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Elektronisches Parkpickerl - Ausweitung auf ganz Wien

Mit 1. September 2016 wurde das elektronische Parkpickerl (Parkchip) auf ganz Wien ausgeweitet. Folienpickerl werden nach und nach gegen Elektrochips getauscht.

parkend © ÖAMTC
parkend © ÖAMTC

Mit 1. September 2016 wurde das elektronische Parkpickerl (Parkchip) auf ganz Wien ausgeweitet, Folienpickerl werden nach und nach gegen Elektrochips getauscht. Alte Parkpickerl behalten ihre Gültigkeit. Der elektronische Chip soll für Autofahrer Erleichterung bringen, da man diesen neu bespielen lassen kann und sich somit das Kleben spart.

Umsetzung wird verfolgt

Der Club wird die Umsetzung jedenfalls genau mitverfolgen und auftretende Probleme gezielt aufzeigen. Mitglieder werden ersucht, Probleme dem ÖAMTC zu melden, damit dieser mit den zuständigen Stellen in Kontakt treten kann. 

Der Chip

Verwendet werden sogenannte RFID-Chips des Herstellers „Schreiner Group GmbH & Co. KG“. Bei RFID ("Radio Frequency Identification") handelt es sich um eine draht- und kontaktlose Datenübertragung zwischen einem Transponder (Chip = elektronisches Parkpickerl) und einem Lesegerät (= PDA des Überwachungsorgans) mittels magnetischer oder elektromagnetischer Wellen. 

Diese Chips sind selbstklebend und müssen den rechtlichen Vorgaben verpflichtend an der rechten oberen Ecke hinter der Windschutzscheibe (Beifahrerseite) gut lesbar angebracht werden.

Auf dem Chip selbst sind keine Daten mit Ausnahme der Identifikationsnummer gespeichert, welche auch außen auf dem elektronischen Parkpickerl aufgedruckt ist. Diese Nummer wird im Zuge des Überwachungsvorgangs mit dem PDA-Gerät ausgelesen und mit Hilfe einer darauf installierten Software an die Datenbank gesendet. Von dieser Datenbank wiederum erhält das Überwachungsorgan innerhalb von 2 Sekunden die für die Kontrolle maßgeblichen Informationen (behördliches Kennzeichen, Marke und Type des Fahrzeuges, Geltungsbereich und Gültigkeitsdauer) auf das PDA-Gerät zurück. 

Der Chip kann selbst nicht aktiv senden, sondern reagiert ausschließlich auf Funksignale des Lesegerätes. Zugriff auf die Lesegeräte haben nur die Mitarbeiter der Landespolizeidirektion Wien-Parkraumüberwachungsgruppe und der MA 67. Die Lesegeräte sind nicht mit dem Internet verbunden, die Parkchips verfügen über keine GPS-Funktionalität und können daher auch nicht via Satellit geortet werden. 

Die wichtigsten Eckpunkte

  • Alle mit einem KFZ verbundenen Genehmigungen können (über Jahre hinweg) mit einem einzigen RFID-Chip verwaltet werden.
  • Bei jeglicher Rückgabe einer Genehmigung (z.B. Bezirkswechsel, Kennzeichenwechsel, Rückgabe) kann die Rückerstattung online abgewickelt werden und die KundInnen müssen keine Parkkleberreste an die Behörde retournieren.
  • Ein bereits von einer Vorbesitzerin oder eines Vorbesitzers eines KFZs angebrachter RFID-Chip kann übernommen werden.
  • Laut Auskunft der MA 67 sollten mit dem Chip auch witterungsbedingte Behinderungen  der Vergangenheit angehören. Zwar muss der Aufkleber nach wie vor gut lesbar sein, das Funksignal kann aber etwa eine schneebedeckte Windschutzscheibe durchdringen, weshalb Beanstandungen aus diesem Grund in der Regel nicht mehr vorkommen sollten.
Parken

Thema Parken

Das Abstellen der Fahrzeuge ist eines der brennendsten Themen im urbanen Raum. Parkraumbewirtschaftung ist die Folge. Parken ist oft teurer als das Fahren. Der ÖAMTC informiert rund um das Thema Parken in Österreich, Kurzparkzonen, Anrainerparkplätze, Parkgaragen, Vorschriften und Strafen.

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