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ÖAMTC-Beobachtung in Landeshauptstädten: Zwei Drittel der Fußgänger dunkel gekleidet

Nur vier Prozent der Fußgänger tragen Reflektoren und ein Viertel der Radfahrer ist ohne Licht unterwegs.  

sehen und gesehen.jpg © ÖAMTC
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Um ein objektives Bild der Situation im Straßenverkehr zu bekommen, hat der  ÖAMTC eine Erhebung in den österreichischen Landeshauptstädten durchgeführt und insgesamt 9.461 Verkehrsteilnehmer an belebten Bereichen wie Kreuzungen oder Bahnhofsvorplätzen bei Dunkelheit und Dämmerung beobachtet. Die Ergebnisse waren vor allem in Bezug auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer besorgniserregend. Von den beobachteten Fußgängern waren mehr als zwei Drittel (68 Prozent) dunkel gekleidet.

Deutliche Abweichungen gibt es dabei beim Blick auf die Bundesländer: Während im Burgenland fast alle Fußgänger dunkle Kleidung trugen (95 Prozent), war es in Tirol nur etwa die Hälfte (52 Prozent). Nur vier Prozent aller beobachteten Fußgänger in Österreich setzten auf reflektierendes Material, um sich sichtbar zu machen.

Ein Viertel der Radfahrer ohne Licht unterwegs

Von den beobachteten Radfahrern waren rund drei Viertel mit eingeschaltetem Licht unterwegs, das andere Viertel verzichtete trotz Dunkelheit auf das Einschalten der Beleuchtung bzw. war sie defekt. Niederösterreichische und steirische Radfahrer waren dabei am besten sichtbar unterwegs – rund 84 Prozent fuhren mit Licht. Spitzenreiter der Radfahrer ohne Licht war hingegen Oberösterreich – hier war mehr als die Hälfte (57 Prozent) der beobachteten Pedalritter für andere Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar.

Die motorisierten Verkehrsteilnehmer waren österreichweit in punkto Sichtbarkeit gut unterwegs: Nahezu alle Lenker (Pkw, Lkw, Motorrad, Moped oder Bus) fuhren mit eingeschalteter Beleuchtung. Nur knapp zwei Prozent der beobachteten Lenker waren bei Dämmerung bzw. Dunkelheit ohne bzw. mit defektem Licht unterwegs.   

Gespräch mit Vekehrspsychologin Marion Seidenberger

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