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Expertentipps zum Schutz vor Dieben auf der Urlaubsfahrt

Wer seine Urlaubsreise mit dem Auto antritt, sollte sich vor Dieben ganz besonders in Acht nehmen. Wie man es Gaunern so schwer wie möglich macht.

Kraftfahrzeuge stehen nach wie vor auf der Hitliste der Objekte der Begierde von Kriminellen. Im schlimmsten Fall wird das Kfz als Ganzes entwendet. Viele Langfinger lassen sich mit diesen 10 Tipps fernhalten.

Tipp 1

Das Auto muss immer abgeschlossen werden, egal wie weit man weg geht und wie schnell man wieder kommt. "Wer mit Funkfernbedienung abschließt, sollte sich unbedingt vergewissern, dass der Wagen auch wirklich zu ist", rät der ÖAMTC-Experte.

Tipp 2

Bei Pausen auf Tankstellen oder Raststätten gut auf den Autoschlüssel aufpassen. Die Fernbedienung macht es Gaunern leicht, das Fahrzeug auf Knopfdruck zu finden. Bis ein Diebstahl entdeckt wird, kann einige Zeit vergehen. "Hat man kein Satellitenortungsgerät wie den ÖAMTC-Carfinder an Bord, wird es schwierig, das Auto jemals zurückzubekommen", hält Stix fest. Der ÖAMTC-Carfinder kann für 2,90 Euro pro Tag gemietet werden, ein Service, das immer mehr Club-Mitglieder nutzen. Wer das System für längere Zeit benötigt, zahlt für drei Monate 108 Euro, für ein halbes Jahr 154 Euro und für ein Jahr 228 Euro.

Tipp 3

Jede Diebstahlsicherung ist nützlich - egal ob mechanisch oder elektronisch. "Je länger ein Dieb braucht, um das Auto zu knacken, desto besser", so der ÖAMTC-Experte. "Beispielsweise ist eine Lenkrad-Sperre nicht unüberwindlich, aber dennoch ein erheblicher Zusatzaufwand, der den Diebstahl erschwert." Bei teuren Autos kann eine hochwertige Alarmanlage sinnvoll sein. Für Motorradfahrer empfiehlt sich ein Bremsscheibenschloss.

Tipp 4

Wertgegenstände nie offen liegen lassen. Häufig ist gar nicht das Fahrzeug das Ziel eines Diebes, sondern die darin aufbewahrten Gegenstände. "Es kommt einer Einladung gleich, wenn man Laptop, Handtasche oder gar die Geldbörse sichtbar im Wagen zurück lässt. Auch Markenkleidung, Musikinstrumente und Sportgeräte ziehen Diebe geradezu magisch an", weiß der ÖAMTC-Techniker. Wenn man teure Gegenstände schon im Auto lässt, dann zumindest im Kofferraum, wo sie nicht sofort sichtbar sind.

Tipp 5

Ausweise, Geld, Kreditkarten oder Fahrzeugpapiere nie im Auto deponieren. "Speziell im Ausland sollte man diese Dinge immer bei sich tragen. Denn ist das Auto weg, sind auch alle Dokumente und Zahlungsmittel weg", warnt Stix. In einem solchen Fall kann schon die Anzeige des Diebstahls zum Problem werden, vom Aufenthalt und der Rückreise ganz zu schweigen.

Tipp 6

Beim Verlassen des Autos Fenster und Schiebedach checken, beim Cabrio prüfen, ob das Verdeck geschlossen ist. "Wer das nicht tut, macht es einem Dieb sehr leicht", sagt der ÖAMTC-Experte.

Tipp 7

Fahrzeug nach Möglichkeit in Sichtweite abstellen. "Ein vollgepacktes Auto sollte man bestenfalls überhaupt nicht aus den Augen lassen", empfiehlt der ÖAMTC-Techniker. "Auch bei der Pause in der Raststätte ist es ratsam, so zu sitzen, dass man beobachten kann, ob sich ein Unbefugter am Fahrzeug zu schaffen macht."

Tipp 8

Leeren Kofferraum zeigen. Befindet sich nichts im Kofferraum, kann man die "Hutablage" öffnen und damit den Dieben zeigen, dass sich ein Einbruchsversuch nicht lohnt.

Tipp 9

Wissen, was bei Diebstahl zu tun ist. Wird man trotz aller Vorsicht Opfer von Dieben, muss unverzüglich Anzeige erstattet werden. "Es ist ratsam, bereits vor der Reise eine Übersicht der mitgenommenen Wertgegenstände und Dokumente zu erstellen. Dort sollten beispielsweise auch Ausweisnummern vermerkt sein", rät der ÖAMTC-Experte. Telefonnummern zum Sperren von Handy, Kredit- und Bankomatkarten sollten ebenfalls notiert werden.

Tipp 10

Versicherungsschutz kennen. "Wer vor der Reise seinen Versicherungsschutz überprüft, ist im Ernstfall vor weiteren bösen Überraschungen gefeit und weiß, was beispielsweise die Kaskoversicherung bei Fahrzeugeinbrüchen deckt", so der Rat des ÖAMTC-Technikers.
Der Kombination verschiedener Systeme sind keine Grenzen gesetzt, wie etwa eine serienmäßige Wegfahrsperre kombiniert mit einer zusätzlichen mechanischen Getriebesperre. "Wichtig ist, dass es individuell ist. Wer vielfältige Absicherungsmaßnahmen trifft, erschwert es unredlichen Autointeressenten, zu ihrem Ziel zu gelangen", so der ÖAMTC-Techniker.
ÖAMTC Technischer Dienst

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