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Vorschriften & Strafen

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IG-Luft: Abgasplaketten-Verordnung - Fahrverbote für LKW

Alle wichtigen Informationen zur österreichischen IG-L Abgasplakette, bisherige und zukünftige Lkw-Fahrverbote in Österreich

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Bisherige und zukünftige Lkw-Fahrverbote in Österreich

Fahrverbote für Lastkraftwagen mit Abgasklasse "Euro 1" und schlechter bestehen bereits in ganz Wien und den Gemeinden des östlichen Niederösterreich sowie Teilen des Burgenlandes.

Mit 1. Jänner 2016 hat sich das Verbot in Wien und NÖ verschärft: Seither sind auch Lkw der Abgasklasse "Euro 2" vom Fahrverbot umfasst. Zuletzt hat das Burgenland Fahrverbote verordnet, die schrittweise in Kraft treten werden.

In weiten Bereichen der Steiermark gilt ein Fahrverbot bis einschließlich Abgasklasse "Euro 2" – allerdings erst ab 7,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht.

Download: Übersichtsgrafik der betroffenen Gebiete.

Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen

Wien 
Entsprechend dem IG-L-Maßnahmenkatalog 2005, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 52/2013
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen:
Alle Lkw, unabhängig vom Fahrzeuggewicht - auch Kleintransporter, Geländewagen, Fiskal-Lkw ... wenn sie als Lkw ( N1, N2 und N3) zugelassen sind.

  • Abgasklasse EURO 2 und schlechter: seit 01.01.2016

Niederösterreich
Entsprechend dem LGBl. 8103/1-0, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 31/2015
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen:
Alle Fahrzeuge der Klasse N, unabhängig vom Fahrzeuggewicht - auch Kleintransporter, Geländewagen, Fiskal-Lkw... wenn sie als Lkw (N1, N2 oder N3) zugelassen sind.

  • Abgasklasse EURO 2 und schlechter: seit 01.01.2016

Oberösterreich
Entsprechend dem LGBl. Nr. 2/2015, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 87/2015.
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen:

Alle Fahrzeuge der Klasse N2 und N3 (Lkw mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t).

  • Abgasklasse EURO 2 und schlechter: seit 01.07.2016

Steiermark
Entsprechend dem LGBl. Nr. 2/2012, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 116/2014.
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen:
Lkw ab 7,5 Tonnen, also Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen.

  • Abgasklasse EURO 2 und schlechter.

Burgenland
Entsprechend dem LGBl Nr. 2/2017.
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen: 
Lkw, Sattelkraft- und Sattelzugfahrzeuge.

  • Abgasklasse schlechter als EURO 1 seit 21.01.2017 (bzw. ein Jahr später, wenn das Kfz vor dem 01.11.2016 auf das jeweilige Unternehmen zugelassen war und nicht vor dem 21.01.2017 bereits ein Fahrverbot bestanden hat) 
  • Abgasklasse EURO 1 und schlechter: ab 01.10.2017 (bzw. drei Jahre später, wenn das Kfz vor dem 01.11.2016 auf das jeweilige Unternehmen zugelassen war)
  • Abgasklasse EURO 2 und schlechter: ab 01.10.2018 (bzw. drei Jahre später, wenn das Kfz vor dem 01.11.2016 auf das jeweilige Unternehmen zugelassen war)

Ist die Kennzeichnung mittels Abgasklassenplaketten erforderlich, gilt diese Pflicht ab dem 01.10.2017.

Tirol
Entsprechend dem LGBl. Nr.44/2016.
Folgende Fahrzeuge sind vom Fahrverbot betroffen:
Lkw ab 7,5 Tonnen, also Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen – abhängig vom transportierten Gut.
Abgasklasse EURO 5 und schlechter.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Tiroler Landesregierung.

Ausgabe der IG-L Abgasplaketten

Erhältlich ist die Plakette bei Werkstätten, Kfz-Prüfstellen und vielen ÖAMTC-Stützpunkten.

