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Kuba: Reiseeinschränkungen durch Energiekrise

Die Energiekrise hat Kuba fest im Griff. Für Reisende bedeutet das Einschränkungen im Verkehr und der Grundversorgung. Das BMEIA hat die Sicherheitsstufe auf 3 erhöht.

Zapfsäule einer Treibstoff-Tankstelle mit vier Zapfhähnen, zwei in gelb und zwei in grün.
© Pixabay
Tankstelle (RMS)

Energiekrise legt Kuba lahm

Kuba leidet aktuell unter einer schweren Energiekrise. Aufgrund der US-Sanktionen sind Treibstoffe nur schwer bzw. vielerorts gar nicht mehr erhältlich. Die Folgen sind unter anderem starke Einschränkungen im öffentlichen Verkehr, der medizinischen Versorgung sowie Stromausfälle und die daraus resultierende Beeinträchtigung der Wasser-, Geld- und Internetversorgung.

Flughäfen schließen wegen Kerosinmangel

Auch der Flugverkehr ist von der Energiekrise betroffen, da nicht ausreichend Kerosin zur Verfügung steht, um Maschinen wieder aufzutanken. Flugzeuge müssen deshalb auf andere Orte, wie zum Beispiel die Dominikanische Republik, ausweichen. Die ersten kubanischen Flughäfen haben ihren Betrieb aufgrund des Kerosinmangels bereits komplett stillgelegt und Airlines, wie z. B. Air Canada, planen nach letzten Rückholflügen alle Linienflüge nach Kuba auszusetzen.

Grundversorgung ebenfalls betroffen

Neben den Einschränkungen im Flugbetrieb ist auch die Grundversorgung der Bevölkerung nicht gewährleistet. Es kommt immer wieder zu Stromausfällen, wodurch nicht nur Straßenbeleuchtungen, Ampeln und Bankomaten ausfallen, sondern auch Kommunikations- und Sicherheitssysteme nicht aufrechterhalten werden können. Die Energiekrise hat auch starken Einfluss auf die medizinische Versorgung des Landes: Erste Krankenhäuser haben ihren Betrieb bereits stark eingeschränkt, auch Medikamente sind mittlerweile Mangelware.

Was bedeutet das für Reisende?

Das Bundesministerium für internationale Angelegenheiten rät mittlerweile von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab. Reisenden, die einen Aufenthalt in Kuba geplant haben, wird empfohlen, sich vor der Reise rechtzeitig über die aktuelle Situation beim österreichischen Außenministerium zu informieren und ihren Reiseveranstalter zu kontaktieren.

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