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Drohne fliegen im Winter

Bei Schnee und Kälte gilt es, einige Punkte zu beachten. Vorbereitung ist hier das A & O für ein sicheres Flugvergnügen. Drohnenbilder über Skipisten sind hingegen keine gute Idee - hier lauern einige Gefahren für die unbemannten Fluggeräte!

Drohne/Winter © Pixabay
Drohne/Winter © Pixabay

Tipps & Tricks zum sicheren Flugvergnügen im Winter

Da Winterlandschaften gerade aus der Vogelperspektive einen ganz besonderen Reiz entfalten, gönnen immer mehr Drohnenpiloten ihren Fluggeräten keine Winterpause mehr, sondern fliegen diese auch bei eisigen Temperaturen. Sowohl Kälte als auch Witterungsverhältnisse wirken sich allerdings oft negativ auf Akkuleistung und Flugverhalten aus. Damit das Fliegen im Winter auch Spaß macht und kein frühzeitiges Ende findet, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

  • Die meisten Drohnen verfügen über Lithium-Polymer Batterien. Durch die niedrigen Temperaturen verlangsamen sich allerdings die chemischen Prozesse und der Akku hält deutlich kürzer. Daher gilt es, die Akkus immer voll aufzuladen und gegebenenfalls vorzuwärmen. Dafür kann man einerseits Batteriewärmer verwenden, andererseits die Drohne warm laufen lassen. Viele Drohnen zeigen darüber hinaus die Akku-Temperatur an.
  • Gerade im Winter spielt das Wetter eine entscheidende Rolle für den sicheren Flug. Daher sollte man unbedingt die aktuelle Wettervorhersage kennen. Bei starkem Wind, Regen oder Schneefall sind Flüge ein absolutes No-Go. Fallen die Temperaturen unter 0 Grad sollte die Drohne am besten am Boden bleiben.
  • Wie bei ihrem großem Bruder, dem Hubschrauber, kann auch eine Drohne beim Starten oder Landen eine Schneeglocke erzeugen. Da dabei Wasser in das Gerät eindringen kann, sollte für Starts und Landungen unbedingt ein Landepad verwendet werden.
  • Und last but not least ist die Steuerung der Drohne mit eiskalten Fingern deutlich schwieriger. Dünne Handschuhe können hier schon helfen, die Feinmotorik leidet aber trotzdem oft unter winterlichen Temperaturen.

Drohnenbilder von der Piste sind keine gute Idee

Auch zu Weihnachten lagen einmal mehr unzählige Fluggeräte unter dem Christbaum. Viele neue, aber auch erfahrene Drohnenpiloten planen nun, die Multicopter auch in den Skiurlaub mitzunehmen. Über oder abseits von Skipisten zu fliegen, ist allerdings keine gute Idee, weil hier einige Gefahren lauern:

  • Auf Skipisten sind viele Menschen unterwegs, daher ist das Gefährdungspotenzial besonders hoch.
  • Die großen Höhenunterschiede in den Bergen erschweren das richtige Einschätzen der maximal erlaubten Flughöhen (30 Meter für Spielzeug oder 150 Meter für bewilligungspflichte Drohnen).
  • In Skigebieten finden sich viele Hindernisse wie Lift- oder Sendemasten, Seile, etc.
  • Gerade rund um Skipisten kommt es auch vermehrt zu Rettungseinsätzen durch Notarzthubschrauber, die rasch und unerwartet auftauchen können.

Weitere Informationen zum Thema Drohnen sowie eine interaktive Karte mit Restriktionen und Flugverbotszonen finden Sie in der ÖAMTC Drohnen-Info App (gratis Download für iOS und Android).

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Thema Drohnen

Bis zu 100.000 Drohnen gibt es schätzungsweise bereits in Österreich. Um Unfällen und brenzligen Situationen im Luftverkehr  vorzubeugen informieren wir über Rechtslage, Versicherungen, Haftpflicht und Serviceangebote. Denn für das Fliegen von Drohnen, ob privat oder gewerblich, gibt es viele technische, sicherheitsrelevante und rechtliche Vorgaben zu beachten.

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