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Rückwärtsgerichtete Kindersitze (Reboarder) bieten Sicherheitsvorteile

Im Reboard-System Kinder rückwärtsgerichtet im Auto sichern.

Rückwärts gerichteter Kindersitz (Reboarder) © iStock/SolStock
Rückwärts gerichteter Kindersitz (Reboarder) © iStock/SolStock

Neugeborene Kinder werden grundsätzlich in rückwärtsgerichteten Babyschalen befördert. Bis zum Alter von etwa 15 Monaten oder maximal 13 Kilogramm Körpergewicht sollte jedenfalls diese Form der Beförderung beibehalten werden. Bei Sitzen, die dem neuen Kindersitzstandard "i-Size" entsprechen, ist die Beförderung entgegen der Fahrtrichtung bis zu einem Alter von 15 Monaten sogar Pflicht.

Auch ab dem 15. Monat ist es günstiger für das Kind weiterhin rückwärtsgerichtet zu sitzen, ein geringeres Verletzungsrisiko bei einem Frontalcrash ist gegeben. Die Vorteile in der Sicherheit bei einer Frontalkollision überwiegen, die Sicherheit bei einer Kollision von der Seite ist gut und die Handhabung problemlos.

Warum rückwärtsgerichtet sichern?

Bei einem Frontalcrash bieten rückwärtsgerichtete Kindersitze einen Sicherheitsvorteil gegenüber vorwärtsgerichteten Sitzen. Reboarder bieten hier den höchsten Schutz für Babys und Kleinkinder, da die Belastung breitflächig über den Rücken des Kindes übertragen wird, wodurch Kopf und Nacken weniger Druck standhalten müssen.

  © ÖAMTC

Der Kopf eines Kindes ist im Verhältnis zum Körper relativ groß. Im rückwärtsgerichteten Kindersitz wird im Fall eines Frontalaufpralles der Kopf des Kindes zunächst schützend in den Sitz gedrückt, die Gefahr schwerer Nacken- und Wirbelsäulenverletzungen ist daher geringer.

  © ÖAMTC

Platzangebot & Komfort

Mit zunehmender Körpergröße und Gewicht des Kindes wird es aber zur Herausforderung für den Sitzhersteller entsprechende Systeme so zu gestalten, dass diese sicher im Fahrzeug befestigt werden können und dem Kind neben der Sicherheit auch noch ein halbwegs komfortabler Sitzplatz angeboten wird. Dies gelingt dank Isofixbefestigung besser als mit klassischer Gurtmontage, denn hier sind Zusatzgurte erforderlich und damit wird der Einbau komplizierter.

Bei der Montage auf dem Rücksitz kann es erforderlich sein, dass der Beifahrersitz weit nach vorne geschoben werden muss. Besonders bei kleineren Autos ist eine vernünftige Sitzposition für Erwachsene dann möglicherweise auf diesem Sitzplatz nicht mehr gegeben. Vor dem Kauf von rückwärtsgerichteten Kindersitzen für Kinder über 13 kg sollte deshalb unbedingt ein Einbauversuch im eigenen Fahrzeug durchgeführt werden.

Wichtig!

Auf keinen Fall darf ein rückwärtsgerichtetes System auf einem Beifahrerplatz mit aktivem Front-Airbag befestigt werden.

Probesitzen und Einbau bei ihrem ÖAMTC-Stützpunkt

Der Club bietet rückwärtsgerichtete Kindersitze an. Kommen Sie mit ihrem Kind zu ihrem ÖAMTC-Stützpunkt und lassen sie es probesitzen. Wir nehmen uns ausreichend Zeit, den Sitz zu finden, der am besten zu ihrem Kind und in ihr Auto passt. Natürlich erledigen wir auch gleich den Einbau für Sie.

Kindersicherheit

Thema Kindersicherheit

Die Welt zu erkunden ist das Recht der Kinder. Ihnen das sicher zu ermöglichen, liegt in der Verantwortung der Erwachsenen. Der ÖAMTC informiert, wie Sie mit Kindern sicher ans Ziel gelangen.

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