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Chronik des ÖAMTC OÖ

Im Gründungsjahr 1904 zählte der Club 17 Mitglieder. Heute vertraut jeder dritte Oberösterreicher auf den ÖAMTC.

Vor 111 Jahren – am 12. Mai 1904 – gründete eine kleine Gruppe technikbegeisterter Menschen den „Oberösterreichischen Automobil-Club“. 17 Mitglieder zählte der Verein im Gründungsjahr. Knapp 50 Autos und 100 Motorräder waren im Land ob der Enns damals registriert. Als Massenverkehrsmittel diente das Fahrrad. In den vergangenen elf Jahrzehnten hat sich der Club von einem Herrenfahrer-Kreis zu einem der größten Mobilitätsdienstleister Oberösterreichs entwickelt.

Damals - heute

1904: Am 12. Mai zeigen Automobil-Enthusiasten bei der k.k. Statthalterei die Gründung des „Oberösterreichischen Automobil-Clubs“ an. Der Verein zählt 17 Mitglieder.

1906 organisiert der Club seine erste Veranstaltung, ein Motorradrennen auf den Saurüssel.

1907: Im Land ob der Enns sind 57 Autos und 101 Motorräder registriert.

1914: feiert der Oberösterreichische Automobil-Club zehnten Geburtstag. Der Autobestand im Bundesland beträgt 210 Stück. Der Erste Weltkrieg beginnt, viele private Kfz werden für Kriegszwecke beschlagnahmt.

1918: In den Nachkriegsjahren beschränkt sich die Vereinstätigkeit weitgehend auf gesellschaftliche Anlässe und Gemeinschaftsfahrten.

1925: Die Motorisierung kommt in Gang. Der Club übernimmt zunehmend die Anwaltschaft des Kraftfahrwesens. Ende der 1920er-Jahre gründet der mit dem Autofahrerclub freundschaftlich verbundene Touring-Club einen Zweigverein für Oberösterreich.

1938: Die Nazis verfügen die Auflösung des Oberösterreichischen Automobil-Clubs. An dessen Stelle tritt der „Deutsche Automobil-Club (DDAC)“.

1945: Drei Monate nach Kriegsende beantragt Gottlob Schweizer die Wiedererrichtung des Oberösterreichischen Automobil-Clubs. Die Landeshauptmannschaft genehmigt den Antrag am 19. September.

1946: Am 3. und 4. August treffen sich in Linz die Länder-Clubs von Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg und einigen sich auf die Bildung einer einheitlichen Dachvereinigung der Landesvereine. Gleichzeitig wird die Fusion des Österreichischen Automobil-Clubs (Ö.A.C) mit dem Österreichischen Touring-Club (Ö.T.C) empfohlen. Die beiden Vereine vereinigen sich Ende1946in Wien.

1947: Auf der Hauptversammlung vollziehen die Funktionäre die Fusion auch in Oberösterreich. Der Club heißt fortan „Oberösterreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring-Club“.

1952 kauft der Landesclub sein erstes Fahrzeug – einen Jeep – an.

1955: Oberösterreich liegt bei der Kraftfahrzeugdichte gemeinsam mit Vorarlberg an der Spitze der Bundesländer. Der Landesverein wächst auf 16.094 Mitglieder.

1956: Der Club nimmt einen VW-Bus als mobile Kfz-Prüfstelle sowie drei KTM-Motorräder für die Straßenwacht in Betrieb.

1959 kauft der Club ein Grundstück in der Wankmüllerhofstraße und setzt den ersten Puch 500 als Pannenauto ein.

1964 weiht der Club die Landeszentrale in der Wankmüllerhofstraße ein. Im Bundesland sind 111.518 Pkw in Betrieb, der Club wächst auf 34.082 Mitglieder.

1967 entsteht in Steyr der erste Stützpunkt außerhalb von Linz.

1970: Bruno Inreiter aus Pram im Innviertel wird als 50.000stes oberösterreichisches Mitglied begrüßt.

1971: Auf der Westautobahn geht ein Nachtdienst-Pannenfahrzeug in Betrieb, das in Vorchdorf stationiert und über die Notrufsäulen erreichbar ist.

1978 entsteht in Grieskirchen der bereits 15. oberösterreichische Stützpunkt. Im selben Jahr leistet der Club 52.715 Pannenhilfen.

1979 feiert der Club sein 75-jähriges Bestehen. In Oberösterreich gibt es mehr als 85.000 Mitglieder.

1982: Harald Kehrer aus Linz wird von Präsident Dr. Hans Häusler-Angeli als 100.000stes oberösterreichisches Mitglied begrüßt. Bis Ende der 1980er-Jahre errichtet der Club weitere Standorte in Urfahr, Gmunden und Braunau. Mit nunmehr 18 Standorten spannt sich das Stützpunkt-Netz über das ganze Land.

1991: Sechs je 875.000 Schilling teure Pannen- und Abschleppfahrzeuge mit Hubbrille gehen in Betrieb.

2001: Die Nothilfezentrale in Linz-Urfahr bearbeitet 250.000 Anrufe. In Hörsching hebt der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 10 erstmals ab.

2002: In Suben startet der von ÖAMTC und ADAC gemeinsam betriebene Notarzthubschrauber Christophorus Europa 3.

2004: Das ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum in Marchtrenk wird eröffnet.

2008: In der Wankmüllerhofstraße 60 entsteht die neue Landeszentrale, die den Stützpunkt Linz, moderne Verwaltungs- und Schulungsräumlichkeiten sowie das NIS Nord beherbergt.

2012: Ende November gibt der ÖAMTC Oberösterreich die 400.000ste gelbe Clubkarte aus.

2013: Die oberösterreichische Clubfamilie wächst auf 300.000 zahlende Mitglieder.

2014: Der Landesclub gibt den 200.000sten Schutzbrief in Oberösterreich aus.

2016: Die aktualisierten Satzungen treten in Kraft. Damit wird das Leitungsorgan zur Gänze hauptamtlich.

Die Präsidenten des ÖAMTC OÖ

1904-1907: Mag.Karl Bohr

1907-1910: Gustav Graf Schmiedegg

1910-1919: Hofrat Dipl.-Ing. Karl Ritter von Mathes

1919-1922: Komm.-Rat Ludwig Hinterschweiter

1922-1925: Komm.-Rat Albert Hüper

1925-1929: Komm.-Rat Franz Höng

1929-1930: Komm.-Rat Alfred Fritsch

1930-1933: Peter Graf Revertera

1933-1938: Komm.-Rat Gottlob Schweizer

1945-1947: Komm.-Rat Gottlob Schweizer

1947-1949: Rudolf Leitner

1950-1951: Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Ludwig Rauscher

1952-1974: Dipl.-Ing. Herbert Günther

1975-1982: Dipl.-Kons. Dr. Hans Häusler-Angeli

1982-1991: Adalbert Luger

1991-2014: Mag. Dr. Martin Helml

seit 2014:  Mag. Karl Pramendorfer

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