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ÖAMTC: Zwei Drittel der Verkehrstoten verunglücken auf Freilandstraßen

Umfrage: Verkehrsteilnehmer finden Wildwechsel und mangelhaften Straßenzustand am gefährlichsten

Kurvenspaß, Freiheitsgefühl und Naturerlebnis – Freilandstraßen bedeuten für viele Auto- und Motorradfahrer pures Fahrvergnügen. Aber die Gefahren werden oft unterschätzt, denn im vergangenen Jahr verunglückten zwei Drittel aller Verkehrstoten auf Freilandstraßen. Um herauszufinden, welche Situationen aus Sicht der Verkehrsteilnehmer gefährlich sind und was man zur Erhöhung der Sicherheit tun könnte, hat der Mobilitätsclub 1.500 seiner Mitglieder befragt. Dabei gaben acht von zehn Befragten an, dass Wildwechsel eine gefährliche Situation ist. Aber auch desolate und verschmutzte Straßen werden von knapp zwei Dritteln bemängelt.

"Wildunfälle mit Personenschaden passieren immer wieder, stellen aber weniger als ein Prozent aller Verkehrsunfälle dar“, berichtet ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Bäume und Hindernisse am Straßenrand werden von den Befragten hingegen kaum als Gefahr gesehen. Das liegt daran, dass sie ein gewohntes Bild sind und die Verkehrsteilnehmer – anders als das Wild – nicht überraschen. "Hier müssen wir auf ein fehlendes Gefahrenbewusstsein hinweisen. Bei jedem dritten Unfall kommen Fahrzeuge von der Freilandstraße ab – dann ist ein möglicher Aufprall auf ein Hindernis wie einen Baum oder einen Masten oft fatal", erklärt Nosé, der jedoch nicht das Fällen von Bäumen fordert, sondern für mehr seitliche Absicherungen eintritt.

Mehr Überholmöglichkeiten gefordert – keine Herabsetzung des Tempolimits gewünscht

Bei der Befragung wurde auch erhoben, welche Maßnahmen aus Sicht der Verkehrsteilnehmer die Sicherheit auf Freilandstraßen erhöhen könnten. Über 75 Prozent sprachen sich dabei für bessere Straßenbeläge sowie sauberere Fahrbahnen aus. Darüber hinaus werden auch mehr Kriech- bzw. Ausweichspuren bei Steigungsstrecken und besser erkennbare Mittel- bzw. Randmarkierungen als sicherheitsfördernd angesehen. Am wenigsten zielführend erachten die Befragten das Herabsetzen des generellen Tempolimits – mehr als zwei Drittel lehnen das ab.

Straßenerhalter und Straßennutzer gleichermaßen in der Pflicht

"Auch bei ausreichender Erfahrung und voller Fahrtüchtigkeit lassen sich Fehler nicht gänzlich ausschließen. Deshalb sollten Straßen möglichst so gestaltet werden, dass sie Fehler verzeihen", rät Nosé. Im Fokus der Straßenerhalter sollten daher der Zustand sowie die Ausstattung der Straßen stehen. Dazu gehören etwa die Verbesserung der Fahrbahngriffigkeit, die seitliche Absicherung von Hindernissen und gut erkennbare Bodenmarkierungen. Nutzer von Freilandstraßen sollten auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. "Jeder Einzelne kann zu mehr Sicherheit beitragen, indem er sich voll und ganz aufs Fahren konzentriert, defensiv fährt und Rücksicht auf andere nimmt", appelliert Nosé abschließend.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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