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ÖAMTC Pannenhilfe: Wintereinbruch sorgt für Einsatzhoch

Österreichweit 13.565 Einsätze in nur vier Tagen - das entspricht einem Einsatzplus von 70 Prozent.

2102_STOCK_Winter-7961.jpg ÖAMTC
Eiskratzen © ÖAMTC

Der Winter hat Österreich derzeit mit Schnee und klirrender Kälte fest im Griff: Seit Freitagfrüh (1.12.2023) waren die Pannenfahrer:innen des größten Mobilitätsclubs überdurchschnittlich oft im Einsatz: 13.565-mal wurde die Pannenhilfe des ÖAMTC allein in den letzten vier Tagen zu Hilfe gerufen. Große Schneemengen und besonders tiefe Temperaturen sorgten bei den ÖAMTC-Einsätzen für einen rasanten Anstieg von rund 70 Prozent im Vergleich zum ersten Adventswochenende im Vorjahr. Die häufigsten Einsatzgründe waren schwache oder leere Batterien, gefolgt von Motorproblemen und Reifen.

Die ÖAMTC Pannenhilfe erreichen Sie rund um die Uhr unter der Telefonnummer 120.
Sie können Ihre Pannenhilfe aber auch ganz einfach online oder über die ÖAMTC APP auf ihrem Smartphone anfordern.

Katharina Brezina

Leiterin ÖAMTC-Pannendienst für Wien, Niederösterreich und das Burgenland

"Eisige Kälte ist für Lenker:innen eine große Herausforderung – und fordert auch unsere Teams der Pannenhilfe und beim Abschleppdienst ganz besonders. Sehr wichtig: Für eine sichere Fahrt müssen Fahrzeuge ausreichend von Schnee und Eis befreit werden – auch Scheinwerfer, Leuchten und Kennzeichen müssen frei von Schnee und Verschmutzungen sein – und vor allem die unbeeinträchtigte Sicht durch alle Scheiben und Spiegel muss gewährleistet sein, alles andere ist nicht nur sehr gefährlich, sondern auch strafbar."

Tipps gegen typische Winter-Pannen

Batterie-Check

Besonders für die Autobatterie sind Minusgrade eine starke Belastung und nicht wenige Batterien verweigern bei eisigen Temperaturen ihren Dienst. Wenn sich eine Fahrzeugbatterie bereits jetzt merkbar schwer tut beim Starten, sind Probleme bei Minusgraden vorprogrammiert. Eine schwache, aber grundsätzlich intakte Batterie kann man mit einer etwa einstündigen Fahrt über Autobahn oder Landstraßen wieder aufladen – ist sie aber defekt, hilft auch das nichts mehr und sie muss getauscht werden.

Frostschutz

Den Stand der Kühlerflüssigkeit checken und gegebenenfalls Frostschutz nachfüllen. Kühler, Kühlschläuche und im Extremfall der Motor können bei gefrierendem Kühlwasser Schaden nehmen. Der Kühlerfrostschutz muss bis mindestens minus 25 Grad Celsius geeignet sein. Ein ausreichender Frostschutz ist auch in der Scheibenwaschanlage wichtig. Sommer-Konzentrate frieren bei Temperaturen um null Grad ein und können bei sehr tiefen Temperaturen das Reinigungssystem der Waschanlage regelrecht sprengen. Abgesehen von möglichen Schäden am Fahrzeug ist es einfach gefährlich, ohne funktionierende Scheibenwaschanlage mit verschmutzter Windschutzscheibe zu fahren.

Scheibenwischer

Wer sein Fahrzeug in Betrieb nehmen möchte, sollte vor dem Wegfahren ausreichend Zeit einkalkulieren, um das Auto schnee- und eisfrei zu machen. Für eine gute Sicht nach draußen auch die Wischerblätter überprüfen und eventuell erneuern. Ziehen die Wischerblätter Schlieren, hilft das beste Waschmittel nicht. Bei Minusgraden klappt man die Wischer über Nacht am besten auf. So vermeidet man ein Anfrieren und Einreißen der neuen Wischerblätter.

Eiskratzen

Bei vereisten Scheiben hilft am besten der herkömmliche Eiskratzer. Unterstützend kann ein Enteiserspray hilfreich sein. Keinesfalls sollte man heißes Wasser auf die Scheiben schütten – das könnte sie zum Bersten bringen.

Türdichtungen

Gummidichtungen der Türen einfetten, um ein Anfrieren verhindern. Dazu gibt es einfach handhabbare Applikationsstifte im Autozubehörhandel sowie an den ÖAMTC-Stützpunkten.

Schlossenteiser

Gegen zugefrorene Schlösser hilft ein Türschlossenteiser, am besten im Sprühfläschchen. Erhältlich bei Tankstellen, im Fachhandel und an allen ÖAMTC-Dienststellen. "Wichtig ist, dass man das Mittel bei sich und nicht im Auto aufbewahrt, denn dort macht es keinen Sinn", rät Samek.

Autowäsche verschieben

Auf eine Autowäsche sollte man bei Minusgraden verzichten. Türen, Schlösser, Fenster und andere Fahrzeugteile können durch das verbliebene Wasser festfrieren. "Das Auto kann zum Tresor werden", beschreibt Samek.

Motor nicht am Stand laufen lassen

Viele Autofahrer sind der Meinung, ein laufender Motor würde helfen, rascher zu eisfreien Scheiben zu kommen. Dem ist allerdings nicht so. Dieses Verhalten ist uneffektiv, verboten, strafbar und umweltschädlich.

Was tun, wenn der Diesel streikt?

Was Sie tun können, wenn der Diesel aufgrund extremer Kälte nicht anspringt, erfahren Sie HIER.

Vereiste Innenscheiben im Auto

Auslöser und Tipps zur Vermeidung finden Sie HIER

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