LKW Sicherheit - Notbremsassistenten im Test

Wirkung von Notbremsassistenten auf die Verkehrssicherheit

Unfälle mit Lkw-Beteiligung passieren statistisch gesehen relativ selten, sind aber zumeist sehr folgenschwer für die Verunglückten. Assistenzsysteme können zu einer Verbesserung beitragen.

LKW Sicherheit

ÖAMTC Unfallforschung © ÖAMTC

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Moderne Lkw sind mit Assistenzsystemen ausgestattet, die mehr leisten als es gesetzlich verlangt ist.

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Die Austattung aller Lkw mit der maximalen Ausprägung der Sicherheitssysteme könnte viele Auffahrunfälle verhindern.

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Die Folgen für Pkw-Insassen bei einem Auffahrunfall mit einem Lkw sind fatal, wie ein Crashtest eindeutig belegt.

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Der Test zeigt: Notbremsassistenten können Auffahrunfälle verhindern.

Unfälle mit Lkw sind selten, aber zumeist folgenschwer

Laut den Angaben der Statistik Austria waren 2015 bei nur 3% aller Verkehrsunfälle in Österreich mindestens ein Lkw beteiligt, allerdings waren 14% der im Straßenverkehr getöteten Personen bei diesen Unfällen zu beklagen- d.h. der Anteil an Getöteten bei Lkw-Unfällen ist im Vergleich zu anderen Unfällen sehr hoch. Insgesamt starben 66 Personen bei Lkw-Unfällen, davon waren acht Insassen. 

Neben Unfällen mit Fußgängern oder Radfahrern, die von Lkw-Lenkern übersehen werden, sind Auffahrunfälle eines der großen Problemfelder. Fährt ein Lkw auf einen Pkw auf, so kann er diesen quasi vor sich herschieben und gegen das nächste stehende Fahrzeug oder Hindernis drücken. Frühere ÖAMTC-Crashtests zeigten die verheerenden Folgen, die diese Unfälle für die Insassen haben. Der Massen- und Geschwindigkeitsunterschied sowie die „weicheren“ Strukturen der Pkw an der Heckseite führen dazu dass sich die Fahrgastzelle nahezu komplett zusammenfaltet und keinen Schutz für die Insassen mehr bietet.

Notbremsassistenten im Test

Im Bereich der Assistenzsysteme hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Der ÖAMTC untersuchte deshalb die Wirksamkeit der neuesten Notbremssysteme dreier Hersteller. Hierfür wurden Fahrversuche auf einem Testgelände durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass alle getesteten Notbremsassistenten Auffahrunfälle aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h verhindern. Die untersuchten Modelle leisteten somit mehr als vom Gesetzgeber verlangt wird.

Als Mindestvoraussetzung vorgeschrieben (ab Nov. 2018) ist ein System, welches ein stehende Fahrzeuge erkennen kann, Warnungen ausgibt, ggf. eine Teilbremsung einleitet und die Geschwindigkeit auf stehende Hindernisse um mindestens 20 km/h senkt. Diese Anforderungen tragen bei einem Teil der Unfälle zur Unfallvermeidung bei, stellen jedoch bei stehenden Hindernissen lediglich eine Abmilderung der Unfallschwere dar. Lkw mit 40 t Gewicht haben bei einer (Kollisions-)Geschwindigkeit von 60 km/h noch 56% der Energie der Ausgangsgeschwindigkeit von 80 km/h.

Maximale Ausprägung der Sicherheitssysteme erforderlich

Um die Lkw-Lenker und weitere Unfallbeteiligte bestmöglich zu schützen, empfiehlt der ÖAMTC folgende Punkte zu beachten:

  • Die Ausstattung aller Lkw mit der maximalen Ausprägung der Sicherheitssysteme muss vorangetrieben werden. Außerdem muss angedacht werden, die gesetzlichen Anforderungen an Assistenzsysteme anzuheben.
  • Der richtige Umgang mit den Systemen erfordert auch entsprechende Informationen und Schulungen für Lenker und Unternehmer. Durch den raschen technologischen Fortschritt sollte man sich regelmäßig fortbilden.
  • Um eventuelle Fehlauslösungen vorzubeugen, sind die Systeme mit einer Sicherheitsabschaltung versehen. So wird nach dreimaliger Aktivierung des Notbremsassistenten, dass System abgeschalten. Hier sind unterschiedliche Varianten der Abschaltung, sowie das danach erforderliche Aktivieren bei den Herstellern zu finden. Hier sollte man eine einheitliche „praxisnahe“ Lösung finden.
  • Weiters sind auch Notbremsassistenten für Pkw dringend zu empfehlen. Das Unterfahren eines Lkws durch einen Pkw führt zu schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Verletzungen für die Pkw-Insassen.

Nähere Details finden Sie im Bericht.

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