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Nachtsichtgeräte für ÖAMTC-Flugretter

Ob bei einem schweren Unfall oder einer plötzlich auftretenden Krankheit: Innerhalb weniger Minuten sind die ÖAMTC-Flugretter im Ernstfall vor Ort. Um künftig die Flugsicherheit auch bei Dämmerung bzw. in der Nacht zu erhöhen, werden die Crews des in Linz stationierten C10 sowie der aus Suben startende Europa 3 mit speziellen Nachtsichtgeräten, sogenannte Night Vision Goggles (NVG), ausgestattet.  

Night Vision Goggles.jpg © ÖAMTC/Postl
Night Vision Goggles.jpg © ÖAMTC/Postl

Einsatz am späten Nachmittag für die ÖAMTC-Flugretter. Binnen weniger Minuten hebt die Crew zum Notfallort ab. Es dämmert bereits. Der Rückflug zum beleuchteten Landeplatz des Krankenhauses und weiter zum Stützpunkt erfolgt bereits in der Dunkelheit. Nicht selten sind die Piloten der ÖAMTC-Notarzthubschrauber mit dieser Situation konfrontiert.

Einsatz von Nachtsichtgeräten zur Erhöhung der Sicherheit

Zur Erhöhung der Sicherheit werden die Flugretter künftig Nachtsichtgeräte, sogenannte Night Vision Goggles (NVGs) einsetzen. „Diese Geräte bieten der Besatzung die Möglichkeit, auch bei vollständiger Dunkelheit Hindernisse wie Stromleitungen, Masten oder Windräder zu erkennen. Auch Wetteränderungen, wie aufziehender Nebel oder Schlechtwetterfronten, können frühzeitig erkannt und umflogen werden“, erklärt der Captain und Stützpunktleiter des C10 Wolfgang Hießböck.
 

Zweidimensional und schwarz-weiß

Um überhaupt in der Dunkelheit fliegen zu können, werden die etwa 700 Gramm schweren Nachtsichtgeräte am Helm montiert. Das Sichtfeld ist etwas eingeschränkt und schwarz-weiß eingefärbt: „Die Brille liefert zweidimensionale Bilder. Man hat kein Geschwindigkeitsempfinden und auch die Höheneinschätzung leidet etwas. Deswegen ist es erforderlich, dass wir den Einsatz der Nachtsichtgeräte ausgiebig trainieren“, so Hießböck.

Training und Einsatz

Noch bis einschließlich 1. Oktober trainieren die Crews des C10 sowie des Europa 3 den Einsatz der Nachtsichtgeräte. Die ÖAMTC-Flugrettung ersucht daher um Verständnis für allenfalls zusätzlich auftretenden Lärm in den Nachtstunden. Die Nachtsichtgeräte werden künftig vor allem in den Randzeiten der Einsätze eingesetzt. Flüge in der Nacht, im Rahmen einer 24-Stunden-Bereitschaft, sind für die oberösterreichischen Crews derzeit nicht vorgesehen.
 

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