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7 Tipps für E-MTBiker*innen mit Fragen zur realistischen Selbsteinschätzung

Wie überall gilt auch beim Biken im Gelände: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Darum nicht sofort bei der ersten Ausfahrt ins anspruchsvolle Terrain starten, sondern vorab in Ruhe und unter einfachen Bedingungen ein Gefühl für das Handling mit dem Bike bekommen. Länge und Schwierigkeit der Touren langsam steigern und sich auch nicht von Kollegen oder Freunden zu etwas überreden lassen, das man sich alleine nicht zutrauen würde.

Selbst-Check: Fahre ich eher selten Rad und/oder war ich bisher vor allem auf Asphalt unterwegs?

Unterschiedliche Untergründe: Sie erzeugen ungewohntes Fahrverhalten.

Im Wald, auf einer Wiese oder auf Schotter im flachen Gelände kann man sich auf verschiedene Bodenbeschaffenheiten einstellen. Durch Regen kann sich ein vermeintlich einfacher Boden plötzlich in eine große Herausforderung verwandeln. Man hat deutlich weniger Traktion, Wurzeln werden unglaublich rutschig. Auch dann muss der Lenker locker in den Händen liegen.

Selbst-Check: Verkrampfe ich mich öfter, sodass ich mich quasi am Lenker festkralle?

Stehend fahren anstatt im Sattel zu sitzen: Das Beherrschen der Abfahrts-Grundposition.

Sie ist Grundvoraussetzung für eine sichere Abfahrt im anspruchsvollen Gelände. Mit dynamischem Beugen der Ellbogen kann man dabei die Arme als zusätzliches Federelement nutzen und so Geländeunebenheiten entschärfen. Ist der Sattel dabei noch in der tiefen Position, kann er als zusätzlicher Kontaktpunkt am Knie für bessere Kontrolle sorgen.

Selbst-Check: Fühle ich mich unsicher, wenn ich mich aus dem Sattel löse und voll belastet in den Pedalen stehe?

Vorausschauend fahren: Der Einfluss der Blicktechnik wird oft unterschätzt.

Das Rad folgt dem Blick, deshalb sollte man Kurven in ihrer Länge und Breite „scannen“. Auch die Linie, die seitlich an großen Steinen oder Wurzeln vorbei führt, muss aktiv anvisiert werden, damit man diese Spur tatsächlich nimmt.

Selbst-Check: Senke ich häufig den Blick oder kann ihn nicht mehr von einem Hindernis am Weg lösen?

Korrekte Bremstechnik: Gleichzeitiger und dosierter Einsatz von Vorder- und Hinterradbremse.

Nur so sind möglichst kurze Bremswege und sichere Abfahrten möglich. Keines der Räder sollte blockieren, denn das bedeutet Kontrollverlust und im schlimmsten Falle auch einen Sturz. Deshalb langsam an die Fähigkeiten beider Bremsen herantasten und deren Möglichkeiten in sicherer Umgebung ausloten.

Selbst-Check: Bremse ich auf losem Untergrund vor allem ausschließlich mit der Hinterradbremse?

Moderne Technik: Segen und Fluch zugleich.

Großvolumige Stollenreifen, Vollfederung, absenkbare Sattelstütze, kräftiger Motor - all dies erleichtert das Befahren unwegsamer Passagen und erhöht den Komfort. Es kann aber auch zu Selbstüberschätzung führen oder zu unliebsamen Überraschungen bei einem plötzlich einsetzenden Motorimpuls.

Selbst-Check: Gibt mir besonders die technische Ausstattung meines Bikes ein Gefühl von Sicherheit?

Unterstützungsstufe und Gangwahl: Zwei starke Partner.

Es gilt der Grundsatz „So wenig Motorunterstützung wie möglich, so viel wie nötig.“ Bergab kann man gänzlich darauf verzichten. Regelmäßige Kontrollblicke auf’s Display sind unerlässlich. Außerdem spart eine flotte Trittfrequenz Kraft und schont damit nicht nur die Muskulatur sondern auch Antrieb, Motor und Akku, was wiederum zu einer höheren Reichweite führt.

Selbst-Check: Fahre ich meistens in hohen Gängen und mit maximal eingestellter Motorkraft?

Umso mehr Fragen Sie mit „NEIN“ beantworten konnten, desto vertrauter sind Sie bereits mit Ihrem E-MTB und dem Fahren im Gelände.
Viele „JA“-Antworten bedeuten, dass Ihnen (noch) Routine fehlt und es ratsam ist, diese langsam und in kleinen Schritten zu sammeln.

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