuzen Schafe die Fahrbahn, ab und zu sieht man kleine Gehöfte entlang des Weges. An einigen Stellen hat man die Möglichkeit das Auto abzustellen und die Küstenlinien zu Fuß zu erkunden, mit etwas Glück kann man dabei Seehunde im Wasser oder am Strand beobachten - neben dem Felsen Hvítserkur ist die Halbinsel nämlich vor allem für seine große Seehundpopulation bekannt. 

Hvítserkur © OEAMTC

Hvítserkur

Nördlich von Ósar befindet sich die berühmte Basaltformation Hvítserkur. Mit seinen 15 Metern Höhe ist der imposante Felsen schon von weiter Ferne zu erkennen. Entlang des pechschwarzen Strandes kommt man ihm, je nach Wasser- und Wetterlage, aber ganz nah. Ob man nun glaubt, dass der Felsen vulkanischen Ursprungs oder, wie es eine isländische Sage beschreibt, ein versteinerter Toll ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Tag 9

Von Vatnsnes nach Snæfellsnes

Auf dem Weg Richtung Westküste kommt man an jener Straße vorbei, die in die kurvigen und einzigartigen Landschaften der Westfjorde führt. Wer noch ein oder zwei Tage übrig hat, sollte sich diesen Abstecher nicht entgehen lassen und die Reise bis nach Ísafjörður ausdehnen. Wenn die Zeit knapp wird geht es weiter nach Snæfellsnes. Die Halbinsel ist auch als Miniatur-Island bekannt, da hier viele verschiedene typisch isländische Sehenswürdigkeiten ganz nah beieinander liegen. Man findet sowohl einen Vulkan, Gletscher, Lavafelder und Krater, als auch Wasserfälle, schwarze Strände, imposante Berge und malerische Fischerdörfer. 

  • Entfernung: ~ 290 km
  • Fahrtzeit: ~ 6.40 h
Stykkishólmur © OEAMTC

Stykkishólmur

Stykkishólmur ist ein malerisches kleines Fischerdorf im Norden der Halbinsel. Vom Hafen führt ein schmaler Weg zum Leuchtturm, der über dem Ort thront und einen tollen Ausblick über das Meer und die angrenzende Umgebung bietet. Von Stykkishólmur fahren Fähren auf die gegenüberliegenden Landzüge der Westfjorde. Auf der Fahrt kommt man an vielen kleinen, meist unbewohnten, Inseln vorbei, bis man nach etwa 2 1/2 Stunden in Brjanslaekur ankommt. Dieser kleine Abstecher erfordert allerdings einen zusätzlichen Tag.

Bjarnarhöfn © OEAMTC

Bjarnarhöfn

Im Haifischmuseum in Bjarnarhöfn kann man einer Besonderheit Islands auf den Grund gehen: dem traditionellen Gericht Hákarl, dessen Hauptbestandteil fermentiertes Fleisch des Grönlandhais ist. Im Museum erfährt man allerhand Wissenswertes über die Lebensweise des Grönlandhais, den Ursprung des Gerichts und den Fermentierungsprozess. Auf dem Gelände des Museums hat man die Möglichkeit, sich das abgehangene Haifischfleisch genauer anzuschauen, kleine Kostproben inkludiert. Eines sei jedoch gesagt: Geruchs- und geschmacksempfindliche BesucherInnen müssen hier besonders stark sein. 

Kirkjufellsfoss © OEAMTC

Kirkjufellsfoss

Auf der Halbinsel Snæfellsnes befindet sich eines der bekanntesten Fotomotive der Insel: Kirkjufell & Kirkjufellsfoss. Auch wenn der Wasserfall von der Straße aus eher unscheinbar wirkt, ergeben sich bei einem kleinen Rundgang wunderschöne Bilder - vor allem mit dem Kirkjufell im Hintergrund.

Djúpalónssandur © OEAMTC

Djúpalónssandur

Etwa 10 Kilometer vor Ansastrapi befindet sich der pechschwarze Strand Djúpalónssandur. Gesäumt von bizarren Lavaformationen führt ein kleiner Weg hinunter zu den "Perlen von Djúpalón" - damit sind die kleinen, glattgeschliffenen Kiesel gemeint, die den Strand so besonders machen. Zu seiner heutigen Erscheinung ist der Strand durch einen Vulkanausbruch des Snæfellsjökull gekommen, der mit seiner eisbedeckten Spitze im Hintergrund thront. Vorbei an alten, rostigen Wrackteilen eines Schiffes, das hier im Jahr 1948 strandete, führt ein etwa 1 Kilometer langer Weg zum Strand von Dritvik. Der Pfad leitet durch ein bizarr anmutendes, verwinkeltes Lavafeld. Mit Blick auf das Meer kann man die meist gewaltige Brandung der rauen See bewundern. In Dritvik wartet dann eine ganz besondere Herausforderung: Bei den sogenannten Kraftprobesteinen kann man testen, ob man ein "Ganzstarker" oder doch eher ein "Schwächling" ist. Vor vielen Jahren war das die Bewährungsprobe für Männer, die sich einen Platz im Fischerboot sichern wollten. 

