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Auf der Skipiste sollte man folgende 10 Regeln einhalten

Um das Risiko von Unfällen zu minimieren, gibt es, ähnlich wie im Straßenverkehr, Regeln, die zur Klärung der Verschuldensfrage nach Pistenunfällen beitragen.

Skifahren © iStockphoto
Skifahren © iStockphoto

Im Gegensatz zur Straßenverkehrsordnung fristen die zehn Pistenregeln des internationalen Skiverbandes FIS jedoch ein eher anonymes Dasein. Nur die wenigsten Wintersportler könnten alle zehn Regeln aufzählen. Dass aber trotzdem die wichtigsten den meisten Wintersportlern bekannt sein müssten, liegt sicherlich an ihrer Vergleichbarkeit mit den Grundregeln des Straßenverkehrs.

Die 10 FIA Pistenregeln

  • Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  • Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  • Wahl der Fahrspur
    Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
  • Überholen
    Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
  • Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  • Anhalten
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
  • Aufstieg und Abstieg
    Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  • Beachten der Zeichen
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
  • Hilfeleistung
    Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  • Ausweispflicht
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

ÖAMTC-Sicherheitstipps für die Skipiste

  • Eine angepasste und vor allem beherrschbare Geschwindigkeit fahren: Umsichtige Skifahrer fahren immer auf Sicht und passen ihre Geschwindigkeit dem Können und auch den Schneeverhältnissen an. Glattgewalzte Pisten, extrem harter Schnee und vor allem immer besseres Material führen vielfach zu weit überhöhtem Tempo.
  • Die eigene Kondition richtig einschätzen und Alkohol vermeiden: Ein Sechs-Stunden-Skitag ohne längere Pause ist für viele Hobbysportler zu viel. Aus langjähriger Erfahrung wissen die Crews der ÖAMTC-Notarzthubschrauber, dass die meisten Skiunfälle in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr passieren. Neben Müdigkeit ist dabei manchmal auch allzu heftiger Alkoholkonsum mit im Spiel.
  • Der ÖAMTC empfiehlt, Rücksicht auf andere Skifahrer zu nehmen: Besonders beim Überholen (seitlicher Abstand), beim Hintereinanderfahren (Sicherheitsabstand zum Vordermann) und beim Einfahren in eine Piste (immer Blick nach oben) muss man auf andere Wintersportler achten. Anhalten sollte man nur an gut einsehbaren Stellen und immer am Pistenrand. Speziell bei fahrenden Pistenraupen muss man möglichst große Sicherheitsabstände einhalten.
  • Die Pistenmarkierungen beachten: Leichte Abfahrten sind zumeist blau beschildert, etwas anspruchsvollere Pisten sind rot markiert und auf schwere Abfahrten weisen schwarze Schilder hin. Unbedingt ernst genommen werden müssen die Lawinenwarnhinweise.
  • Abfahrten abseits der markierten Strecken sind zu vermeiden: Dort lauern nicht nur alpine Gefahren. Diese Strecken werden zumeist auch nur sporadisch von den Pisten- und Rettungsdiensten betreut und kontrolliert. Auch die Bergung aus unwegsamem Gelände gestaltet sich in der Regel schwierig. Da der ÖAMTC-Notarzthubschrauber selten direkt an der Unfallstelle landen kann, muss in den meisten Fällen eine Taubergung durchgeführt werden.
  • Der ÖAMTC rät, innerhalb der kontrollierten Zeiten zu fahren: Die oft verhängnisvolle "letzte" Abfahrt ins Tal unbedingt bei Tageslicht und vor der letzten Kontrollfahrt des Pistendienstes durchführen. Schon kleine Unfälle in der Dämmerung oder gar bei Dunkelheit können durch die Wartezeit auf den Pistendienst dramatische Folgen haben.
  • Richtige Bekleidung wählen: Gerade im Gebirge kommt es häufig zu sehr raschen Witterungsveränderungen. Jeans und Pullover allein sind für den Wintersport ungeeignet.

Basis der ÖAMTC-Skitipps sind die zehn Pistenregeln des ÖSV und der FIS, dem internationalen Skiverband. Diese Pistenregeln werden bei österreichischen Gerichten auch zur Klärung von Unfallursachen und Schadenersatz-Ansprüchen herangezogen.

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Thema Flugrettung

Die ÖAMTC-Flugrettung fliegt jährlich rd. 18.000 Einsätze. Das Ziel: Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen. Tausende Menschen verdanken der schnellen Hilfe aus der Luft ihr Leben und noch eine viel größere Zahl hat sich lange Aufenthalte in Krankenhäusern erspart.

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