  • Bei den ÖAMTC-Stützpunkten beträgt der Preis 26 Euro.

Fahrzeuge bis einschließlich 3,5 Tonnen Gesamtgewicht müssen vorgeführt werden, bei schwereren Fahrzeugen kann die Plakette auch zugesandt werden. Für eine problemlose und richtige Einstufung der Abgasklasse ist die Vorlage sämtlicher abgasrelevanter Zulassungsdaten nötig.

Strafen

Wird man ohne oder mit falscher Plakette erwischt oder verstößt man gegen das Fahrverbot, drohen Strafen bis zu 2.180 Euro.

Links & Downloads zum Thema

  • ÖAMTC Stützpunkte, an denen die Abgasklassen-Kennzeichnungsplaketten ausgegeben werden.

Ausnahmen und Ausnahmebewilligungen

Zeitlich befristete Ausnahmebewilligung für Fahrten durch das Sanierungsgebiet (im überwiegend öffentlichem Interesse und wenn anders nicht möglich) können bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft beantragt werden.

Ausnahmebewilligungen dürfen nur von den zuständigen Behörden ausgestellt werden. Fahrzeuge, für die eine individuelle Ausnahmebewilligung erteilt wurde, benötigen eine IG-L-Kennzeichnung, die von den zuständigen Behörden ausgegeben wird.

Generelle, österreichweit gültige Ausnahmen nach dem IG-L (Auszug):

  • Einsatzfahrzeuge, Fahrzeuge im öffentlichen Dienst
  • Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft
  • Fahrzeuge, für deren Benützung im Sanierungsgebiet ein im Einzelfall zu prüfendes überwiegendes öffentliches Interesse besteht
  • Lkw bis 12t mit Euro-1-Motor (oder besser), die im Werkverkehr im Sanierungsgebiet durch Unternehmer verwendet werden, deren gesamte Lastkraftwagenflotte maximal 4 Lkw umfasst
  • Bestimmte Fahrzeuge zum Flugplatzbetrieb

Zuständige Behörden

Wien
Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46)
1120 Wien, Niederhofstraße 21-23
Tel: +43 (1) 81114-0, Fax: +43 (1) 81114-9992637

Niederösterreich
Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung Umwelt- und Energierecht
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16
Tel: +43 (2742) 9005-15202; 15207, Fax: +43 (2742) 9005-15280

Oberösterreich 
Bezirkshauptmannschaft Linz-Land
4020 Linz, Kärntnerstraße 16
Tel: +43 (732) 69 414-0, Fax: +43 (732) 69 414-663 99

Steiermark
Amt der Steiermärkischen Landesregierung - Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik
8010 Graz, Landhausgasse 7
Tel: +43 (316) 877-4166, Fax: +43 (316) 877-4569

Burgenland
Amt der Burgenländischen Landesregierung – Abteilung 4 Ländliche Entwicklung, Agrarwesen und Naturschutz 
Europaplatz 1
7000 Eisenstadt
Telefon: 057-600/2818
Fax: 057-600/2817

ÖAMTC-Kritik an Regelung für Besitzer älterer Lkw

Schwierig wird es für Besitzer älterer Fahrzeuge, die keine Oldtimer sind. Denn auch eine Nachrüstung mit entsprechenden Abgasfiltern wird kaum dazu führen, dass man in eine bessere Abgasklasse gelangt. Um die Umweltbelastung durch ältere Fahrzeuge zu begrenzen, wäre eine Kilometerbegrenzung fairer als ein totales Fahrverbot. Schließlich sind insbesondere im privaten und kleingewerblichen Bereich viele solcher Fahrzeuge im Einsatz. Die neuen Bestimmungen bedeuten nicht nur ein Benützungsverbot, sondern machen auch den Verkauf so gut wie unmöglich.

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