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Förderungen von E-Fahrzeugen für Privatpersonen in Österreich

Förderungen vom Bund für Elektroautos, Wallboxen und weiteren E-Fahrzeugen.

Seit 1. Jänner 2021 gibt es vom Bund neue österreichweit gültige Förderungen beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie für die Anschaffung von Ladeinfrastruktur. Die Förderaktion für das Jahr 2021 umfasst sämtliche bis 31. März 2022 registrierten Förderfälle und läuft längstens bis 31. März 2022 bzw. solange Budget verfügbar ist und dieses nicht bereits frühzeitig ausgeschöpft wird. Für das Jahr 2021 stehen in Summe 46 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

In der aktuellen Förderungsaktion E-Mobilität für Private wird die Anschaffung eines Batterie-Elektrofahrzeuges (BEV) sowie die eines Brennstoffzellenfahrzeuges (FCEV) mit in Summe 5.000 € pro Fahrzeug (2.000 € der Automobilimporteure + 3.000 € vom BMK) gefördert. Für Plug-In Hybride (PHEV) [ausgenommen Diesel Plug-In] und Range Extender (REX, REEV)  gibt es in Summe 2.500 € (1.250 € der Automobilimporteure + 1.250 € vom BMK). Weitere Informationen sowie die Vorgehensweise zur Registrierung und Antragstellung finden Sie auf der Seite der Förderstelle HIER.

  © bmk.gv.at © bmk.gv.at

Förderungen E-Fahrzeuge für Privatpersonen Förderanteil der Automobilimporteure, Zweiradimporteure bzw. des Sportfachhandels* Förderanteil vom BMK Gesamte Förderhöhe
E-Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) und Brennstoffzelle (FCEV) 2.000 € 3.000 € 5.000 €
Plug-In Hybrid (PHEV) und Range Extender (REX, REEV) [ausgenommen Diesel] 1.250 € 1.250 € 2.500 €
E-Zweirad mit reinem Elektroantrieb Klasse L1e 350 € 450 € 800 €
E-Zweirad mit reinem Elektroantrieb Klasse L3e 500 € 700 € 1.200 €
Elektro-Transportrad oder Transportrad ohne Tretunterstützung
(Ladegewicht > 80 kg)
150 € + ein großes Fahrradservice im Sportfachhandel bzw. drei Jahre Garantie 850 € 1.000 €
E-Leichtfahrzeug der Klasse L2e, L5e, L6e, L7e - 1.300 € 1.300 €

* Der Anteil der Automobilimporteure, der Zweiradimporteure bzw. des Sportfachhandels wird vom Netto-Listenpreis ergänzend zu den in der Praxis üblichen gewährten Rabatten in Abzug gebracht.

Die wichtigsten Voraussetzungen für Privatpersonen zum Erhalt der E-Fahrzeug-Förderung:

  • Zum Erhalt des Förderanteils vom BMK muss bei der Antragstellung der E-Mobilitätsbonus der Automobilimporteure, der Zweiradimporteure bzw. des Sportfachhandels in korrekter Höhe bereits in Abzug gebracht worden und auf der Fahrzeugrechnung mit dem Informationstext „E-Mobilitätsbonusanteil“ ausgewiesen sein. Den genauen Informationstext „E-Mobilitätsbonusanteil“, der auf der Fahrzeugrechnung  separat ausgewiesen sein muss, finden Sie HIER.
  • Bei der Antragstellung muss der Nachweis des Bezuges von Strom bzw. Wasserstoff aus 100 % erneuerbaren Energieträgern erbracht werden (Strom aus erneuerbaren Energiequellen bzw. Ökostrom gemäß E-Control).
  • Das Fahrzeug muss neu sein bzw. kann auch ein Vorführwagen oder eine Tageszulassung sein. Bei Vorführwägen bzw. Tageszulassungen darf die Erstzulassung des Fahrzeuges am Tag Antragstellung nicht mehr als 12 Monate (365 Tage) zurückliegen, das Fahrzeug darf ausschließlich beim Autohändler zugelassen gewesen sein und der Förderanteil des BMK darf nicht bereits durch den Händler bezogen worden sein.
  • Das Rechnungsdatum darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr als 6 Monate zurückliegen.
  • Der maximale Brutto-Listenpreis des Fahrzeuges darf in der Basisausstattung (Basismodell ohne Sonderausstattung) 60.000 Euro nicht übersteigen.
  • Die rein elektrische Reichweite des Fahrzeuges muss mindestens 50 km (nach WLTP) betragen.
  • Die Förderung von Leasingfahrzeugen (Leasingfinanzierungen) ist dann möglich, wenn am Leasingvertrag der Informationstext „E-Mobilitätsbonusanteil“ ausgewiesen und zudem der Nachweis einer Depotzahlung bzw. Vorauszahlung in zumindest der Höhe der gesamten Förderung getätigt wurde (mindestens in der Summe aus Bundes- und möglicher Landesförderung).

Definitiv nicht förderfähig hingegen sind:

  • Vollhybridfahrzeuge
  • Sämtliche Hybridfahrzeuge mit Dieselantrieb (auch Plug-In Hybride (PHEV) und Range Extender (REX, REEV) mit Dieselantrieb)
  • Gebrauchtfahrzeuge
  • Neufahrzeuge mit einer Rechnung älter als 6 Monate
  • Fahrzeuge mit einem Brutto-Anschaffungswert größer 60.000 Euro
  • Fahrzeuge mit einer elektrischen Reichweite unter 50 km (nach WLTP)
  • Fahrzeuge, bei denen zu geringe Leasingzahlungen getätigt wurden
Förderungen E-Ladeinfrastruktur für Privatpersonen Förderanteil vom BMK Gesamte Förderhöhe
Wallbox oder intelligentes 3-phasiges Ladekabel in einem Ein- oder Zweifamilienhaus max. 600 € max. 600 €
Intelligente OCPP-fähige Ladestation bei Installation in einem Mehrparteienhaus als Einzelanlage 900 € 900 €
Intelligente OCPP-fähige Ladestation bei Installation in einem Mehrparteienhaus als Teil einer Gemeinschaftsanlage 1.800 € 1.800 €

Hinweis zur Förderung privater E-Ladeinfrastruktur:
Seit 1. Jänner 2021 ist die Anschaffung einer privaten E-Ladeinfrastruktur erstmals auch unabhängig vom Fahrzeugkauf als reine E-Ladeinfrastruktur-Förderung förderbar. D.h. die private E-Ladeinfrastruktur ist natürlich weiterhin mit einem gemeinsamen Antrag zusammen mit einem privaten E-Fahrzeugkauf förderbar, sie kann aber erstmals auch unabhängig vom gleichzeitigen Kauf eines Elektrofahrzeuges gefördert werden.

Voraussetzung zum Erhalt der privaten Ladeinfrastruktur-Förderung:
Eine Wallbox muss von einem konzessionierten Elektrofachbetrieb installiert und bei ≥ 3,6 kVA beim Netzbetreiber gemeldet werden. Neben der Wallbox selbst sind für Gemeinschaftsanlagen auch die Material- und Montagekosten sowie die Kosten der baulichen Basis-Infrastruktur in einem Mehrparteienhaus förderfähig. Achtung: Netzentgelte hingegen sind nicht förderfähig!

Zusätzliche Förderungen von den Ländern für Privatpersonen

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