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Unfallbewältigung: Jedes 10. Kind nach einem Unfall traumatisiert

Unfallbewältigung bei Kindern: Ein Unfall ist für alle Beteiligten bitter. Gerade Kinder erleben bei einem Unfall oft schreckliche Momente der Angst.

Unfall_Kinder.jpg © ÖAMTC
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Ein Unfall ist für alle Beteiligten bitter. Gerade Kinder erleben bei einem Unfall oft schreckliche Momente der Angst. Sie sehen und hören die Unfallopfer - im schlimmsten Fall sogar die Eltern selbst. Kinder müssen daher so rasch wie möglich aus dem Unfallbereich gebracht werden, um sie vor weiteren Bildern und Eindrücken des Unfalls zu schützen. Mit dem Kind sprechen und ruhig erklären was geschieht: Das Kind soll spüren, dass es nicht allein gelassen wird.

Kinder reagieren unterschiedlich auf Extremsituationen. Belastungsreaktionen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfall können sich in Angst vor dem Alleinsein, Schlafproblemen oder gereiztem Verhalten zeigen. Wenn diese Verhaltensänderungen des Kindes über einen längeren Zeitraum andauern, sollte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Eltern nehmen Schlüsselposition ein

Für Kinder nehmen die Eltern bei der psychischen Bewältigung des Unfalls eine Schlüsselposition ein. Dem Kind soll die Möglichkeit und der Raum gegeben werden, die Ereignisse aktiv zu verarbeiten.

  • Zunächst sollte man dem Kind immer wieder die Gelegenheit geben, zum Beispiel beim Spielen oder Basteln über das Erlebte und seine Gefühle zu sprechen. Um die Erlebnisse spielerisch zu verarbeiten, kann man den Unfall gemeinsam mit dem Kind aufmalen oder nachstellen.

  • Auf keinen Fall abblocken, wenn das Kind über das Ereignis reden will. Dem Kind genau zuhören und seine Ängste und Gefühle ernst nehmen.

  • Eltern sollten auf Alarmsignale sofort reagieren. Wenn z.B. ein Kind nach einem Unfall ruhiger wird und sich mehr und mehr zurückzieht, versuchen die Eltern am besten, geduldig und mit besonders viel Feingefühl auf ihren Schützling einzugehen.

  • Von Vermeidungsstrategien, wie z.B. das Kind nicht mehr alleine auf das Fahrrad steigen zu lassen, wird abgeraten. Solche Schutzreaktionen sind bei der Unfallbewältigung eher hinderlich als dienlich.

  • Besonders wichtig ist es, dem Kind wieder Vertrauen und Selbstsicherheit zu schenken.

  • Wenn Eltern das Gefühl haben, ihrem Kind beim Überwinden seines Traumas nicht helfen zu können, sollten sie am besten die professionelle Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen.
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