Nihola e-Family

eLastenfahrradtest 2021

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Beim Nihola begleitet einen zu Beginn ein unsicheres Fahrgefühl, speziell bei Kurven, Unebenheiten und bei höheren Geschwindigkeiten. Die rasche Kippneigung aufgrund sehr direkter Lenkung erfordert viel Übung und Geschick. Der Motor setzt beim Anfahren erst spät ein, bei höchster Unterstützungsstufe dann aber sehr heftig. Das kann unter Umständen sogar gefährlich werden, besonders wenn eine Kurve bei hoher Motorunterstützung in Kombination mit dem nachlaufenden Motor gefahren wird. Allerdings verbessert sich das Fahrverhalten mit Gewicht in der Kabine in allen Punkten etwas, also wenn zum Beispiel Kinder transportiert werden.

Produktinformationen

Details
Lenkungstechnik Achsschenkellenkung
Max. zulässiges Gesamtgewicht [kg] keine Angabe
Zuladung Transportbox [kg] 100
Max. Fahrergewicht [kg] keine Angabe
Anzahl der Gänge/Schaltung Shimano Nexus 8-Gang Kettenschaltung
Motorhersteller Pro-Movec Hinterradantrieb
Akku-Kapazität [Wh] 562
Position des Akkus Gepäckträger
Lastenrad Leergewicht [kg] 51,5
Reichweite (nach R200) [km] 77,6
Reichweite (gemessen) [km] 56,4
Ladezeit [h] 07:54

Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
  • Gute Schaltung
  • Gute Bremsen
  • Gute Reichweite
  • Kindersitzauflage in Transportbox
  • Sicherungsgurte am Boden in Transportbox
  • Abdeckung Transportbox einfache Handhabung
  • Schiebehilfe per Drehgriff
  • Wetterschutz vorhanden
  • Geschwindigkeitsabhängige Unterstützung macht das Fahren in der Gruppe schwierig
  • Motor läuft sehr lange nach
  • Erhöhte Kippneigung in Kurven
  • Mäßige Federung
  • Lauter Motor bei stärkerer Unterstützung (surren)
  • Sehr lange Ladezeiten des Akkus
  • Nervöses Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten
  • Köpfe der Kinder sind bei einem evtl. Umfaller nur bedingt geschützt
  • Nur ausreichende Beleuchtung mit Blendgefahr
  • Geringe Sicht der Kinder bei geschlossener Kabine
  • Kleines, schlecht lesbares Display mit wenig Informationen
  • Schlampige Verarbeitung (Kabelverlegung, Scheppern)
  • Unbequemer Sattel
  • Bei abschüssiger Straße muss Oberkörper immer schräg gehalten werden, um geradeaus zu fahren

Ergebnisse im Detail

Testkriterium Gewichtung Note
Fahren 40% 3,5
Fahren ohne Motorunterstützung 3,0
Bedienelement (fahrend) 2,9
Fahren mit Motorunterstützung 1 4,5
Fahrkomfort 2,9
Nacht und Regenfahrt 3,6
Wendekreis 3,4
Antriebssystem und Motor 20% 1,8
Reichweite gemittelt 1,2
Ladung (Wattstunden pro Minute) 3,3
Handhabung und Komfort 20% 2,9
Gebrauchsanleitung 4,0
Montage des e-Lastenrades 1,0
Einstellungen durch Probanden 2,8
Gewichte 2,2
Bedienelement (stehend) 2,7
Batterie 1,7
Reperaturen / Reinigung / Wartung 3,0
Größenzuordnung Kindersitz 2,4
Sitzgestaltung der Kinder 3,5
Erwärungs- und Wetterschutz 1,9
Komfortmessung 4,0
Sicherheit und Verarbeitung 2 20% 3,5
Kurvenstabilität 4,0
Flatterneigung / Laufruhe 2,0
Bremsen (Prüfstand) 2,6
Bremsen (Praxistest) 2,2
Auffälligkeiten zur verarbeitung 2,6
Lichttechnische Einrichtung 4,1
Kinder Rückhaltesystem / allgemeiner Schutz 3,5
Schadstoffe 0% 1,0
Gesamtnote 100% 3,0
Empfehlung
1) Wenn der Nachlauf ausreichend oder schlechter, kann die Note Fahren mit Motorunterstützung maximal eine halbe Note besser sein
2) Wenn "Kurvenstabilität" ausreichend oder schlechter ist, kann die Kategorie "Sicherheit und Verarbeitung" maximal eine Note besser sein

Notengrenzen für Empfehlung

ÖAMTC-Empfehlung
Note sehr gut gut befriedigend genügend nicht genügend
Notenwert 0,5 - 1,5 1,6 - 2,5 2,6 - 3,5 3,6 - 4,5 4,6 - 5,5
E-Lastenfahrräder

Thema Fünf E-Lastenfahrräder im Vergleichstest

Was ist vor dem Kauf eines Lastenrades zu beachten?

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