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Startschuss für die Austria Simracing Team Trophy

Österreich bekommt eigene digitale Motorsport-Serie - Saisonauftakt am 5. Juni, fünf 2h-Rennen auf dem Kalender.

SIM_Ferrari 3_1080p.png © SRC
Simracing mit Ferrari © SRC

Der virtuelle Rennsport bekommt nun auch in Österreich einen entsprechend hohen Stellenwert. Mit Unterstützung eigener Rennkommissare der Austria Motorsport Federation (AMF) und einem engagierten Organisationsteam wird professioneller, digitaler Motorsport auf höchstem Niveau angeboten, der Fahrer und Fans überzeugt. Am. 5. Juni 2021 fällt der Startschuss für die erste Austria Simracing Trophy!

Nicht zuletzt durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Absagen im Motorsport, hat Simracing in den letzten Monaten weiter Aufwind bekommen. Und auch, wenn das virtuelle Rennfahren noch von einigen belächelt wird, mittlerweile hat sich eine Community gebildet, deren Ehrgeiz sich vor echtem Motorsport nicht verstecken muss. Grund genug, dem Thema auch in Österreich auf professionelle Beine zu verhelfen und eine eigene Serie - die Austrian Simracing Team Trophy, kurz ASTT - ins Leben zu rufen.

Was ist "Simracing"?

Nahe an der Realität © SRC Nahe an der Realität
Blick ins Cockpit eines Simracers.

Motorsport-Veranstaltungen wie die Formel 1, DTM, MotoGP oder WRC begeistern Fans auf der ganzen Welt. Doch Rennsport gibt es auch virtuell: mit dem sogenannten Simracing. Aber was verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff?

Simracing ist die Kurzform von “simulated racing“ (Deutsch: simuliertes Rennen) und bezeichnet eine eigene Esport-Kategorie. Wie der Name bereits nahelegt, dreht sich in diesem Genre alles darum, den realen Rennsport möglichst detailgetreu widerzuspiegeln - und das inklusive möglicher Variablen wie Benzinverbrauch, Reifenabnutzung und Fahrzeug-Setup. Simracing wird auf eigenen Plattformen - iRacing im Falle der ASTT - durchgeführt. Hier sind echte Rennstrecken in digitaler Form bis ins kleinste Detail hinterlegt, selbst z.B. die Bodenwellen entsprechen jenen aus der Realität. Und auch die Fahrzeuge sind im Hinblick auf Setup, Fahrverhalten und Leistung absolut mit den echten Vorbildern vergleichbar. Somit ist Simracing eine echte Simulation, die auch von vielen Profi-Rennfahrern zum Training genutzt wird. Das dafür nötige, technische Equipment kostet im Regelfall einige tausend Euro.

Rennkommissare der Austria Motorsport Federation (AMF)

Die Idee zu einer eigenen österreichischen Simracing Trophy stammt vom begeisterten Simracer Martin Potocnik, dessen Anliegen es ist, die Professionalität und die Anerkennung von Simracing-Veranstaltungen zu steigern. Ein großer Schritt ist dabei die Anerkennung der Austrian Simracing Team Trophy durch die Austria Motorsport Federation (AMF) als offizielle Motorsport-Veranstaltung. Das hat zur Folge, dass es auch in dieser digitalen Rennserie eine Rennleitung und offizielle Kommissare der AMF geben wird, die das Geschehen auf der Strecke überwachen und gegebenenfalls auch Strafen aussprechen.

Die AMF als oberste nationale Motorsport-Behörde steht voll hinter dem neuen Projekt, wie Generalsekretär Michael Fehlmann erklärt: „Simracing hat sich zu einem großen Bestandteil der Motorsportwelt entwickelt. Vom absoluten Profi bis hin zum Hobby-Racer, erlebt man praktisch von zu Hause Motorsport auf höchstem Niveau. Zahlreiche Talente wurden bereits im Rahmen von diversen Challenges entdeckt und fanden so Ihren Weg in ein echtes Renncockpit. Uns war es daher ein Anliegen auch in Österreich eine entsprechende Simracing-Serie auf höchstem Niveau im Rahmen der AMF zu etablieren. Besonders hervorheben wollen wir die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, die an der Umsetzung des Projekts mitgewirkt haben und somit den Startschuss für die 1. Austria Simracing Team Trophy ermöglicht haben.“

Insgesamt fünf Rennen über jeweils zwei Stunden

Simracing Trophy © SRC Simracing Trophy
Echtes Rennsport-Feeling im Wohnzimmer.

Der Auftakt für die ATT erfolgt am 5. Juni 2021 im Canadian Tire Motorsports Park - Mosport, es folgen der Circuit de Spa-Francorchamps (03.07.), Road America (04.09.), der Sebring International Raceway (30.10.) und als Saisonfinale das Autodromo Jose Carlos Pace (27.11.).

Gefahren wird auf der iRacing-Plattform in der GTE-Klasse, die aus zwei bis drei Fahrern bestehenden Teams können dabei aus folgenden Fahrzeugen wählen: BMW M8 GTE, Chevrolet Corvette C8R GTE, Ferrari 488 GTE, Ford GT 2017 und Porsche 991 RSR.

Kommentierter Live-Stream für die Fans

Wie es sich für eine echte Rennserie gehört, setzt man auch bei der ASTT auf Zuseher. In diesem Fall können diese die Rennen mittels eigenem und kommentiertem Live-Stream verfolgen, ein eigenes Regie-Team sorgt dafür, dass die jeweils packendsten Positionskämpfe live zu sehen sind. Mit Österreichs größter Motorsport- und Auto-Plattform Motorline.cc wurde zudem ein erster Partner – weitere sollen folgen – gefunden, der nicht nur den Stream übernimmt, sondern auch eigene Highlight-Clips nach den Rennen ausstrahlen wird.

Anmeldung für Teams auf neuer Website geöffnet!

Auf der neuen Website www.astt.at finden interessierte Teams alle Eckdaten zur neuen Serie sowie die Möglichkeit zur Anmeldung. Diese wird im ersten Jahr ohne Nenngeld möglich sein, Ziel ist es, mit einem starken Feld in die Premierensaison zu starten.

ÖAMTC Stützpunkt