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Rad- und Autofahrer: Vorsicht Glatteisgefahr

Vorausschauendes Fahren, angepasstes Tempo sowie ein gefühlvoller Umgang mit Bremse und Gas wird empfohlen.

Autofahren im Winter © ÖAMTC
Autofahren im Winter © ÖAMTC

Mal eisig kalt, dann zwischenzeitlich wieder Plusgrade: die Temperaturen schwanken im Moment. Wer sich auf den Straßen befindet, egal ob mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, ist daher zu jeder Zeit gefordert: „Mit Glatteis muss man nicht nur bei klirrendem Frost rechnen. Die wenigen Plusgrade bringen auf vereisten Stellen nur die Oberfläche zum Schmelzen Der Untergrund ist an vielen Stellen weiter gefroren. Wenn es abends abkühlt, friert das Schmelzwasser und es ist innerhalb weniger Minuten spiegelglatt.“, weiß ÖAMTC-Fahrtechnikprofi Franz Bruckmair.

ABS und ESP können wirkungslos sein

Der Experte rät Autofahrern: „Vorausschauendes Fahren, angepasstes Tempo und das Einhalten größtmöglicher Abstände gehören ebenso zu den Grundvoraussetzungen wie weiches und sanftes Lenken und ein gefühlvoller Umgang mit Bremse und Gas. Besonders an exponierten Lagen auf Brücken, Kuppen, in Waldstücken oder auf Straßenabschnitten entlang von Bächen und Flüssen sollten Autolenker vorsichtig sein. Viele Autos sind heute mit modernster Sicherheitselektronik ausgestattet. Aber auch Fahrzeuge mit ABS und ESP unterliegen den Grenzen der Physik.“

Auch Radfahrer sollten angepasst fahren

So manchen Radfahrer halten selbst diese erschwerten Bedingungen nicht davon ab, sich mit seinem Rad auf den Weg in die Arbeit oder in die Ausbildungsstätte zu machen. „Diese Allwetterradler wissen in der Regel schon sehr genau, worauf es ankommt: vorausschauend und angepasst fahren. Außerdem sind sie mit den Gegebenheiten bereits gut vertraut und können die Gefahren gut einschätzen“, erklärt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin Petra Riener.

E-Bike-Fahrt kann gefährlich sein

Ungeübten Radlern rät Petra Riener auf das Fahrrad zu verzichten. Speziell eine Fahrt mit dem E-Bike kann äußerst gefährlich werden: „Aufgrund der Kälte verlängert sich der Bremsweg um ein Vielfaches. Mit der höheren Geschwindigkeit und dem eventuell spiegelglatten Untergrund steigt die Verletzungsgefahr erheblich“. Wer dennoch nicht auf eine Fahrt mit dem Rad verzichten möchte, sollte auf entsprechend warme und funktionelle Kleidung und Schutzausrüstung (insbesondere Helm trotz Haube) keinesfalls verzichten.

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