Rauðfeldsgjá © OEAMTC

Rauðfeldsgjá

Kurz nachdem man den Snæfellsjökull hinter sich gelassen hat, taucht auf der linken Straßenseite eine Abzweigung zur Höhle Rauðfeldsgjá auf. Über einen kurzen Weg erreicht man die schmale Felsspalte - mit wasserfesten Schuhen kann man die Höhle auch von Innen betrachtet und dem Wasserlauf aufwärts folgen. Den Namen verdankt die Höhle einer tragischen Geschichte, die in den Sagen von "Bárðar saga Snæfellsáss" vorkommt. Bárðr - halb Mensch halb Riese - lebte mit seiner Familie in Djúpalón. Eines Tages, als seine Tochter Helga mit ihren Cousins Rauðfeldsgjá und Sölvi spielte, stieß Rauðfeldsgjá sie auf einen Eisberg, der aufs Meer hinaus trieb. Wutentbrannt über den Vorfall packte sich Bárðr seine Neffen und warf Rauðfeldsgjá in die nach ihm benannte Schlucht. Auch den anderen Bruder ereilte ein ähnliches Schicksal: Bárðr stieß ihn eine Klippe hinunter, die heute unter dem Namen Sölvahamar bekannt ist. Wer sich bei der Geschichte fragt, was aus Helga geworden ist dürfte überrascht werden: Sie trieb auf dem Eisberg unversehrt bis nach Grönland und gründete dort eine eigene Familie. 

Tag 10

Von Snæfellsnes nach Haukadalur

Der nächste Tag führt weiter zum Golden Circle, bestehend aus Pingvellir Nationalpark, dem Geysir-Geothermalgebiet und dem riesigen Wasserfall Gullfoss. Diese Route ist durch die Nähe zu Reykjavík wohl eine der bekanntesten Islands - und leider auch dementsprechend gut besucht. 

  • Entfernung: ~ 280 km
  • Fahrtzeit: ~ 6 h
Þingvellir Nationalpark © OEAMTC

Þingvellir Nationalpark

Der Þingvellir Nationalpark wurde im Jahr 1928 gegründet und ist somit der älteste Nationalpark Islands. Seit 2004 gehört er außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sowohl kulturell als auch geologisch betrachtet zählt der Nationalpark zu einem der bedeutendsten Orte Islands. Bereits um das Jahr 900 wurden hier parlamentarische Versammlungen abgehalten, 1944 dann die Republik Island ausgerufen - noch heute ist der Þingvellir Schauplatz zahlreicher staatlicher Feierlichkeiten. Eine weitere Besonderheit: Er befindet sich in einer Grabenbruchzone, an der die Nordamerikanische und die Eurasische Platte jährlich cirka einen Zentimeter auseinanderdriften. Im Þingvellir Nationalpark gibt es viele schöne Wanderwege, die auch entlang der beiden tektonischen Platten führen.  

Strokkur Geysir © OEAMTC

Strokkur Geysir

Im Heißwassertal Haukadalur befindet sich der Geysir Strokkur. In regelmäßigen Abständen von ungefähr 10 Minuten schießt eine Dampf- und Wassersäule hier bis zu 35 Meter in die Höhe - ein wirklich beeindruckendes Schauspiel! Direkt neben dem Strokkur befindet sich der "Große Geysir", dessen Bezeichnung namensgebend für Geysire war. Auf einen Ausbruch des Großen Geysirs selbst sollte man allerdings nicht warten - das geschieht nur noch etwa alle 10 Jahre.

Gullfoss © OEAMTC

Gullfoss

Nur wenige Kilometer vom Strokkur entfernt donnern etwa 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Gullfoss hinunter. Der Wasserfall des Flusses Hvítá erstreckt sich über zwei Stufen, die fast rechtwinkelig zueinander stehen. Auf einigen gut ausgebauten Wegen und Aussichtsplattformen kann man den Wasserfall aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und sich von den tosenden Wassermassen beeindrucken lassen. 

Tag 11

Von Haukadalur nach Reykjavík

Am letzten Tag der Rundreise durch das geheimnisvolle Island steht die Hauptstadt Reykjavík auf dem Programm. Die nördlichste Metropole der Welt ist vor allem für ihre aufstrebende Kunst- und Kulturszene bekannt - hat aber auch historische Attraktionen zu bieten. 

  • Entfernung: ~ 170 km
  • Fahrtzeit: ~ 3.20 h
Reykjavík © OEAMTC

Reykjavík

Die Hauptstadt der Insel ist mit etwa 120.000 Einwohnern die größte Stadt Islands und gleichzeitig die nördlichste Hauptstadt der Welt. Der Name bedeutet übersetzt "Rauchbucht" und ist vermutlich auf die Dämpfe der heißen Quellen in der Umgebung zurückzuführen. Auch wenn Reykjavík eher klein und beschaulich erscheint, sind hier eine Vielzahl von kulturellen Attraktionen zu finden. Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann man beispielsweise das Konzerthaus Harpa am Hafen besichtigen, den imposanten Turm der Kirche Hallgrímskirkja bewundern oder ein Foto von Islands berühmtem Wahrzeichen Sólfarið machen. Historisch Interessierte können sich im National Museum of Iceland oder im Árbær Freilichtmuseum über die Geschichte und das Leben in Island informieren. Wer sich in die Kunst- und Kulturszene der Stadt stürzen möchte sollte die Así Art Gallery oder das Ásmundarsafn besuchen. Was natürlich auch nicht fehlen darf: einfach drauf losgehen und die Stadt auf eigene Faust entdecken. Unbedingt auf die To Do Liste in Reykjavík gehört auch der Genuss eines echten isländischen Hot Dogs. Erkundigt man sich bei den Einheimischen, so soll es den besten bei Bæjarins Beztu Pylsur in der Nähe des Hafens geben. 

Abflug © OEAMTC

Abflug

Nachdem zu guter Letzt nun auch die Hauptstadt Islands erkundet wurde geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt der Rundreise. Nach fast zwei unvergesslichen Wochen auf der geheimnisvollen Insel im Atlantik fällt der Abschied schwer - es würde einfach noch so viel zu entdecken geben. Doch die meisten, die die Heimreise antreten, sind sich sicher: es wird kein Abschied für immer sein!

Hilfreiche Infos

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