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Schutz vor Marderschaden am Auto: Tipps gegen ungebetene Gäste im Motorraum

So können Sie sich vor Marderattacken schützen.

Motorraum © ÖAMTC
Motorraum © ÖAMTC

Marder sorgen für streikende Fahrzeuge

Die Folgen einer Marderattacke können im schlimmsten Fall Kurzschlüsse, ein zerstörter Katalysator oder sogar ein Motorschaden sein. Den angerichteten Schaden deckt nicht jede Kaskoversicherung. Hier heißt es bei der Versicherung nachfragen, ob die pelzige Attacke Vertragsinhalt ist.

Besonders gefährdet sind Personen, die zwischen zwei Orten pendeln und über Nacht ihr Fahrzeug abstellen. Haben sich an beiden Orten Marder im Motorraum heimisch gemacht, versuchen die Tiere ihr Revier zu verteidigen. Oft wird ein Marderbiss nicht gleich bemerkt, weil die Zähne der Tiere nur sehr kleine Einstiche hinterlassen.

Marder © iStockphoto

Kabel-Killer Marder

Sie sind etwa drei Kilogramm schwer, 70 Zentimeter lang und haben 38 Zähne. Marder werden von der Wärme des Motors im Auto angelockt und können mühelos ein tonnenschweres Fahrzeug lahm legen. Mit ihren kleinen scharfen Zähnen bearbeiten sie besonders gerne Dämmstoffe, Zündkabel, Kühlwasserschläuche, Bremsschläuche, Scheibenwaschanlage oder die Kabel der Lambdasonde.

Tipps & Schutzmaßnahmen gegen Marderattacken

  • Nach jeder Marderattacke muss auf jeden Fall eine Motorwäsche durchgeführt werden, um den Duft aus dem Motorraum zu beseitigen. Die Nager hinterlassen Duftstoffe, die weitere Artgenossen anlocken könnten.
  • Meistens sind die kleinen Tiere hartnäckig. Abhilfe für leidgeplagte Autobesitzer schaffen Ultraschall- und Elektroschockgeräte. Schallwellen im Ultraschallbereich sind für den Marder unangenehm und halten ihn vom Fahrzeug fern.
  • Da sich manche Tiere aber schnell an die Frequenztöne gewöhnen, helfen dann nur noch Elektroschockanlagen. Dabei werden Kontaktplättchen aus Metall auf der Unterseite des Motorraums befestigt. Berührt ein Marder eine dieser Platten, bekommt er einen elektrischen Schlag, vergleichbar mit einem Weidezaun. Für Menschen sind diese Anlagen ungefährlich, weil sie beim Öffnen der Motorhaube abgeschaltet werden.
  • Auch die Ummantelungen aus Hartkunststoff für Zünd- und andere Elektrokabel schützen vor den Bissattacken. Allerdings bleiben so Achsmanschetten, Kühlschläuche, Dämmmatten und andere Bauteile ungeschützt.
  • Kurzfristig helfen können spezielle Duftstoffe am und rund um das Fahrzeug. Marder finden das Auto dann weniger verlockend, die Duftstoffe verfliegen aber bei Nässe und vor allem im heißen Motorraum recht rasch und müssen zumindest nach jeder Regenfahrt neu aufgetragen werden.
     

Auf jeden Fall lohnen sich Schutzmaßnahmen angesichts der möglichen Schadenshöhe nach einer Marderattacke.

Eher wirkungslos

Der Erfolg von Hundehaaren, WC-Steinen, Urin (von Mensch oder Hund), Maschendraht oder tickenden Weckern im Motorraum darf hingegen in Zweifel gestellt werden. Transparente mit Wasser gefüllte Plastikflaschen, die rund ums Auto positioniert werden und den Marder durch Lichtreflexe verscheuchen sollen, halten manche zwar fern, haben aber auf öffentlichen Verkehrsflächen nichts verloren.

Bei Verdacht von Marderbefall Fachmann hinzuziehen

Wenn man den Verdacht hat, ungebetene Gäste in seinem Auto zu beherbergen, sollte man einen Fachmann hinzuziehen. 

Wenn der Marder zugeschlagen hat, können z.B. die Techniker an den ÖAMTC-Stützpunkten mit moderner Technik die Schäden schnell lokalisieren. Geht gar nichts mehr, ist die ÖAMTC-Pannenhilfe unter der Nothilfe-Nummer 120 rund um die Uhr erreichbar.

ÖAMTC Technischer Dienst

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