Unsere Luft

"Bei vielen Schadstoffen, die durch den Individualverkehr verursacht werden, gibt es Verbesserungen. Aber noch sind nicht alle diesbezüglichen Probleme gelöst", fasst ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang mit wenigen Worten die aktuelle Studie des ÖAMTC, "Unsere Luft", zusammen.

Studie - Unsere Luft © ÖAMTC
Studie - Unsere Luft  -  Titelbild zur Studie "Unsere Luft" von a.o. Univ. Prof. Dr. Ernst Pucher (TU Wien) © ÖAMTC

Unsere Luft ist besser als ihr Ruf

In der nunmehr achten Auflage dieser Studie werden die Ursachen der Luftbelastung aufgezeigt, deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt beschrieben sowie Maßnahmen für noch nicht gelöste Probleme vorgeschlagen. "Und das alles auf einer rein sachlich fundierten Ebene, fernab jeglicher Polemik", unterstreicht Lang.

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"Je nach Schadstoffkomponente hat der gesamte Straßenverkehr einen Anteil von zehn bis 30 Prozent an den Gesamtemissionen", hält Studienautor a.o. Univ. Prof. Dr. Ernst Pucher von der TU Wien fest.

"Die Studie zeigt aber auch ganz klar, dass trotz deutlicher Zunahme des Fahrzeugbestandes in Österreich bei Schadstoffen erhebliche Reduktionen erzielt werden konnten." So werden die für die Smogbelastung mitverantwortlichen Stickstoffoxid-Emissionen (NOx) der Pkw von 73.000 Tonnen im Jahr 1980 auf 13.400 Tonnen bis 2020 zurückgehen.

"Zwar ist es durch den Diesel-Boom in Österreich diesbezüglich zu einem zwischenzeitlichen Anstieg gekommen, der aber nun wieder durch die aktuellen Abgasnormen abgefangen wird", erklärt Pucher. Positiv ist der Trend auch bei Kohlenmonoxid (CO). Der Ausstoß der gesamten heimischen Pkw-Flotte wird sich von 554.000 Tonnen im Jahr 1980 auf nur noch 28.000 Tonnen im Jahr 2020 reduzieren. Bei Kohlenwasserstoffen und Schwefeldioxid spielt der Straßenverkehr seit langem nur mehr eine untergeordnete Rolle.

Das Auto ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

"Gleichzeitig müssen wir aber alle sinnvollen Maßnahmen ergreifen, um es so umweltverträglich wie möglich zu machen", unterstreicht Pucher. Diesbezüglich hat auch die strenge Abgas-Gesetzgebung, die Österreich als erstes europäisches Land bereits 1987 eingeführt hat, Wirkung gezeigt.

"Seither wurden die meisten Schadstoffe aus dem Pkw-Verkehr deutlich weniger", ergänzt ÖAMTC-Cheftechniker Lang. "Benzinbetriebene Pkw kann man seit rund einem viertel Jahrhundert als nahezu abgasfrei bezeichnen." Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass sinnvolle und vernünftige Umweltpolitik auch ohne Verbote und Beschränkungen möglich ist. Einen deutlichen Nachholbedarf ortet der Studienautor hingegen bei einspurigen Kraftfahrzeugen und beim Güterverkehr.

"Bei den wesentlichen Schadstoffen erfüllen diese lediglich Abgasstandards wie Pkw in den 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts", verdeutlicht Pucher. "Insbesondere die Kohlenwasserstoffe der Einspurigen sorgen im Straßenverkehr für unangenehme Geruchsemissionen. Beim Güterverkehr sind die Stickstoffoxide die dominanten Schadstoffe."

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