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"Reservekanister" für E-Autos im Probebetrieb

Eine Art Powerbank ermöglicht in den meisten Fällen eine Fahrt zur nächsten E-Ladesäule.

Powerpack © ÖAMTC
ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold © ÖAMTC

Bleibt man mit einem Elektrofahrzeug "ohne Saft" liegen, gibt es bisher nur eine Lösung: Abschleppen. Ein kurzfristiges "Auftanken“, wie man es bei Benzin-, Diesel- und Hybridmotoren mittels Kanister machen kann, ist nicht möglich, weil die Batterien dafür viel zu wenig Leistung bieten. Und man kann auch den entladenen Akku des E-Autos nicht einfach gegen einen vollen tauschen – einerseits weil die Kraftzellen sich von Fahrzeug zu Fahrzeug unterscheiden, andererseits weil das Gewicht mehrere hundert Kilogramm betragen kann.

Powerbank als Alternative zum Abschleppdienst

Um Abhilfe zu schaffen, evaluiert der ÖAMTC aktuell eine Art Powerbank für E-Autos. Der "Mobile Electric Vehicle Charger", wie das Gerät im Fachjargon heißt, besteht aus mehreren Lithium-Zellen und kann Strom für rund zwölf Kilometer an ein Elektrofahrzeug abgeben. Das dauert ungefähr 15 Minuten und ermöglicht in den meisten Fällen eine Fahrt zur nächsten E-Ladesäule.

ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold erklärt dazu: "Immer mehr Mitglieder sind mit E-Autos unterwegs, gerade in den Städten. Und weil der Mobilitätsclub immer am Puls der Zeit bleibt und innovative Konzepte ausprobiert, wollten wir hier eine Alternative zum bisher notwendigen Abschleppdienst finden." Dank internationaler Verankerung und Zusammenarbeit konnte eine Powerbank vom niederländischen Partnerclub ANWB übernommen werden. Derzeit werden die Einsatzmöglichkeiten evaluiert – erstmals hergezeigt wurde das neue System bei den E-Mobility Play Days in Spielberg.

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