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Bezahlen im Urlaub

Bargeld, Reiseschecks, Bankomat- oder Kreditkarte – die Frage nach dem besten Zahlungsmittel beschäftigt viele Reiselustige. Generell sollten die ausgewählten Zahlungsmittel im Reiseland problemlos akzeptiert werden, sicher sein und möglichst keine zusätzlichen Kosten verursachen. Es empfiehlt sich, auf mehrere Zahlungsmittel zu setzen.

Zahlungsmittel © iStock / bernie_photo
Zahlungsmittel © iStock / bernie_photo

Bankomatkarte (Maestro)

Überall dort wo das Maestro- oder Cirrus-Logo zu finden ist, kann mit der Bankomatkarte bargeldlos bezahlt sowie Bargeld abgehoben werden (PIN-Code notwendig).

Vorteile:

  • Einfach und bequem auf Reisen bezahlen und Geld abheben;
  • Hohe Sicherheit durch beschränkte Haftung bei Verlust oder Diebstahl (rechtzeitige Kartensperre vorausgesetzt);
  • Keine Gebühren bei Zahlungen und Bargeldbehebung im Euro-Raum.

Achtung: Sollten bei Bargeldbehebungen doch Gebühren verrechnet werden (Anzeige am Display beachten!), Transaktion abbrechen und einen anderen Automaten aufsuchen. Wurde das Geld bereits behoben, wenden Sie sich an Ihre Hausbank oder die Gemeinsame Schlichtungsstelle der Österreichischen Kreditwirtschaft.

Nachteile:

  • Außerhalb des Euro-Raumes fallen sowohl bei Zahlungen als auch bei Behebungen Manipulationsgebühren und Mindestspesen an (wirkt sich vor allem bei der Behebung von Kleinbeträgen aus);
  • Durch das neue Sicherheitssystem "Geo Control" gibt es Einschränkungen bei der Geldbehebung mit Bankomatkarten außerhalb Europas. Die Karte muss von der eigenen Bank gegebenenfalls für das entsprechende Urlaubsland freigeschaltet werden.

Debitkarte

Die österreichischen Banken ersetzen seit einigen Jahren automatisch die Bankomatkarte durch eine Debitkarte. Diese neue Karte ist eine Mischung aus Bankomat- und Kreditkarte und kann auch für Onlinezahlungen verwendet werden.

Vorteile:

  • Im Vergleich zur Bankomatkarte kann die Debitkarte wie eine Kreditkarte bei Internetzahlungen benutzt werden;
  • Die restlichen Funktionen sind wie bei einer Bankomatkarte.

Nachteile:

  • Wie bei der Bankomatkarte.

Bargeld

Ein kleines "Startkapital" in bar sollte man immer dabei haben, zum Beispiel für die Bezahlung von Snacks oder Taxikosten nach der Ankunft.

Vorteile:

  • Bargeld wird uneingeschränkt akzeptiert;
  • Es fallen keine Gebühren beim Bezahlen an;
  • Man ist von Bankomaten oder der Akzeptanz von Kreditkarten unabhängig.

Nachteile:

  • Bargeld hat das größte Sicherheitsrisiko: Gestohlenes Geld ist meist für immer verloren;
  • Rücktausch von zu viel gewechseltem Bargeld ist teuer und nicht immer möglich (etwa bei Münzen). Eine grobe Ausgabenplanung lohnt sich also durchaus.

Tipps für die Verwendung von Bargeld:

  • Bargeld und andere Zahlungsmittel sollten getrennt aufbewahrt werden;
  • Es empfiehlt sich, nur kleinere Bargeldbeträge mitzuführen;
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank nach den Wechselspesen und möglichen Sonderkonditionen für Kunden;
  • Der Wechsel von kleinen Beträgen sollte aufgrund von Mindestspesen vermieden werden;
  • Geldwechseln am Flughafen ist sehr teuer;
  • Achten Sie bei Reisen in Nicht-EU-Länder auf die Bargeldhöhe, die Sie mitführen dürfen. Ab einer Summe von 10.000 EUR bzw. dem Gegenwert in Fremdwährungen besteht Meldepflicht bei den Zollbehörden.

