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DruckenBelgien: Fünftägiger Bahnstreik legt Verkehr lahm
Reisende nach und in Belgien müssen derzeit mit erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr rechnen.
Neben Bahn auch Busse betroffen
Seit Sonntag, 25. Jänner, sorgt ein fünftägiger Bahnstreik für Zugausfälle und Verspätungen. Noch bis Freitag, 30. Jänner, 22:00 Uhr, legen die Eisenbahner und auch Busfahrer die Arbeit nieder. Betroffen ist vor allem der Süden des Landes.
Auch nach dem Streikende wird es noch dauern, bis die Züge und Busse wieder planmäßig verkehren. Reisende sollten sich daher vor Reiseantritt über Zugausfälle, Beeinträchtigungen auf ihrer Strecke und alternative Reisemöglichkeiten informieren. Die Webseiten der Transportunternehmen SNCB (Bahn) und Transport En Commun (Bus) bieten Informationen auch auf Deutsch.
Die Vertreter der Eisenbahner kritisieren eine zunehmende Verschlechterung des öffentlichen Dienstes und lehnen den Gesetzesentwurf zur Reform der belgischen Eisenbahn entschieden ab.
Auswirkungen auf internationalen Bahnverkehr
Zu spüren bekommt den Streik in Belgien auch die Deutsche Bahn. Betroffen sind im Fernverkehr vor allem folgende Verbindungen:
- ICE-Züge zwischen Brüssel - Köln - Frankfurt und
- Night-Jet-Züge (NJ) zwischen Brüssel - Aachen - München - Salzburg - Wien
Reisende, deren Zugverbindung in den Streikzeitraum fällt, sollten sich vor Fahrtantritt bei der Deutschen Bahn erkundigen, ob ihre Verbindung weiter bestehen bleibt.
Generalstreik am Freitag, 30. Jänner
Noch mehr Ungemach droht am Freitag, 30. Jänner. An diesem Tag haben die Gewerkschaften zu einem groß angelegten Generalstreik im ganzen Land aufgerufen, an dem sich alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst beteiligen sollen. In Brüssel und Antwerpen sind zudem Großdemonstrationen geplant. Auch Autofahrende müssen sich auf Behinderungen und Staus vor allem in den Innenstädten einstellen. Durch den anhaltenden Bahn- und Busstreik wird es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen.
Flugverkehr
Für den Flugverkehr sind bislang keine Einschränkungen bekannt. Anders als bei früheren Generalstreiks dürfte sich das Sicherheits- und Bodenpersonal an den Flughäfen nicht an dem für Freitag geplanten Streik beteiligen. Auch Flugreisende sollten allerdings bedenken, dass sie für die An- und Abreise zum oder vom Flughafen durch den Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs mehr Zeit benötigen werden.
Quelle: ADAC