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Mercedes-Benz - Getriebeleitungssatz kann undicht werden

Möglicherweise wurde der Getriebeleitungssatz nicht gemäß den Spezifikationen verlegt.

Mercedes CLS © Werk
Mercedes CLS © Werk

Im Detail sind die Modelle E-Klasse (BR 213), E-Klasse Coupé/Cabriolet (BR 238), CLS (BR 257) und AMG GT 4-Türer Coupé (BR 290) mit Allradantrieb von Mercedes-Benz aus dem Produktionszeitraum November 2015 bis April 2022 betroffen.

Eine Sprecherin von Mercedes Österreich teilte dem ÖAMTC auf Anfrage mit, dass der Getriebeleitungssatz nicht nach den Spezifikationen verlegt wurde. Infolgedessen könnte eine mechanische Belastung der Einzeladerabdichtung der Steckverbindung zu einer Separation der Dichtung führen. Die Folge wäre, dass Wasser von der Fahrbahn oder Umgebung in die Steckverbindung eindringt. Hierbei kann es zu einem schleichenden Kurzschluss kommen, sobald das Fahrzeug abgestellt ist. Das führt möglicherweise über längere Zeit zu einer thermischen Überbelastung des Steckers, wobei eine Brandgefahr nicht ausgeschlossen wird.

Im Rahmen der Rückrufaktion wird bei den betroffenen Fahrzeugen die Steckverbindung in der Fachwerkstatt überprüft und gegebenenfalls nachgearbeitet. Zudem wird der Verlauf des Getriebeleitungssatzes mit einem zusätzlichen Halter optimiert. Der Werkstattaufenthalt beträgt bis zu 3 Stunden.

Die Kunden der betroffenen Fahrzeuge wurden über den Österreichischen Versicherungsverband schriftlich verständigt. Die Rückrufaktion startete bereits im Oktober 2022. Es sind in diesem Zusammenhang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt.

Stand: 09.11.2022

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