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Das war die YOMOCON 2019

Österreichweit einzigartige Plattform für Sicherheit der jungen Verkehrsteilnehmer.

Yomocon 2019 (6).jpg © ÖAMTC/Rudolf Laresser
1.600 Schülerinnen und Schüler nahmen an der YOMOCON teil. © ÖAMTC/Rudolf Laresser

1600 Schülerinnen und Schüler, 75 Schulklassen, zwei Tage, 16 Stationen: Das sind die Eckdaten der zweiten Young Mobility Convention (YOMOCON) im Messezentrum Wels. Als Event ist dieses Format einzigartig in Österreich und steht Schülern der 3. bis 6. Schulstufe – also Acht- bis Dreizehnjährigen – offen. Auf 10.000 Quadratmetern Indoor-Fläche wird im Rahmen der YOMOCON Verkehrssicherheit zum Angreifen erlebbar gemacht. „Die Young Mobility Convention ist ein unschätzbar wertvoller Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Erlangung von Kompetenzen für die Mobilität junger Verkehrsteilnehmer“, sagt Harald Großauer, Landesdirektor des ÖAMTC Oberösterreich. Veranstaltet wird die Young Mobility Convention vom ÖAMTC Oberösterreich und den Eventpartnern AUVA, Land Oberösterreich, OÖ. Rotes Kreuz, ÖBB, Polizei und dem E-Scooter-Verleiher TIER.

Einsatz von Virtual Reality. 

Auf der YOMOCON kommen modernste didaktische Methoden und Mittel sowie High-Tech der neuesten Generation zur Anwendung. Die ÖBB informieren und sensibilisieren zum Thema Sicherheit am Bahnsteig mit einem komplett virtualisierten 3D-Bahnhof. Mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille können auf dem Bahnsteig lauernde Gefahren eindrucksvoll demonstriert werden. Die Experten der ÖBB nutzen spektakuläre Tools der Zukunft – und bringen altersgerecht und scheinbar spielerisch die richtigen Handlungsweisen näher.

Den toten Winkel im Blick. 

Der ÖAMTC-Truck ist ein vollausgestatteter mobiler Lehrbetrieb für Verkehrssicherheit – als solcher kommt er unterm Jahr bei der ÖAMTC-Verkehrssicherheitsaktion „PS – Physik auf der Straße“ zum Einsatz. Mit dem Sattelschlepper kann auf der YOMOCON im 1:1-Echtmaßstab das Thema toter Winkel veranschaulicht werden. „Mithilfe des Trucks zeigen erfahrene Verkehrserzieher den Schülern, wo die Schwachstellen der Kolosse im Straßenverkehr sind und wie man vermeidet, in unmittelbare Gefahr zu geraten. Gerade angesichts der tragischen Unfälle der jüngeren Vergangenheit ist das Thematisieren des toten Winkels eine immens wichtige Maßnahme“, sagt ÖAMTC-Landesdirektor Großauer.

Erste Hilfe im Ernstfall – das Rote Kreuz zeigt, wie es geht.

Auch das Rote Kreuz war mit dabei © ÖAMTC/Rudolf Laresser Auch das Rote Kreuz war mit dabei

Lebensecht und unmittelbar zeigt auf der YOMOCON das Rote Kreuz Oberösterreich, wie man mit einfachen Handgriffen, tatkräftigem Agieren und Zivilcourage Leben rettet. Was ist zu tun, wenn einmal was passiert ist? Es sind nicht immer verantwortungsbewusste Erwachsene vor Ort. Auch und vor allem für die Jugendlichen sind das Wissen um und die Übung der wesentlichsten Maßnahmen der Ersten Hilfe lebensrettend und damit unerlässlich.

Direkt in der Messehalle: Vollbremsung mit 50 km/h. 

Fünf speziell ausgestattete Pkw des ÖAMTC – die gelben Smarts des Verkehrssicherheitsprogramms „Hallo Auto“ – werden in der Messehalle auf 50 km/h beschleunigt und anschließend vollgebremst. „Nur so entwickeln die jungen Verkehrsteilnehmer ein Gefühl für den tatsächlichen Anhalteweg eines Fahrzeugs, der ja nicht nur aus dem Bremsweg, sondern vor allem auch aus der Reaktionszeit besteht. Die Fahrzeuge sind so ausgerüstet, dass die Kinder vom Beifahrersitz aus sogar selbst bremsen können“, sagt Großauer. Selbstverständlich sitzt für die Sicherheit immer ein ÖAMTC-Experte am Steuer.
 

Mit der Polizei auf Du und Du.

Was macht eigentlich die Polizei? © ÖAMTC/Rudolf Laresser Was macht eigentlich die Polizei?

Wie wird der Verkehr geregelt? Worauf achtet ein Polizist? Wie sieht die moderne Ausstattung der Polizei und der Einsatzfahrzeuge in Österreich aus? Die Freunde und Helfer beantworten Fragen zu ihrer Tätigkeit in der Verkehrssicherheit und geben einen spannenden Einblick in ihre Arbeit, die gerade im Bereich Straßenverkehr keine leichte ist. Die Polizisten verraten den Kids auch wichtige Kniffe, wie man möglichst sicher durch den Verkehr kommt.

Geschicklichkeit bringt Verkehrssicherheit – Rad und E-Scooter im Mittelpunkt. 

Ob es nun um trendige Fortbewegungsmittel, die hauptsächlich in der Stadt zum Einsatz kommen, oder klassisch um die Strecke mit dem Fahrrad geht: Nur wenn man sein Gerät im Griff hat, kann man sich auf den Verkehr konzentrieren und Gefahren frühzeitig erkennen und somit sicher meistern. Auf eigenen Stationen auf der Young Mobility Convention können Kids direkt in der Messehalle nicht nur coole Fahrräder und noch coolere E-Scooter ausprobieren, sondern damit auch üben und auf eigenen Parcours ihre Geschicklichkeit fördern – das ist Verkehrserziehung mit Mehrwert! Die Fahrräder werden dankenswerterweise vom B7-Fahrradzentrum beigesteuert, die E-Scooter-Übungsstation übernimmt der etablierte E-Scooter-Verleiher TIER Mobility.

Angreifen und Erleben – für mehr Bewusstsein und Kompetenz.

Verkehrskompetenz erlangt man hauptsächlich durch Tun und Übung. Dabei mangelt es aber gerade bei Anfängern bzw. noch nicht so Fortgeschrittenen am Bewusstsein gegenüber den im Straßenverkehr drohenden Gefahren. Damit junge Menschen dennoch nicht auf ihre Mobilität verzichten müssen, bietet der ÖAMTC mit seinen Partnern ÖBB, Polizei, Rotes Kreuz, TIER und Land Oberösterreich diese einzigartige Möglichkeit zum Ausprobieren, Üben und Erkennen an. Die zahlreichen Stationen  – von denen an dieser Stelle nur ein kleiner Auszug genannt wird – sind didaktisch auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten und bieten unzählige Möglichkeiten, sich verkehrsfit zu machen. „Am besten lernt man bekanntlich, wenn man Spaß dabei hat. Deshalb sind die einzelnen Stationen – um in der Sprache der Kids zu bleiben – cool und actionreich gestaltet. Das einzige, was die Kids auf der YOMOCON ganz sicher nicht sehen werden, ist der erhobene Zeigefinder“, sagt Harald Großauer.
 

Gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit – die Partner der YOMOCON 2019

ÖAMTC Oberösterreich
Die hauptberuflichen Verkehrserzieher des ÖAMTC Oberösterreich sind das ganze Schuljahr auf Tour. Einmal die Volksschule Garsten, dann der Kindergarten Luftenberg, das nächste Mal Schulklassen und Kindergarten-Gruppen im Innviertel oder der Pyhrn-Priel-Region: Mehr als 20.000 Kindergartenkinder sowie Schülerinnen und Schüler aus Oberösterreich durchlaufen jedes Jahr direkt im Kindergarten bzw. in der Schule insgesamt acht verschiedene ÖAMTC-Verkehrserziehungsprogramme. „Das Wissen um das richtige Verhalten im Straßenverkehr ist überlebenswichtig. Man kann gar nicht früh genug beginnen, junge Menschen auf diese Herausforderungen zu trainieren“, sagt Petra Riener, Leiterin Verkehrssicherheit und Verkehrserziehung beim ÖAMTC Oberösterreich. Als gemeinnütziger Verein engagiert sich der ÖAMTC Oberösterreich seit mittlerweile vier Jahrzehnten professionell in der Verkehrserziehung. Für Schulen, Kinder und Eltern sind die Unterrichtseinheiten kostenlos. Finanziert werden die Programme durch den ÖAMTC, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Land Oberösterreich.

Land Oberösterreich
„Die Besucher der Young Mobility Convention erwartet ein spannendes Programm, das ganz unter dem Motto ,Lernen und Verstehen‘ steht. Auf spielerische Art und Weise setzt man sich hier mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinander. Das richtige Verständnis für sicheres Fahrradfahren bis hin zum richtigen Einschätzen von Bremswegen hilft dabei, sicher unterwegs zu sein und reduziert die Gefahren im täglichen Straßenverkehr. Die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr ist mir eine wichtige Herzensangelegenheit, weshalb ich diese Veranstaltung unterstütze“, sagt Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner.

Das Rote Kreuz Oberösterreich
„Jedes Jahr verunglücken viele Kinder im Straßenverkehr. Eine umfangreiche Verkehrserziehung von Kindesbeinen an hilft, Unfälle zu vermeiden. Seit mehr als 60 Jahren ist das OÖ. Jugendrotkreuz Träger der freiwilligen Radfahrprüfung. Jedes Jahr absolvieren diese rund 15.000 Volksschülerinnen und Volksschüler ab der 4. Schulstufe bzw. ab dem 10. Lebensjahr. Sie lernen dabei die wichtigsten Verkehrszeichen und Vorrangregeln kennen. Die jungen Radfahrer eignen sich auch die Fähigkeiten an, sicher auf der Straße unterwegs zu sein und Gefahrensituationen richtig einzuschätzen. Die Verkehrserziehung mit dem OÖ. Jugendrotkreuz beginnt aber schon im Kindergarten: Gemeinsam mit der Stoffpuppe ROKO geben speziell ausgebildete, freiwillige Mitarbeiter spielerisch Ratschläge, wie sich Kinder im Straßenverkehr verhalten sollen und ihre Eltern sie darauf vorbereiten können. Zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist, lernten alleine im Vorjahr 10.790 Kinder und Jugendliche, die eine Erste-Hilfe-Einführung oder einen Erste-Hilfe-Grundkurs im Rahmen unserer Jugendrotkreuz-Aktivitäten ablegten“, informiert Mag. Christian Brauner, Stv.-Leiter Landesjugendreferat OÖ und Landesreferent OÖ Jugendrotkreuz.

ÖBB Infrastruktur
„Das Thema Verkehrssicherheit, das heißt Sicherheit auf Bahnanlagen und insbesondere bei Eisenbahnkreuzungen, ist uns enorm wichtig. Mit Aufklärung und Bewusstseinsbildung vor Gefahren an Bahnanlagen möchten wir vor allem Jugendliche erreichen. Daher ist diese Veranstaltung eine ideale Plattform, um mit vielen Schülerinnen und Schülern in direkten Kontakt zu treten und sie für mögliche Gefahren durch unvorsichtiges Verhalten zu sensibilisieren“, sagt Mag. Herbert Ofner, ÖBB Infrastruktur, Marktmanagement und Kommunikation.


Polizei
„Kinder und Jugendliche sind heute in ihrem Drang nach Mobilität und Bewegung mit einem immer höher werdenden Verkehrsaufkommen auf den Straßen konfrontiert. Jeder noch so kleine Fehler kann schnell mit einem Verkehrsunfall enden, der gerade bei den Kindern – bekanntlich die schwächsten Verkehrssteilnehmer – mit einem besonders hohen Verletzungsrisiko verbunden ist. Glücklicherweise konnte in den vergangenen Jahren durch gemeinsame Anstrengungen unterschiedlicher Organisationen und vieler einzelner Maßnahmen die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten oder gar getöteten Kinder deutlich reduziert werden. Dazu ist es absolut notwendig, möglichst früh in altersgerechter Weise die wichtigsten Verkehrsregeln und Verhaltensweisen zu erlernen und zu trainieren.  Die Verkehrserziehung in den Schulen und die Radfahrprüfung sind weithin bekannte Beispiele besonders bewährter Programme, an denen sich die Polizei seit vielen Jahren maßgeblich beteiligt. Diese Initiativen können aber das Elternhaus – als die wohl bedeutendste Institution in Sachen Verkehrserziehung – keinesfalls ersetzen, sondern nur unterstützten. Nicht zuletzt sollten wir Erwachsenen zum Wohle unserer Kinder die relevanten Verkehrsvorschriften unbedingt einhalten und uns dabei durchaus auch unserer vielfach unterschätzten Vorbildwirkung auf die Jugend bewusst sein“, sagt Oberstleutnant Johann Thumfart, BA, von der Landesverkehrsabteilung.

TIER Mobility
„Das europäische Mobilitätsunternehmen TIER Mobility mit Sitz in Berlin ist mittlerweile in zwölf Ländern und 31 europäischen Städten vertreten; der erste Markt des Unternehmens war allerdings Österreich. In dieser Zeit konnten wir viel Erfahrung und Wissen sammeln und uns proaktiv an der Entwicklung einer bundeseinheitlichen Regelung für eScooter auf der Straße beteiligen.  So wie es einst etwa beim Fahrrad war, oder als die ersten motorisierten Gefährte die Straßen der europäischen Städte zu bevölkern begannen, müssen sich alle Verkehrsteilnehmer erst an die neuen Fortbewegungsmittel gewöhnen, den richtigen Umgang damit erlernen und die wichtigsten Regeln kennenlernen. Wir freuen uns daher ganz besonders über die Einladung des ÖAMTC, an der diesjährigen Young Mobility Convention teilzunehmen, um gerade den Jüngsten zu zeigen, wie es richtig geht. Gemeinsam mit erfahrenen eScooter-Spezialisten und dem großartigen Team des ÖAMTC vor Ort können Schüler aus Oberösterreich selbst probieren, wie man sich auf den neuen Geräten richtig im Straßenverkehr bewegt, Handzeichen gibt, Bremswege vernünftig einschätzt und sich rücksichtsvoll und mit viel Vergnügen umweltfreundlich in der Stadt fortbewegt. Auch wenn der Service erst ab 18 Jahren verfügbar ist — früh übt sich, wer ein Meister werden will“, sagt Martin Skerlan, City Manager Linz bei TIER Mobility.
 

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