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ÖAMTC: Klimaziele können sich nur mit Technologieoffenheit ausgehen

Beschluss des EU-Parlaments zum Verbrenner-Verbot wird bald zu revidieren sein

Elektromobilität ist unzweifelhaft ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität im Straßenverkehr. Gleichzeitig hat der ÖAMTC immer wieder darauf hingewiesen, dass es, um die ehrgeizigen CO2-Ziele zu erreichen, nicht ausreichen wird, lediglich auf eine einzige Technologie zu setzen. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, hält dazu fest: "Derzeit sind in Österreich rund 5,1 Millionen Pkw zugelassen, davon knapp 86.000 Elektroautos. Deren Anzahl müsste bis 2030 auf rund 2,5 Millionen steigen, um das europäische CO2-Einsparungsziel von 55 Prozent zu erreichen. Davon sind aber selbst die optimistischsten Prognosen weit entfernt."

Für den ÖAMTC ist es daher unumgänglich, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Klimaziele zu erreichen. "Dazu bedarf es eines Bündels an Maßnahmen, etwa auch den massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Gleichzeitig hätten wir über nachhaltig erzeugte Kraftstoffe, insbesondere synthetische E-Fuels, eine Möglichkeit, die Bestandsflotte weitgehend CO2-neutral zu betreiben", erklärt Wiesinger.

"Leider haben sich die Abgeordneten im Europäischen Parlament heute gegen diesen vielversprechenden Weg entschieden. Mit dem beschlossenen Verbrenner-Verbot wurde die Möglichkeit, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig die individuelle Mobilität zu erhalten, vorerst vertan”, so Wiesinger. “Es ist zu erwarten, dass dieser Entschluss in den kommenden Jahren revidiert werden muss. Denn ohne praktikable technische Alternativen könnten Benzin- und Diesel-Fahrer:innen nur über Preiserhöhungen zum Verzicht auf ihr Auto gezwungen werden. Damit würde man bereits 2030 fast ein Drittel der Österreicher:innen von individueller Mobilität ausschließen. Es ist schwer vorstellbar, dass diese das reaktionslos hinnehmen."

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