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9 Autos im ÖAMTC-Crashtest

Fast alle räumen 5 Sterne ab.

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC
ÖAMTC Crashtest 9/2017 - Kia Rio im ÖAMTC-Crashtest 2017 (Frontalaufprall) © ÖAMTC

Dass die Verkehrssicherheit moderner Autos immer besser wird, zeigt einmal mehr der aktuelle ÖAMTC-Crashtest: 9 Fahrzeuge wurde getestet, 6 erreichten in ihrer Serien-Ausführung 5 Sterne (Ford Fiesta, Jeep Compass, Mazda CX-5, Mercedes C-Klasse Cabrio, Opel Grandland X und Renault Koleos).

Nicht ganz so stark war der Opel Ampera-e (4 Sterne) und die beiden Neuerscheinungen von KIA (sowohl Rio als auch Picanto wurden in der Serienausstattung mit nur 3 Sternen bewertet). Abhilfe schafft bei KIA das mit Zusatzkosten verbundene Sicherheitspaket, das den Rio auf 5, den Picanto auf 4 Sterne aufwertet.

Sicherheitspakete machen Sterne-Unterschied

ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang erklärt dazu:

"Die beiden KIA sind vergleichsweise klein und günstig, was den Vergleich mit der Konkurrenz in diesem Crashtest nur bedingt zulässt. Allerdings zeigen die optionalen Sicherheitspakete, dass es auch anders geht – wenn der Konsument den Aufpreis zahlt."

Beim Rio beinhaltet das optionale Sicherheitspaket Notbrems- und Spurhalteassistenten, beim Picanto ist es nur ein Notbremsassistent. "Im Gesamtergebnis bringt das beiden Fahrzeugen deutliche Verbesserungen bei der Erwachsenensicherheit und eine massive Aufwertung bei den Sicherheitsassistenten", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen. "Beim Rio sinkt durch einen Notbremsassistenten, der auf Fußgänger reagiert, auch das Risiko eines Zusammenstoßes mit einem Passanten, was ihm letztlich die 5 Sterne bringt."

Hersteller weiterhin gefordert

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Ford Fiesta im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 87%, Kindersicherheit 84%, Fußgängersicherheit 64%, Sicherheitsassistenten 60%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Jeep Compass im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 90%, Kindersicherheit 83%, Fußgängersicherheit 64%, Sicherheitsassistenten 59%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Mazda CX-5 im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 95%, Kindersicherheit 80%, Fußgängersicherheit 78%, Sicherheitsassistenten 59%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Mercedes C-Klasse Cabrio im ÖAMTC-Crashtest …

Erwachsenensicherheit 89%, Kindersicherheit 79%, Fußgängersicherheit 66%, Sicherheitsassistenten 53%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Opel Grandland X im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 84%, Kindersicherheit 87%, Fußgängersicherheit 63%, Sicherheitsassistenten 60%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Renault Koleos im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 90%, Kindersicherheit 79%, Fußgängersicherheit 62%, Sicherheitsassistenten 75%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Opel Ampera-e im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 82%, Kindersicherheit 73%, Fußgängersicherheit 75%, Sicherheitsassistenten 72%, insgesamt 4 Sterne

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Kia Rio im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 85%, Kindersicherheit 84%, Fußgängersicherheit 62%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne (ohne Safety-Pack)
Erwachsenensicherheit 93%, Kindersicherheit 84%, Fußgängersicherheit 71%, Sicherheitsassistenten 59%, insgesamt 5 Sterne (mit Safety-Pack)

ÖAMTC Crashtest 9/2017 ÖAMTC

Kia Picanto im ÖAMTC-Crashtest 2017

Erwachsenensicherheit 79%, Kindersicherheit 64%, Fußgängersicherheit 54%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne (ohne Safety-Pack)
Erwachsenensicherheit 87%, Kindersicherheit 64%, Fußgängersicherheit 54%, Sicherheitsassistenten 47%, insgesamt 4 Sterne (mit Safety-Pack)

Mit dem Rest des Feldes zeigt sich der ÖAMTC-Cheftechniker großteils zufrieden. "5 Sterne bedeuten aber nicht, dass es keine Verbesserungsmöglichkeiten gibt", hält Lang fest. "Speziell in der Fußgängersicherheit haben alle Fahrzeuge ihre Probleme. Es gibt im aktuellen Test beispielsweise kein Auto, dessen A-Säulen bei einem Aufprall nicht zu schwersten Verletzungen führen können." 

Fahrerassistenten können sowohl Fußgänger als auch Fahrzeuginsassen schützen. Kommt es jedoch zu einem Unfall, sitzt man nicht in jedem Auto gleich sicher. Auch hier zeigten sich beim ÖAMTC-Crashtest die Unterschiede im Detail. So ist beispielsweise beim Jeep Compass die Gefahr von schweren Brustverletzungen bei einem Anprall an einen Baum oder Laternenmasten gegeben. "Das C-Klasse Cabrio von Mercedes weist eine ähnliche Schwäche auf, noch dazu gibt es für hinten sitzende Passagiere das Risiko von schwersten Nackenverletzungen bei einem Aufprall von hinten", erklärt Lang. 

Und auch bei der Kindersicherheit müssen die Hersteller noch nachlegen. Der Opel Ampera-e verfehlte aufgrund seiner Werte in diesem Kriterium sogar knapp die Fünf-Sterne-Wertung. Der Grund: Auf den äußeren Rücksitzen lassen sich Kindersitze mit iSize-Fixierung nicht sicher installieren. "Stark erhöhte Werte bei Frontal- und Heckaufprall wurden außerdem gleich bei mehreren Fahrzeugen in verschiedenen Konstellationen gemessen", kritisiert der ÖAMTC-Cheftechniker. Sehr hohe Belastungen traten zum Beispiel beim KIA Picanto (zehnjähriges Kind im Brustbereich beim Heckcrash), Mazda CX-5 und Renault Koleos (zehnjähriges Kind im Nackenbereich beim Frontcrash), Mercedes C-Klasse Cabrio (sechsjähriges Kind im Kopfbereich beim Heckcrash) auf. 

Links zum Thema

Crashtest 3. Sitzreihe ÖAMTC

Thema Tests

Der ÖAMTC führt in regelmäßigen Abständen verschiedene umfangreiche Tests durch. Vom Crashtest über den Kindersitz- bis hin zu Reifentests. Der Club bietet Ihnen unabhängig alle notwendigen Informationen, um Ihre Entscheidung für ein Produkt zu erleichtern. Ein gutes Gefühl, beim Club zu sein.

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