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Flugrettung bei Lawineneinsätzen - Immer bestens vorbereitet

Während der Wintermonate sind die Notarzthubschrauber des Clubs auch auf Lawineneinsätze bestens vorbereitet

Die Chance von Lawinenopfern lebend geborgen zu werden, ist in erster Linie abhängig vom Zeitfaktor.

Faktor Zeit

Das Zeitfenster für eine erfolgreiche Bergung ist sehr klein und liegt zwischen 15 und maximal 60 Minuten. Gerade durch den Einsatz von Hubschraubern wird die Wahrscheinlichkeit einer Lebendbergung beträchtlich erhöht.

Aufgaben der Hubschraubercrew sind vielfältig

Einerseits werden Lawinensuchhunde mit ihren Hundeführern zur Unglücksstelle geflogen, andererseits kann sich aber auch der Hubschrauber aktiv an der Verschüttetensuche beteiligen. Die ÖAMTC-Notarzthubschrauber der Alpin-Stützpunkte sind mit modernsten Lawinensuchgeräten, so genannten "LVS-Antennen" ausgerüstet.

Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS)

Das knapp zwei Kilo schwere Gerät hängt an einem fünf Meter langen Seil direkt unter dem Helikopter. Ist der Verschüttete mit einem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) ausgerüstet, können die gesendeten Signale empfangen und geortet werden. Vor allem große Lawinenkegel können mit dieser Methode im Vergleich zur terrestrischen Suche schneller abgesucht werden.

Recco-System

Bei der Suche am Boden werden zusätzlich die Lawinensuchhunde der Bergrettung und das bewährte Recco-System eingesetzt. Dieses passive Suchsystem besteht aus Reflektoren, die zum Beispiel in den Anorak eingenäht sind. Mit speziellen Suchgeräten, können Verschüttete so aufgespürt werden.

Lawinensuchhunde

Im Winter sind in Tirol für die ÖAMTC-Hubschrauberstützpunkte zahlreiche Lawinenhunde-Teams in Bereitschaft. Sie werden mit dem Hubschrauber gemeinsam mit weiteren Such- und Rettungsmannschaften zur Lawine transportiert und können dort schnell und somit effizient ihre Arbeit aufnehmen. Nachdem die Lage am Einsatzort erkundet wird, können bei Bedarf weitere Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Größere Chancen der Rettung für Lawinenopfer

Gerade der Einsatz von Hubschraubern hat die Rahmenbedienungen für die Rettung von Lawinenopfern enorm verbessert. Für die Hubschrauberteams des Christophorus Flugrettungsvereins ist es eine Selbstverständlichkeit, tatkräftig an der Rettung von Menschenleben nach Lawinenabgängen mitzuhelfen und auch das dafür notwendige Material bereitzustellen.

Flugrettung_Christophorus.jpg

Thema Flugrettung

Die ÖAMTC-Flugrettung fliegt jährlich rd. 18.000 Einsätze. Das Ziel: Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen. Tausende Menschen verdanken der schnellen Hilfe aus der Luft ihr Leben und noch eine viel größere Zahl hat sich lange Aufenthalte in Krankenhäusern erspart.

© ÖAMTC
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