Schutzwegsicherheit bei Dunkelheit

Ausreichende Beleuchtung als wesentlicher Beitrag zur erhöhten Fußgängersicherheit.

Schutzwege sollen Fußgängern zur sicheren Überquerung einer Straße dienen. Allerdings wird gerade bei Dunkelheit der Vorrang der Fußgänger oft missachtet. Der ÖAMTC testete daher die Beleuchtungsqualität von ausgewählten Schutzwegen in den Landeshauptstädten.

Schutz von Fußgängern oft nicht gewährleistet

Mit zunehmenden Verkehrsmengen und im Straßenraum vermehrt auftretenden Nutzungsarten kommt es häufiger zu Konflikten zwischen Kfz, Radfahrern und querenden Fußgängern. Schutzwege zählen zu Querungshilfen, die Fußgängern das sichere Überqueren von Fahrbahnen ermöglichen sollen. Die Unfallstatistik zeigt, dass dies leider oftmals nicht der Fall ist. Jährlich kommt es zu über 1.000 Fußgängerunfällen auf Schutzwegen. Das enspricht immerhin einem Viertel aller Fußgängerunfälle. Rund 70% davon passieren im Kreuzungsbereich, 30% im kreuzungsfreien Bereich. Doch gerade Unfälle im freien Streckenbereich haben häufig fatale Folgen für Fußgänger. Als besonders gefährdet gelten junge und alte Personen.

In den Wintermonaten häufen sich Fußgängerunfälle, da die Zeit ohne Tageslicht länger wird und dadurch Fußgänger schwerer zu sehen sind. Vor allem auf nicht signalgeregelten Übergängen besteht erhöhtes Risiko. Die ausreichende Beleuchtung ist maßgeblich für die Erkennbarkeit von Fußgängern auf einem Schutzweg oder der Aufstellfläche in der Nacht oder bei Dämmerung.

Viele Schutzwege unzureichend beleuchtet

Der ÖAMTC überprüfte stichprobenartig die Beleuchtungsstärken auf kreuzungsfreien, nicht-signalgeregelten Schutzwegen in allen Landeshauptstädten. Grundsätzlich muss laut ÖNORM an allen Stellen eines Schutzweges sowie auf den Auftrittsflächen ein Mindestwert von 5 Lux erreicht werden. Optimalerweise sollte ein Lichtfarbenwechsel den Schutzweg zusätzlich erkennbar machen. 

Bei den Messungen in den Landeshauptstädten zeigte sich aber, dass diese Vorgaben oft nicht eingehalten werden. Im Detail: Rund 9% aller untersuchten Schutzwege wiesen kleine Mängel auf. Rund 22% zeigten gröbere Mängel bei der Beleuchtung. Bei diesen Schutzwegen waren über die Hälfte aller Messwerte unter dem Mindestwert, bei drei davon wurde dieser Mindestwert an keinem einzigen Messpunkt erreicht. Andererseits können aber auch positive Beispiele genannt werden, bei denen die Beleuchtungsstärke sehr gut war und die durch Lichtfarbenwechsel und angebrachte Warnleuchten zusätzlich kenntlich gemacht wurden. Bei der Hälfte der untersuchten Schutzwege wurden keine Mängel festgestellt.

Regelmäßige Überprüfung von Schutzwegbeleuchtungen notwendig

Eine hohe Beleuchtungsqualität sorgt für die frühzeitige Erkennbarkeit von Fußgängern im Bereich von Schutzwegen und erhöht damit die Sicherheit bei Dunkelheit. Daher ist die regelmäßige Überprüfung und Wartung von Schutzwegbeleuchtungen unerlässlich. Empfehlenswert ist der Einsatz von "schmalbandigen Schutzwegleuchten" beidseitig des Schutzweges (diagonal versetzt) sowie ein Lichtfarbenwechsel, um die Aufmerksamkeit und Erkennbarkeit weiter zu erhöhen. 

Für Fahrzeuglenker ist es ratsam vor Schutzwegen besonders aufmerksam und anhaltebereit zu fahren und auch die seitlichen Bereiche im Auge zu behalten. Ebenso ist für Fußgänger besondere Vorsicht beim Überqueren geboten. Man sollte sich stets vergewissern, dass man von den Fahrzeuglenkern erkannt wird und die Querungsabsicht klar ersichtlich ist. Vorteilhaft ist auch das Tragen heller Kleidung- idealerweise mit reflektierenden Materialien. Gerade bei Dunkelheit können so gefährliche Situationen vermieden werden. 

Nähere Informationen finden Sie im Bericht.

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