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35 Jahre Pannenhilfe in der Nacht

Seit November 1986 rücken die Pannenhelfer des ÖAMTC Oberösterreich auch in den Nachtstunden aus.  

Werner Pechar © ÖAMTC
Pannenhelfer Werner Pechar im Einsatz © ÖAMTC

„Der ÖAMTC kümmert sich jetzt sowohl am Tag als auch bei Nacht nicht nur um den Wagen, sondern auch um Insassen und Gepäck. Der Mensch steht damit in verstärktem Maß im Mittelpunkt der Clubbemühungen“ – teilte der ÖAMTC Oberösterreich in einer Aussendung im November 1986 mit. „Damals Meilenstein, heute selbstverständlich, aber nach wie vor sind Pannenhilfen in der Nacht besonders“, erklärt Werner Pechar vom Stützpunkt Steyr. Seit 21 Jahren ist er im Pannendienst unterwegs: „Kommt das Fahrzeug während der Fahrt im Dunkeln zum Stehen, ist die Situation für die Mitglieder natürlich sehr unangenehm. Auch für uns als Pannenhelfer sind solche Einsätze oftmals knifflig. Die Anzahl der Pannen in der Nacht ist zwar deutlich geringer als am Tag, aber wir benötigen im Durchschnitt etwas länger: zum einen müssen wir den Fehler nur mit Taschenlampe und Scheinwerfer finden zum anderen bekommt man keine Ersatzteile, da Geschäfte und Werkstätten geschlossen haben. Somit versuchen wir alles, damit das Mitglied seinen Weg fortsetzen kann“, erklärt Pechar.

Bei neuen Fahrzeugen helfen kein Draht und auch keine Strumpfhose

Jedes Jahr rücken er und seine Kollegen vom ÖAMTC Steyr zu ca. 6.100 Pannenhilfen aus – etwa 10% davon waren in der Nacht. Für die meisten Einsätze sind nach wie vor schwache, leere oder defekte Batterien verantwortlich, die das Fahrzeug nicht mehr starten ließen. Ungefähr 25 Prozent der Pannen ereigneten sich aufgrund von Motorproblemen und bei den restlichen Einsätzen handelte es sich um Probleme mit der Elektrik bzw. Elektronik, dem Starter oder Lichtmaschine sowie Probleme mit Fahrwerk oder Reifen. „Ganz früher ließen sich die meisten Pannen mit etwas Draht, zwei Gabelschlüssel, einem Schraubenzieher, einer Drahtbürste und einer Strumpfhose beheben. Damit kommen wir heute in den meisten Fällen nicht mehr weit, denn heutzutage ist viel Elektronik verbaut, aber glücklicherweise stehen uns modernste Diagnosegeräte, Werkzeuge und eine eigene Fehler-Datenbank zur Verfügung. Trotzdem kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis wir die tatsächliche Ursache des Problems gefunden haben – vor allem eben in der Nacht“, so Pechar.  

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