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Mercedes-Benz G-Klasse – Probleme mit dem Distronic Plus

Möglicherweise kann es zu Problemen mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) kommen.

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Mercedes G-Klasse © ÖAMTC

Betroffen von der Rückrufaktion sind 134 Mercedes-Benz Fahrzeuge mit Distronic Plus in Österreich. Betroffen sind Modelle aus der G-Klasse (BR 463) hergestellt im Zeitraum von Januar 2015 bis Oktober 2017.

Eine Sprecherin von Mercedes-Benz teilte dem ÖAMTC auf Anfrage mit, dass eine Fehlfunktion in der Software des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) auftreten könnte. Sollte die Kommunikation zwischen DISTRONIC PLUS und ESP im Fahrbetrieb mit aktivierter DISTRONIC PLUS ausfallen (z.B. durch eine CAN-Störung), würde während des Kommunikationsausfalls das aktuell angeforderte Antriebsmoment des Motors beibehalten werden. Das Fahrzeug würde unabhängig von Fahrgeschwindigkeit, Fahrsituation oder Betätigung der Bremse weiterhin mit dem vorliegenden Antriebsmoment des Motors angetrieben werden. Das Fahrzeug kann jederzeit durch Bremsen oder Einlegen der Getriebestufe N zum Stillstand gebracht werden. Abhängig vom vorliegenden Antriebsmoment könnte jedoch eine deutlich erhöhte Bremskrafteinwirkung erforderlich sein. In Folge könnte sich der Brems- bzw. Anhalteweg verlängern.

Im Rahmen der Rückrufaktion wird bei den betroffenen Fahrzeugen ein Softwareupdate des ESP durchgeführt. Die dafür veranschlagte Arbeitszeit beläuft sich laut Angabe des Sprechers auf zirka 30 Minuten in der Fachwerkstatt.

Die Kunden der betroffenen Fahrzeuge wurden über den österreichischen Versicherungsverband schriftlich verständigt. Die Rückrufaktion startete im November 2017. Es sind in diesem Zusammenhang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt.

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