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Mercedes-Benz G-Klasse - falsche Kennzeichnung der Kindersicherung

Möglicherweise kann die Kennzeichnung der Kindersicherung an den Fondtüren missverstanden werden.

Mercedes G-Klasse_Marcus_2019.jpg © Werk
Mercedes G-Klasse © Werk

In Österreich werden 277 Mercedes-Benz Fahrzeuge zurückgerufen. Betroffen ist das Modell G-Klasse (BR 463), hergestellt im Produktionszeitraum von Dezember 2017 bis Juli 2019.

Eine Sprecherin von Mercedes-Benz teilte dem ÖAMTC auf Anfrage mit, dass das in den Fondtüren eingeprägte Schloss-Symbol am Betätigungshebel für die Kindersicherung den Schließzustand falsch anzeigen könnte. In diesem Fall kann es zu einer Fehlinterpretation des Schließzustandes der Kindersicherung führen. Dadurch könnten Fondtüren trotz vermeintlicher Verriegelung von innen geöffnet werden. Umgekehrt öffnen sich Fondtüren trotz vermeintlicher Entriegelung nicht von innen. Die Folge ist eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Insassen im Fond. In der Betriebsanleitung ist die Betätigungsrichtung der Kindersicherung korrekt dargestellt und beschrieben.

Im Rahmen der Rückrufaktion werden bei den betroffenen Fahrzeugen die falsch eingeprägten Schloss-Symbole in der Fachwerkstatt mit korrekten Kennzeichnungen überklebt. Die dafür veranschlagte Arbeitszeit beläuft sich laut Angabe der Sprecherin auf zirka 30 Minuten.

Die Kunden der betroffenen Fahrzeuge wurden über den österreichischen Versicherungsverband schriftlich verständigt. Die Rückrufaktion starte bereits im Juli 2020. Es sind in diesem Zusammenhang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt.

Stand 03.12.2020

ÖAMTC Stützpunkt