ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Toyota Yaris

ÖAMTC-Crashtest: Mittelmäßige Ergebnisse

Nur fünf von 15 Autos schaffen fünf Sterne.

© ÖAMTC

Von 15 im aktuellen Crashtest vom ÖAMTC und seinen Partnern untersuchten Autos schafften nur fünf die Fünf-Sterne-Wertung: BMW 6 GT, Hyundai Kona, Jaguar F-Pace, Kia Stinger und Toyota Yaris. Ein Grenzfall ist der Kia Stonic, der in der Serienausführung nur drei Sterne erreicht - mit einem Sicherheitspaket, das gegen Aufpreis erhältlich ist, hingegen ebenfalls fünf Sterne.

Hersteller sind gefordert

"Der Test zeigt, dass ein hohes Sicherheitsniveau für die verschiedensten Fahrzeugklassen ohne weiteres erreichbar ist. Es kann nicht sein, dass man dafür bei einigen Modellen einen Aufpreis bezahlen muss", kritisiert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Das betrifft im jüngsten Crashtest übrigens nicht nur den Kia Stonic, sondern auch den Toyota Aygo, der allerdings auch mit optionalem Sicherheitspaket nur vier Sterne erreicht (in der Serienausstattung sind es drei Sterne).

Safety Pack macht den Unterschied

Aber auch, wenn Sicherheit keine Preisfrage sein darf, ist man mit einem "Safety Pack" in den genannten Autos besser aufgehoben als in einem der sieben Drei-Sterne-Modelle im aktuellen ÖAMTC-Crashtest. Auch in diesem mittelmäßigen Bereich sind Hersteller und Fahrzeugklassen bunt gemischt: Alfa Romeo Giulietta, Dacia Duster, DS 3, die bis auf Details baugleichen Ford C-Max und Ford Grand C-Max, MG ZS und Opel Karl liegen in Erwachsenen- und Kindersicherheit, Fußgängerschutz sowie der Ausstattung mit Fahrerassistenten zum Teil weit hinter den besten Fahrzeugen im Test zurück.
 

15 Fahrzeuge im Crashtest

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Alfa Romeo Giulietta © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Alfa Romeo …

Erwachsenensicherheit 72%, Kindersicherheit 56%, Fußgängersicherheit 59%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - BMW 6 Series GT © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - BMW 6 Series GT

Erwachsenensicherheit 86%, Kindersicherheit 85%, Fußgängersicherheit 81%, Sicherheitsassistenten 59%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Dacia Duster © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Dacia Duster

Erwachsenensicherheit 71%, Kindersicherheit 66%, Fußgängersicherheit 56%, Sicherheitsassistenten 37%, insgesamt 3 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - DS 3 © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - DS 3

Erwachsenensicherheit 69%, Kindersicherheit 37%, Fußgängersicherheit 55%, Sicherheitsassistenten 29%, insgesamt 3 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Fiat Punto © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Fiat Punto

Erwachsenensicherheit 51%, Kindersicherheit 43%, Fußgängersicherheit 52%, Sicherheitsassistenten 0%, insgesamt 0 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Ford C-MAX © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Ford C-MAX

Erwachsenensicherheit 76%, Kindersicherheit 60%, Fußgängersicherheit 59%, Sicherheitsassistenten 29%, insgesamt 3 Sterne

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Ford Grand C-MAX © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Ford Grand C-MAX

Erwachsenensicherheit 76%, Kindersicherheit 60%, Fußgängersicherheit 59%, Sicherheitsassistenten 29%, insgesamt 3 Sterne

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Hyundai KONA © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Hyundai KONA

Erwachsenensicherheit 87%, Kindersicherheit 85%, Fußgängersicherheit 62%, Sicherheitsassistenten 60%, insgesamt 5 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Jaguar F-Pace © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Jaguar F-Pace

Erwachsenensicherheit 93%, Kindersicherheit 85%, Fußgängersicherheit 80%, Sicherheitsassistenten 72%, insgesamt 5 Sterne

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Kia Stinger © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Kia Stinger

Erwachsenensicherheit 93%, Kindersicherheit 81%, Fußgängersicherheit 78%, Sicherheitsassistenten 82%, insgesamt 5 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Kia Stonic © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Kia Stonic

Erwachsenensicherheit 85%, Kindersicherheit 84%, Fußgängersicherheit 62%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne (ohne Safety Pack).
Erwachsenensicherheit 93%, Kindersicherheit 84%, Fußgängersicherheit 71%, Sicherheitsassistenten 59%, insgesamt 5 Sterne (mit Safety Pack).

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - MG ZS © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - MG ZS

Erwachsenensicherheit 71%, Kindersicherheit 51%, Fußgängersicherheit 59%, Sicherheitsassistenten 29%, insgesamt 3 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Opel Karl © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Opel Karl

Erwachsenensicherheit 61%, Kindersicherheit 60%, Fußgängersicherheit 58%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne.

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Toyota Aygo © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Toyota Aygo

Erwachsenensicherheit 74%, Kindersicherheit 63%, Fußgängersicherheit 64%, Sicherheitsassistenten 25%, insgesamt 3 Sterne (ohne Safety Pack).
Erwachsenensicherheit 82%, Kindersicherheit 63%, Fußgängersicherheit 64%, Sicherheitsassistenten 57%, insgesamt 4 Sterne (mit Safety Pack).

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Toyota Yaris © ÖAMTC

ÖAMTC Crashtest 12/2017 - Toyota Yaris

Erwachsenensicherheit 83%, Kindersicherheit 80%, Fußgängersicherheit 63%, Sicherheitsassistenten 57%, insgesamt 5 Sterne

Null Sterne für den Fiat Punto

Seit 2005 praktisch unverändert im Handel

Ein Sonderfall ist der Fiat Punto, der in der getesteten Version keinen einzigen Stern erreicht. ÖAMTC-Cheftechniker Lang erklärt: "Der Punto wird, abgesehen von kleineren, sicherheitstechnisch nicht relevanten 'Facelifts', nach wie vor in der Version gebaut und verkauft, die 2005 eingeführt wurde. Damals schnitt er im Crashtest mit vier Sternen gut ab – nach heutigen Kriterien reicht es zu keinem einzigen." Der Grund ist das Fehlen jeglicher Sicherheitsassistenten, das voll auf die Gesamtwertung durchschlägt. Lediglich ein Seatbelt-Reminder auf dem Fahrersitz ist vorhanden, was im heutigen Testverfahren zu wenig ist, um punkten zu können.

Getestet wird grundsätzlich die Serienausführung

 "Zu beachten ist, dass beim EuroNCAP-Crashtest stets die in Europa erhältliche 'Minimalvariante' des Fahrzeuges herangezogen wird. In Österreich ist der Punto laut Fiat mit einem Seatbelt-Reminder auch auf dem Beifahrersitz ausgestattet", hält der ÖAMTC-Experte fest. Unabhängig davon sind aber auch die Werte in den übrigen Kriterien so schwach, dass dies maximal für zwei Sterne gereicht hätte.

Hersteller gefordert

Überraschend kommt das für den ÖAMTC-Cheftechniker nicht: "Natürlich kann ein über so viele Jahre unverändert gebliebenes Auto nicht mit aktuellen Modellen mithalten. Zu kritisieren ist, dass der Hersteller sicherheitstechnisch nicht nachgebessert hat - so ist beispielsweise der Einbau von Seatbelt-Remindern für alle Sitze relativ einfach umsetzbar."

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