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Mehr Sichtbarkeit auf Österreichs Straßen

Jede:r siebente Autofahrende ist mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs, im Osten Österreichs sogar jede:r sechste.

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Im Herbst und Winter verlagern sich die täglichen Wege zu Arbeit, Schule und Co. zunehmend in die Dämmerung und Dunkelheit. Damit steigt im Straßenverkehr die Unfallgefahr. Im Jahr 2021 geschahen österreichweit 7.232 Unfälle mit Personenschaden in dunklen Stunden, dabei kamen 125 Menschen ums Leben. Die meisten "Dunkelheitsunfälle" ereignen sich von Oktober bis Februar (Quelle: Statistik Austria, Bearbeitung ÖAMTC-Unfallforschung).

Gemäß dem Motto "Sehen und gesehen werden" setzte der Mobilitätsclub gemeinsam mit der Polizei auch dieses Jahr im November die Verkehrssicherheitsaktion "Flugzettel statt Strafzettel" um – in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland an insgesamt 33 Standorten. Im Zuge der Lichtaktionen bei Dämmerung und Dunkelheit wurden insgesamt 478 Kfz-Lenkende, die mit einer mangelhaften Licht-Anlage unterwegs waren, von der Polizei angehalten.

Statt eines Strafzettels erhielten die betroffenen Autofahrer:innen jedoch einen Flugzettel mit Sicherheitshinweisen und die ÖAMTC-Techniker:innen behoben den vorliegenden Mangel noch an Ort und Stelle kostenlos. So wurden bei den knapp 480 angehaltenen Fahrzeugen im Osten Österreichs über 600 Lampen getauscht.

Eine Aktion, um das Sicherheitsbewusstsein von Autofahrer:innen zu schärfen

Die Leiter der Landesverkehrsabteilungen der Polizei – Willy Konrath (NÖ), Thomas Losko (Wien) und Andreas Stipsits (Burgenland) – waren bei den Lichtaktionen zum Teil auch persönlich vor Ort: "Bei dieser erfolgreichen Aktion steht die Bewusstseinsbildung im Vordergrund. Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist", so die Polizeivertreter unisono. Aufgrund der schlechteren Sichtbedingungen in dieser Jahreszeit ist eine intakte Licht-Anlage essenziell für die Sicherheit im Straßenverkehr.

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Jakob Pflegerl, Leiter der ÖAMTC-Stützpunkte in Wien, Niederösterreich und Burgenland

"Alle Verkehrsteilnehmenden sind gleichermaßen gefordert, für Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu sorgen. Einerseits um selbst besser wahrgenommen zu werden, andererseits um andere Verkehrsteilnehmende und Hindernisse rechtzeitig zu erkennen."

33 Aktions-Standorte im Osten Österreichs

  © Gregor Nesvadba © Gregor Nesvadba

Im Zuge der diesjährigen Lichtaktion mussten bei insgesamt 478 Fahrzeugen, die aufgrund von Beleuchtungsmängeln angehalten wurden, 618 Lampen getauscht werden. In den meisten Fällen handelte es sich um defektes Abblend- oder Begrenzungslicht. Auch Mängel an der Kennzeichenbeleuchtung wurden häufig festgestellt. Des Öfteren stellte sich beim Licht-Check infolge einer Anhaltung sogar heraus, dass noch weitere Lampen defekt waren – bei einem Fahrzeug in Wien-Donaustadt mussten z. B. acht Lampen auf einmal erneuert werden.

Eine Auswertung der §57a-Begutachtung an den ÖAMTC-Stützpunkten ergab, dass Defekte am Zustand, an der Funktion und bei der Einstellung der Licht-Anlage zu den häufigsten schweren Mängeln bei der Pickerl-Überprüfung zählen. Demnach ist jede:r siebente Autofahrer:in hierzulande mit einer mangelhaften Fahrzeug-Beleuchtung unterwegs – im Osten Österreichs sogar jede:r sechste Lenker:in.

Kostenloser Licht-Check an den ÖAMTC-Stützpunkten

An den Stützpunkten des Mobilitätsclubs können Mitglieder übrigens einen gratis Licht-Check durchführen lassen: Die Licht-Anlage wird dabei auf Funktion, Zustand und Einstellung überprüft. Weitere Informationen hier.

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