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Für Mobilität aller Menschen ohne Altersbeschränkungen

ÖAMTC setzt auf Eigenverantwortung und unterstützt kompetenzfördernde Maßnahmen. Individuelle Mobilität so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Demographischer Wandel

Der demographische Wandel in Österreich zeigt, dass in den kommenden Jahrzehnten der Anteil der Über-60-Jährigen in der Bevölkerung zunimmt. Derzeit beträgt der Anteil 22 Prozent und wird bis 2030 auf etwa 30 Prozent ansteigen. Die ÖAMTC-Analyse der Unfallstatistiken der vergangenen Jahre spiegelt eine leichte Zunahme von Unfällen wider, an denen Personen über 60 Jahre beteiligt waren. Die Gründe dafür: Die Zahl der älteren Verkehrsteilnehmer steigt stetig, aber auch das Bedürfnis nach Aufrechterhaltung individueller Mobilität.

Kontrollen

In den Medien tauchen immer wieder spektakuläre Berichte über Unfälle mit älteren Lenkern (z. B. als Geisterfahrer) auf, die ein körperliches oder geistiges Defizit als Ursache vermuten lassen. In diesem Zusammenhang wird verschiedentlich der Ruf nach gesetzlichen Maßnahmen, wie z. B. regelmäßigen ärztlichen Kontrollen ab einem bestimmten Lebensalter, laut. Einige Forderungen gehen sogar in Richtung einer altersmäßigen Begrenzung des Führerscheinbesitzes.

ÖAMTC-Position zum Thema Mobilitätsbeschränkungen für ältere Verkehrsteilnehmer

Eine Reihe von Staaten hat schon seit Jahren verpflichtende regelmäßige medizinische Kontrollen von Fahrzeuglenkern eingeführt. Internationale Studien belegen allerdings, dass diese Maßnahmen keine positiven Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit brachten. Daher sieht der ÖAMTC keinen Grund, im Rahmen der Umsetzung der 3. Führerschein-Richtlinie der EU in Österreich derartige medizinische Überprüfungen einzuführen.

Der ÖAMTC tritt für ein Höchstmaß an Eigenverantwortung der Kraftfahrer aller Altersgruppen ein.
Für den Club steht aufgrund seiner langjährigen Befassung mit dem Thema "Senioren am Steuer", insbesondere bei den Fahrsicherheitstrainings, fest, dass viele dieser "best agers" durch ihre Verkehrserfahrung, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre vorsichtige Fahrweise allenfalls vorhandene körperliche Mängel gut ausgleichen können. Darüber hinaus haben ernst zu nehmende wissenschaftliche Studien belegt, dass ältere Fahrzeuglenker geradezu eine Strategie entwickeln, gefährlichen Verkehrsverhältnissen wie Nacht, Regen oder Schnee auszuweichen. Längere Autobahnfahrten werden ebenso wie verkehrsreiche Zeiten vermieden.

Der ÖAMTC unterstützt Kraftfahrer in ihrem Bestreben, individuelle Mobilität so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
Der ÖAMTC hat kompetenzfördernde Maßnahmen für Kraftfahrer aller Altersgruppen entwickelt. Für ältere Verkehrsteilnehmer gibt es die Veranstaltungsreihe "Mobil sein - Mobil bleiben", die in den Fahrtechnikzentren des Clubs auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Experten des ÖAMTC setzen sich laufend mit neuesten technischen Entwicklungen auseinander, die Lenker aller Altersstufen das Fahren erleichtern und sicherer gestalten.

Informationen zu den Fahrtechnik-Trainings des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/fahrtechnik. Das spezielle Angebot für mobile Menschen ab 60, "Mobil sein - Mobil bleiben" findet man unter www.oeamtc.at/mobilsein.

Konsumentenschutz

Thema Konsumentenschutz & Mitgliederinteressen

Der ÖAMTC vertritt Interessen von mehr als 2 Millionen ÖAMTC-Mitgliedern gegenüber der Regierung, Verwaltungsbehörden und Herstellern in den Fällen von ungerechtfertigter Belastungen, Behördenschikanen oder mangelhafter Produktqualitäten.

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