Artikel drucken
Drucken

ÖAMTC-Flugrettung macht die Christophorus-Flotte zukunftsfit

Langfristige Investition im Sinne der Patienten  

Helionix1_ÖAMTC_Postl ÖAMTC-Flugrettung: Das neue Flaggschiff der Christophorus-Flotte  © ÖAMTC/Postl
Helionix1_ÖAMTC_Postl ÖAMTC-Flugrettung: Das neue Flaggschiff der Christophorus-Flotte  -  Anfang April übernahm die ÖAMTC-Flugrettung von Airbus Helicopters einen Hubschrauber der neuesten Generation. Mit der digitalen Avioniksuite Helionix verfügt der H135 über modernste Hubschrauberelektronik sowie einen Vier-Achsen-Autopilot. Auch wenn es sich dabei um das Standardmodell der ÖAMTC-Flugrettung handelt, brauchen alle Piloten, die künftig diese Maschine fliegen sollen, wegen des neuen Cockpit-Designs eine eigene Einschulung. Dieses behördlich vorgeschriebene Familiarisation Training ist Grundvoraussetzung für jeden Einsatzpiloten, bevor er mit dem neuen Hubschrauber abhebt. © ÖAMTC/Postl
Christophorus 14 am Dachstein © ÖAMTC/Schornsteiner
Christophorus 14 am Dachstein © ÖAMTC/Schornsteiner

Mitte Dezember hat die ÖAMTC-Flugrettung einen Vertrag zum Kauf von fünf Notarzthubschraubern vom Typ Airbus Helicopters H135 unterzeichnet, inklusive einer Option auf einen sechsten. "Mit dieser Entscheidung stellen wir die Weichen für die nächsten zehn Jahre", zeigt sich Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, zufrieden. "Der deutlich leistungsstärkere und für Instrumentenflug zugelassene Hubschrauber bringt uns der Vision an jedem Ort, zu jeder Zeit und bei jedem Wetter helfen zu können, einen entscheidenden Schritt näher." Seit mittlerweile über 20 Jahren fliegt die ÖAMTC-Flugrettung ausschließlich mit EC 135. Bis Mitte 2024 sollen die fünf bis sechs neuen Hubschrauber nach und nach ältere Modelle ersetzen. "Diese Helikopter sind optimal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und bewähren sich Tag für Tag und Nacht für Nacht bei Einsätzen in ganz Österreich", sagt Kraxner. "Es ist daher die logische Konsequenz, die Flotte sukzessive durch das leistungsstärkere Nachfolgemodell H135 zu erneuern." Diese Ein-Flottenstrategie reduziert den Wartungsaufwand enorm und erhöht gleichzeitig die Verfügbarkeit der Flotte. "Die ÖAMTC-Flugrettung investiert bis zu 30 Millionen Euro – inklusive medizinischer Ausrüstung – für die neuen Maschinen", ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Marco Trefanitz. "Doch wir wissen, dass dies ein wichtiger Schritt im Sinne unserer Patientinnen und Patienten ist."

Mit der digitalen Avioniksuite Helionix sowie einem 4-Achsen-Autopiloten werden die neuen Hubschrauber über modernste Elektronik an Bord verfügen. Das innovative System fasst alle für das Flugmanagement relevanten Daten auf wenigen elektronischen Displays zusammen und erhöht damit die Übersicht für die Crew und somit die Sicherheit. Zudem ist es selbstverständlich mit den mittlerweile standardmäßig eingesetzten Nachtsichtbrillen kompatibel. "Gerade in anspruchsvoller Umgebung und bei nahezu allen Wetterbedingungen ist es großartig, durch neueste technologische Entwicklungen unterstützt zu werden", weiß Kraxner.

Upgrade durch die Techniker der HeliAir

Abgerundet wird die Innovationsoffensive durch zwei weitere H135-Upgrades von der Version T2+ auf die Version T3 durch die Techniker der HeliAir. "Es ist für uns selbstverständlich, nicht nur in neue Hubschrauber zu investieren, sondern auch bereits vorhandene auf den neuesten Stand der Technik zu bringen", so Kraxner. Die Modernisierungsarbeiten sind umfassend. So werden unter anderem die Hauptrotorblätter, das Hauptgetriebe, das Höhenleitwerk sowie einige Cockpitinstrumente ausgetauscht. "Vier Techniker arbeiten rund acht Wochen an einem Helikopter", berichtet Trefanitz. "In Summe investiert die ÖAMTC-Flugrettung rund 650.000 Euro in die Modernisierung jedes einzelnen Hubschraubers."

Die ÖAMTC-Flugrettung betreibt in Österreich neben 17 ganzjährigen Stützpunkten noch einen Intensivtransporthubschrauber sowie vier saisonale Winter-Stützpunkte. "Wir sehen es als Teil unserer Aufgabe, an die Zukunft zu denken", so Kraxner abschließend. "Unsere Investitionen stellen sicher, dass die ÖAMTC-Flugrettung auch in den kommenden Jahren ein Garant für zuverlässige, rasche und professionelle Hilfe ist."

Flugrettung_Christophorus.jpg

Thema Flugrettung

Die ÖAMTC-Flugrettung fliegt jährlich rd. 17.000 Einsätze. Das Ziel: Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen. Tausende Menschen verdanken der schnellen Hilfe aus der Luft ihr Leben und noch eine viel größere Zahl hat sich lange Aufenthalte in Krankenhäusern erspart.

© ÖAMTC
ÖAMTC Stützpunkt