Vorsicht Wechselkursfalle!

Außerhalb des Euro-Raumes bieten immer mehr Bankomaten die Geldbehebung zu einem festgelegten Wechselkurs an. Doch Vorsicht: Zum Teil werden deutlich überhöhte Kurse verrechnet, da der Automatenbetreiber in diese noch einen Aufschlag einrechnet. Wer sicher gehen will, sollte auf die direkte Umrechnung am Bankomaten oder beim Bezahlen verzichten und die Abrechnung in Fremdwährung veranlassen.

V Pay

Neben Maestro-Bankomatkarten gibt es eine Alternative von Visa namens "V Pay“. Der Unterschied zu Maestro ist, dass die Transaktion ausschließlich über den Chip und nicht über den Magnetstreifen durchgeführt wird.

Akzeptanz im Ausland: Mit "V Pay“-Bankomatkarten kann in der Regel in ganz Europa im Handel bezahlt und Bargeld am Automaten abgehoben werden. Weltweit werden die "V-Pay"-Karten überall dort akzeptiert, wo die EMV-Technologie mit Chip- und PIN zur Verfügung steht. Vor dem Bezahlen in einem Geschäft oder dem Abheben beim Bankomaten sollte daher immer auf das „V Pay“ bzw. Visa-Logo geachtet werden. Hilfreich ist das Verwenden des Visa-ATM-Locators: www.visa.com/atmlocator.

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Kreditkarten

Mit Kreditkarten kann nicht nur bargeldlos bezahlt, sondern mit dazugehörigem PIN-Code auch Bargeld abgehoben werden. Die Jahresgebühren für Kreditkarten können je nach Unternehmen und Leistungen der Karte (z.B. Versicherungsschutz) sehr unterschiedlich sein.

Vorteile:

  • Bequemes, bargeldloses Bezahlen rund um die Uhr;
  • Abbuchung vom Konto erfolgt erst mit der nächsten Monatsrechnung;
  • Keine Spesen bei der Bezahlung von Rechnungen im Inland und Euro-Raum;
  • Hohe Sicherheit durch beschränkte Haftung bei Verlust oder Diebstahl (rechtzeitige Kartensperre vorausgesetzt);
  • Angebote und Benefits für Karteninhaber (z.B. vergünstigte Kartengebühren, Clubmagazine).

Nachteile:

  • Bargeldbehebung mit Kreditkarten ist aufgrund von Provision und Mindestspesen sehr teuer (macht sich vor allem bei der Behebung von Kleinbeträgen bemerkbar);
  • Bei Einkäufen außerhalb des Euro-Raumes fällt eine Manipulationsgebühr an;
  • Bei Wechselkursschwankungen kann es zu bösen Überraschungen kommen: die Umrechnung erfolgt erst zum Tag, an dem der Umsatz beim Kreditkartenunternehmen eintrifft. Ein vermeintliches Schnäppchen kann durch einen ungünstigeren Kurs also zu einem teuren Einkauf werden;
  • Teilzahlung mit Kreditkarten ist sehr teuer (bis zu 15 % Sollzinsen im Jahr);
  • Akzeptanzprobleme in entlegenen Gebieten;
  • Vorsicht vor festgelegten Wechselkursen.

Kreditrahmen checken!

Viele Autovermietungen, Reiseveranstalter oder Hotels blockieren bei der Buchung mittels Kreditkarte die entsprechende Summe. Dadurch kann das Kreditkartenlimit schnell erreicht sein. Die Blockierung ist für den Karteninhaber jedoch nicht ersichtlich.

Daher sollte man bereits vor der Buchung den Verfügungsrahmen checken. Besonders wichtig ist dieser für die Anmietung von Mietwagen: Meist ist vor Ort eine Kreditkarte für die Hinterlegung der Kaution notwendig – es wird dabei ein Kautionsbetrag geblockt, der bis zum Dreifachen des Mietpreises betragen kann. Eine entsprechende Deckung der Kreditkarte muss daher gegeben sein – anderenfalls erlischt die Mietwagenbuchung.

Prepaid-Karten

Prepaid-Karten können durch Bareinzahlung oder Überweisung mit einem beliebigen Guthaben aufgeladen werden. In der Regel ist eine erneute Aufladung möglich, sobald das Guthaben verbraucht ist.

Vorteile:

  • Urlaubsbudget wird im Vorhinein festgelegt;
  • Keine Bankverbindung notwendig (daher auch für Jugendliche geeignet);
  • Karte kann bei Verlust oder Diebstahl gesperrt werden.

Nachteile:

  • Sowohl bei der Aufladung als auch bei vielen Zahlungen und Behebungen fallen Spesen an;
  • Wechselkursrisiko wie bei Kreditkarten bei Zahlungen außerhalb des Euro-Raumes;
  • Autovermietungen akzeptieren in der Regel keine Prepaid-Karten.

Tipps für die bargeldlose Bezahlung:

  • Informationen über Spesen für Bargeldbehebung und Transaktionskosten im Ausland einholen;
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank nach dem Bezugslimit;
  • Kontrollieren Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge: Informieren Sie bei zweifelhaften Umsätzen sofort das Kreditkartenunternehmen bzw. Ihre Bank (Rechnungen aufheben);
  • PIN-Code für Bargeldbehebung mit Kreditkarte rechtzeitig vor Reiseantritt beantragen;
  • Bankomat- bzw. Kreditkarte und PIN-Code unbedingt getrennt voneinander aufbewahren;
  • Achten Sie darauf, dass Sie bei der PIN-Code Eingabe nicht beobachtet werden;
  • Telefonnummern für Kartensperre im Handy einspeichern (24-Stunden-Service);
  • Bei Kartenverlust sofort eine Sperre veranlassen und eine Anzeige bei der Polizei erstatten;
  • Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt, ob Ihre Kreditkarte im Urlaubsland akzeptiert wird. In Kuba werden amerikanische Kreditkarten (American Express, Diners Club) beispielsweise nicht angenommen.

Bezahlen mit dem Smartphone

In vielen Ländern der Welt ist das mobile Bezahlen mit dem Handy problemlos möglich. Für einen erfolgreichen Bezahlvorgang benötigt es drei Dinge: ein Smartphone mit NFC-Schnittstelle, eine hinterlegte digitale Kreditkarte und die Möglichkeit im Geschäft kontaktlos zu bezahlen. Bei manchen Systemen ist eine Internetverbindung erforderlich. Dank der EU-Roaming-Verordnung gelingt dies in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein gebührenfrei.

Außerhalb Europas sollte man eine Kreditkarte hinterlegen, die weltweit akzeptiert ist. Ansonsten gilt: Die am Eingang angebrachten Logos zeigen an, welche Karten zum Bezahlen akzeptiert werden.

Auch für das Smartphone gilt: Bei Verlust sofort eine Kartensperre veranlassen!

Reiseschecks (Travellerschecks)

Reiseschecks sind ein speziell auf die Bedürfnisse von Reisenden zugeschnittenes Zahlungsmittel, haben in den letzten Jahren aber an Bedeutung verloren. Zudem sind sie nur in bestimmten Währungen erhältlich (z.B. Euro, US-Dollar, Pfund Sterling, Schweizer Franken oder Yen).

Vorteil:

  • Bei Verlust oder Diebstahl erhält man unverzüglich Ersatzschecks;
  • Reiseschecks bleiben unbegrenzt gültig.

Nachteile:

  • Komplizierte Handhabung;
  • Beim Kauf der Reiseschecks fallen Gebühren und Mindestspesen an;
  • Reiseschecks werden häufig nicht mehr akzeptiert bzw. nicht mehr von den Banken angeboten.

Tipp:

  • Bewahren Sie Reiseschecks und die Verkaufsbestätigung getrennt voneinander auf. Bei Verlust oder Diebstahl können so die Seriennummern der betreffenden Schecks angegeben werden.

Mehr Infos zu Geld & Zahlungsmittel im Ausland finden Sie in der weltweiten ÖAMTC Länder-Info.

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