Artikel drucken
Drucken

Vorsicht, wenn der Hubschrauber kommt

Bei Annäherung des Hubschraubers sollte man den Landeplatz rasch freimachen. Eine sachgerechte Einweisung kann nur durch die Einsatzkräfte vorgenommen werden.

Österreichweit verdanken wöchentlich rund 50 Patienten ihr Leben dem Einsatz eines Notarzthubschraubers. Die Piloten müssen oft schwer erreichbare Unfallstellen anfliegen und landen nicht selten mitten auf der Autobahn oder auf einer Straße. "Sechs goldene Regeln" im Umgang mit dem Hubschrauber gewährleisten einen sicheren Rettungsablauf. 

Folgende Tipps sollten Ersthelfer beachten

Abwind des Rotors

Bei Annäherung des Hubschraubers sollte man den Landeplatz rasch freimachen. Eine sachgerechte Einweisung kann nur durch professionelle Einsatzkräfte vorgenommen werden. Bei der Hubschrauberlandung ist Vorsicht geboten: Der Abwind des Rotors kann herumliegende Autoteile, Sand oder Schotter hoch schleudern.
Darum sollten Helfer den potenziellen Landeplatz, bis auf den Einweiser, früh genug verlassen, um sich nicht selbst zu gefährden. Verletzte lassen sich am einfachsten mit einer Decke schützen. Auch hier gilt es den Abwind des Rotors zu beachten.

Auslaufphase des Rotors

Die Auslaufphase des Rotors nach der Landung beträgt etwa zwei Minuten. Solange müssen Autos und Passanten in angemessenem Abstand warten. Es kann lebensgefährlich sein, sich vor der Freigabe durch die Rettungskräfte oder eines Besatzungsmitgliedes in die Nähe des Hubschraubers zu begeben. Eine Annäherung an den gelandeten Hubschrauber darf erst nach völligem Stillstand des Rotors erfolgen.

Blickkontakt zum Piloten

Alle sich dem Hubschrauber nähernden Personen müssen Blickkontakt zum Piloten haben. In Ausnahmefällen kann man früher in die Nähe des Hubschraubers, auch wenn der Rotor noch nicht zum völligen Stillstand gekommen ist. Dieses Annähern darf aber erst erfolgen, wenn die Besatzung des Hubschraubers ein entsprechendes Zeichen gibt.

Freigabe der Unfallstelle

Die Notarzthubschrauberbesatzungen sind Profis und stets bemüht, die Unfallstelle so schnell wie möglich wieder freizugeben. Ungeduld ist nicht angebracht. Wer die Aufforderungen der Helfer missachtet, verursacht nur weitere Verzögerungen.

Flugrettung Christophorus

Thema Flugrettung

Die ÖAMTC-Flugrettung fliegt jährlich rd. 18.000 Einsätze. Das Ziel: Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen. Tausende Menschen verdanken der schnellen Hilfe aus der Luft ihr Leben und noch eine viel größere Zahl hat sich lange Aufenthalte in Krankenhäusern erspart.

© ÖAMTC
In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln