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Blick zurück und in die Zukunft

Veränderungen im Mobilitätsverhalten als Herausforderung.

Cover für Leistungsbericht © ÖAMTC Oberösterreich
Das gute Gefühl braucht Menschen © ÖAMTC Oberösterreich

Die ÖAMTC-Funktionärskarriere von Karl Pramendorfer begann bereits im Jahr 1985. Bis zum Jahr 1991 war er Mitglied des damaligen Vorstandes. Danach brachte er sich als Präsidiumsmitglied ein, bis er schließlich 2006 das Amt des Vizepräsidenten annahm und acht Jahre später, im Jahr 2014, die Nachfolge von Dr. Martin Helml als Präsident antrat. Im Rahmen der Generalversammlung, die am 8. Mai 2018 stattfand, wurde er für fünf weitere Jahre als Präsident des ÖAMTC Oberösterreich vom zuständigen Gremium gewählt: „Der ÖAMTC Oberösterreich ist eine Herzensangelegenheit für mich. Ich bringe mich mit großer Leidenschaft ein, bin stolz auf die bisherige Erfolgsgeschichte und freue mich, auch die nächsten Jahre Präsident dieses tollen Clubs zu sein“, sagt der mit großem Zuspruch wiedergewählte Präsident.

Neue Mobilitätszentren in der Region

Unabhängigkeit, Regionalität, Qualität in der Beratung sowie der direkte und unkomplizierte Kontakt zu den Mitgliedern sind Pramendorfer ein großes Anliegen. „Mit Gmunden, Bad Ischl und Freistadt haben wir innerhalb der vergangenen vier Jahre nicht nur drei Stützpunkte neu gebaut, sondern moderne und regionale Mobilitätszentren errichtet. Mit dem Standort in Grieskirchen steht bereits ein weiterer Neubau an. Zudem haben wir die Stützpunkte in Micheldorf und Mattighofen einer Generalsanierung unterzogen. Unsere Mitglieder sollen gerne zu uns kommen und ein transparentes, freundliches und qualitativ hochwertiges Umfeld vorfinden“, so der wiedergewählte Präsident. 

ÖAMTC als attraktiver Arbeitgeber

Auch für die mehr als 450 Mitarbeiter will Pramendorfer ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. „Ich bin sehr stolz auf das, was unsere Damen und Herren im ÖAMTC Oberösterreich täglich leisten. Besonders fasziniert bin ich von der Menschlichkeit und der Empathie, die in jedem einzelnen stecken. Dies werden wir auch weiterhin entsprechend fördern, denn ich bin davon überzeugt, dass nur ein glücklicher Mitarbeiter für ein gutes Gefühl beim Mitglied sorgt“, erklärt der ÖAMTC-Funktionär.

Flugrettung und Fahrtechnik

Als weiteren Meilenstein der vergangenen vier Jahre sieht Pramendorfer die Vertragsverlängerung mit der ÖAMTC-Flugrettung seitens des Landes Oberösterreich. „Sowohl Christophorus 10 als auch Christophorus Europa 3 sind wesentliche Bestandteile des ÖAMTC-Portfolios und nicht mehr wegzudenken. Zu mehr als 2.800 Einsätzen wurden sie im vergangenen Jahr gerufen. Die Crews wurden außerdem auf spezielle Nachtsichtgeräte geschult. Damit sind sie vor in der Dämmerung sicherer unterwegs“, berichtet der Präsident. Zufrieden ist Pramendorfer auch mit der Entwicklung der Fahrtechnik. Die bestehenden Angebote wurden gut angenommen. Zudem konnten auch neue Kurse wie ein Drohnen-Training, ein L17-Vorbereitungsangebot und weitere entwickelt werden.

Herausforderung technischer Fortschritt

Präsident Mag. Karl Pramendorfer © Rudolf Laresser Präsident Mag. Karl Pramendorfer

Als besonders herausfordernd für den ÖAMTC sieht der Präsident vor allem die rasante Entwicklung in den unterschiedlichsten Bereichen der Mobilität. „Vor vier Jahren steckten die Elektromobilität und Connected-Driving noch in den Kinderschuhen. Wir haben jedoch bereits früh begonnen, uns mit den unterschiedlichen Technologien intensiv zu beschäftigen und die Mitarbeiter, vor allem die Techniker, Berater und Verkehrsexperten, entsprechend auszubilden. Dadurch können wir unseren Mitgliedern eine objektive Beratung garantieren - sowohl was den Antrieb des Fahrzeuges betrifft, als auch über neueste Entwicklungen wie bspw. eCall. Wir bieten aber auch Institutionen wie den Feuerwehren spezielle Fortbildungen an und erklären in diesen die Funktionsweise eines E-Autos. Zudem entwickelten wir spezielle E-Bike-Kurse, um Senioren und Wiedereinsteiger mit den Besonderheiten dieser Fahrräder vertraut zu machen“, so Pramendorfer stolz.

Der Mensch steht im Vordergrund

Als Kernaufgabe des ÖAMTC sieht Pramendorfer auch in Zukunft die Pannen- bzw. Mobilitätshilfe: „Egal, ob im In- oder Ausland, ob telefonisch, persönlich am Stützpunkt oder via App – dem Mitglied muss geholfen werden. Und das möglichst rasch. Die Art und Weise der von uns erbrachten Hilfe wird sich in den nächsten Jahren natürlich ändern – darauf müssen und werden wir uns einstellen. Trotz des raschen Voranschreitens der Digitalisierung steht bei uns der Mensch im Vordergrund – ob als Mitglied oder als Mitarbeiter.“

Veränderungen im Mobilitätsverhalten als Herausforderung

Dem pflichtet auch ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer bei. Jedoch werden noch viele weitere Herausforderungen auf den Club warten: „Das große Ziel wird sein, dass der ÖAMTC als Mobilitätspartner wahrgenommen wird. Das auch von jenen, die kein eigenes Auto besitzen. Dieser Anteil wird sich in den kommenden Jahren stark verändern“, so der Landesdirektor. Damit bezieht sich Thurnhofer auf die Erwartung, dass der Besitz eines eigenen Fahrzeuges bei den Jungen immer mehr an Attraktivität verliert. „Das ist einerseits daran erkennbar, dass immer weniger Führerscheinkurse absolviert werden und andererseits, dass in manchen Städten Carsharing immer mehr in Anspruch genommen wird. Sei es im Rahmen eines Unternehmens oder aber auch in privat organisierten Initiativen“, so Thurnhofer.

Künftiges Leistungsangebot

Landesdirektor Josef Thurnhofer © Rudolf Laresser Landesdirektor Josef Thurnhofer

Neben dem Mobilitätsverhalten wird sich der ÖAMTC auch weiterhin mit konstruktiven Verbesserungsvorschlägen in Bezug auf die Verkehrssituation einbringen. „Die angespannte Verkehrssituation in Linz wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Die gerade erst neu aufgeflammte Diskussion rund um die Ostumfahrung zeigt deutlich, dass es an einem übergeordneten Verkehrsmanagement fehlt. Diese Problematik wird der ÖAMTC weiterhin aufzeigen. Im Fokus dabei sind sowohl der Individual- als auch der öffentliche Verkehr. Wir sehen das als Verpflichtung unseren Mitgliedern gegenüber“, verspricht Thurnhofer.

Zukunftsgedanken

´Mobility as a Service´ steht auf der Tagesordnung vieler einschlägiger Symposien. Und auch die Strategien zahlreicher Fahrzeughersteller zeigen die Veränderungen vom Fahrzeugkauf zur Fahrzeugnutzung deutlich auf. „Entsprechend unserem Grundsatz - dem Menschen in seinem Bedürfnis nach Mobilität jeweils zeitgemäß zu dienen - befassen wir uns intensiv damit, wie künftig dieses ‚zeitgemäße Dienen‘ aussehen kann. Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem regionalen Selbstverständnis, mit unserer Infrastruktur und mit dem Vertrauen in die Clubcommunity unsere Mitglieder in die kommende und neue Mobilitätswelt begleiten können. Jedenfalls steht dieses Thema ganz oben auf der ÖAMTC-Agenda“, erklärt der Landesdirektor.

Nachfolge von Josef Thurnhofer bestimmt

Bei der gestrigen Generalversammlung wurde nach der Wiederwahl von Präsident Pramendorfer auch der Nachfolger von Josef Thurnhofer, der seine Pension antritt, vorgestellt. Ab 1. Jänner 2019 wird Mag. Harald Großauer (45), ehemaliger Manager der Energie AG, neuer ÖAMTC-Landesdirektor. „Bis dahin wird Josef Thurnhofer den ÖAMTC in gewohnter Art und Weise lenken“, sagt Präsident Karl Pramendorfer abschließend.

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