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Firmenauto zur Privatnutzung

Welche Kosten die Privatnutzung verursacht.

Firmenauto © iStock
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Sachbezug bei Privatnutzung

Für den Arbeitnehmer ist ein Firmenauto von Vorteil, wenn Privat-Kilometer gefahren werden dürfen. Dadurch entfallen die Kosten für ein eigenes Auto. Nutzt der Dienstnehmer ein Firmenauto privat (hierzu zählt auch die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte), dann geht damit eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage, für Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgabe, des Gehalts einher.

Ab dem Jahr 2016 hängt der Sachbezug — also der zu versteuernde Zuschlag — von den CO2-Emissionen des Firmenautos ab. Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Anschaffung (siehe Tabelle unten) nicht überschritten, dann gilt für die Dauer der Nutzung, wie bisher, ein monatlicher Zuschlag von 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 720 Euro). Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Anschaffung jedoch überschritten, dann ist für die gesamte Dauer der Nutzung des Firmenautos ein monatlicher Zuschlag von 2 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 960 Euro) anzusetzen. Hierzu ein Beispiel: Wurde das überlassene Firmenauto im Jahr 2016 oder davor angeschafft, dann gilt für die gesamte Nutzungsdauer ein CO2-Emissions-Grenzwert von 130 Gramm je Kilometer.

Als Anschaffungskosten gelten bei Neufahrzeugen die tatsächlichen Anschaffungskosten (inkl. Sonderausstattung, Umsatzsteuer und NoVA). Bei Leasingfahrzeugen sind die für die Berechnung der Leasingrate relevanten Anschaffungskosten maßgeblich. Können bei einem Gebrauchtfahrzeug die tatsächlichen Anschaffungskosten beim ersten Erwerb des Fahrzeugs nicht nachgewiesen werden, dann ist der damalige Listenpreis anzusetzen. Für Gebrauchtfahrzeuge ist der CO2-Grenzwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs anzuwenden.

Für Firmenautos mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm ist ab dem Jahr 2016 kein Sachbezug anzusetzen. Das aktuelle Angebot an Fahrzeugen, die den Grenzwert unterschreiten bzw. einen CO2-Ausstoß von 0 Gramm aufweisen, finden Sie in der ÖAMTC Auto-Info.

CO2-Emissions-Grenzwert beim Sachbezug

Jahr der Anschaffung CO2-Emissions-Grenzwert
vor 2017 130 g/km
2017 127 g/km
2018 124 g/km
2019 121 g/km
ab 2020 118 g/km

Geringe Privatnutzung durch den Arbeitnehmer (maximal 6.000 Km pro Jahr)

Arbeitnehmer, die mit dem Firmenauto jährlich nicht mehr als 6.000 Kilometer privat zurücklegen, dürfen den halben Sachbezug, also 0,75 bzw. 1 Prozent der Anschaffungskosten (max. 360 Euro bzw. 480 Euro), ansetzen. Voraussetzung hierfür ist die lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Fahrten in einem Fahrtenbuch.

Seltene Privatnutzung durch den Arbeitnehmer

Arbeitnehmern, die das Firmenfahrzeug äußerst selten privat nutzen, bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit einer kilometergenauen Abrechnung. Hierbei sind die tatsächlich gefahrenen Kilometer mit dem jeweiligen Kilometersatz zu multiplizieren. Liegt der auf diesem Weg ermittelte Sachbezug um mehr als 3/4 unter dem Sachbezug von 1,5 bzw. 2 Prozent der Anschaffungskosten, dann darf dieser kilometergenaue Sachbezug auch angesetzt werden. Voraussetzung ist auch hierbei die lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Fahrten in einem Fahrtenbuch.

Kostenbeiträge des Arbeitnehmers

Zahlt der Arbeitnehmer einen Beitrag für die Nutzung des Firmenwagens, dann mindert dies den anzusetzenden Sachbezug. Kraftstoffkosten, die der Arbeitnehmer trägt, sind hiervon jedoch ausgenommen. Bei einem einmaligen Kostenbeitrag sind ab 2016 ausschließlich die um diesen Kostenbeitrag reduzierten Anschaffungskosten für die Ermittlung des Sachbezugs maßgeblich, das Wahlrecht, den Kostenbeitrag auf die kommenden acht Jahre zu verteilen, entfällt.

Pendlerpauschale und Firmenauto

Arbeitnehmern die ein Firmenauto auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen können, steht keine Pendlerpauschale und kein Pendlereuro zu.

Garagen- oder Abstellplatz am Arbeitsplatz

Befindet sich der Arbeitsplatz in einem Gebiet, das der Parkraumbewirtschaftung unterliegt, dann ist für Garagen oder Abstellplätze, für das Privat-Auto oder das privat genutzte Firmenauto, ein monatlicher Sachbezug von 14,53 Euro anzusetzen.

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