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Ein Auto ist kein Spielplatz

Im Vorjahr fünf Unfälle mit Personenschaden von Pkw-"Lenkern" unter 14 Jahren

Einmal kurz die Kinder im Auto warten lassen, den Autoschlüssel als Spielzeug in Kinderhände geben oder den Nachwuchs am Schoß mitfahren lassen. "Was für Kinder oft unterhaltsam ist, birgt dennoch Gefahren", stellt ÖAMTC Verkehrspsychologin Marion Seidenberger fest. Allein im Vorjahr wurden fünf Personen bei Unfällen verletzt, die von "Lenkern" unter 14 Jahren verursacht wurden, seit 2012 waren es 22. "Ein Auto ist kein Spielzeug und kein Spielplatz. Sobald Kinder die Möglichkeit haben, drücken sie an Armaturknöpfen und Schaltern, treten auf die Pedale, betätigen die Hupe oder schaffen es gelegentlich auch, die Handbremse zu lösen – oft mit gefährlichen Folgen", so Seidenberger. Die Verkehrspsychologin des Mobilitätsclubs gibt wichtige Tipps zur Vermeidung von folgenschweren Unfällen.

  • Kinder nie alleine im Auto lassen. "Auch wenn es einfacher wäre, das Kind kurz im Auto weiter schlafen zu lassen, als es aufzuwecken und zum Einkauf mitzunehmen – ist das Risiko, dass etwas passieren kann nicht auszuschließen", so Seidenberger. Kinder probieren selbst gerne Dinge aus, sei es aus Angst alleingelassen worden zu sein und raus zu wollen oder aus bloßer Neugier. "Rasch können entscheidende Knöpfe, Griffe und Pedale betätigt werden, sodass das Fahrzeug ins Rollen kommt", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.
  • Achtung bei Keyless-Systemen. Das sind Systeme, bei denen man Autos starten kann, ohne den Schlüssel in ein Zündschloss zu stecken. "Viele Lenker legen den Schlüssel im Bereich der Mittelkonsole ab oder lassen ihn in der Hostentasche. Leider kann dann rasch der Wagen gestartet werden, sogar wenn der  Elternteil unweit am Gehsteig tratschend steht oder mit dem Ausladen des Einkaufs beschäftigt ist", berichtet die Verkehrspsychologin. Deshalb rät sie hier zu besonderer Vorsicht.
  • Kindern nicht den Autoschlüssel zum Spielen geben. "Autoschlüssel sind besonders beliebte Spielgegenstände – das birgt aber auch Gefahren. Kinder könnten sich selbst einsperren, den Schlüssel verlieren oder sogar das Auto starten.
  • Den Wagen beim Parken immer sichern und kontrollieren, ob alle ausgestiegen sind. "Hat man das Auto abgestellt, sollte man einen Gang einlegen, die Handbremse ziehen sowie Fenster und Türen verschließen", rät Seidenberger. Offene Fenster oder Türen könnten für abenteuerlustige Kinder als Erkundungs-Einladung interpretiert und als Langeweile-Killer empfunden werden.
  • Jugendliche über Gefahren und Konsequenzen aufklären. Immer wieder kommt es zu Unfällen, in die junge Lenker ohne Führerschein involviert sind. "Eltern sollten interessierten Jugendlichen vor allem vermitteln, dass Autofahren kein Kinderspiel ist, es ein Mindestalter gibt und hohe Verantwortung sowie eine eigene Ausbildung notwendig ist. Sinnvoll ist es, mit ihnen gemeinsam einen Plan zu erstellen, ab wann sie ihre Führerscheinausbildung starten können (Moped, L17)", rät die ÖAMTC Verkehrspsychologin.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
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